Neue Urkunde soll Wissen von Lehrstellen-Bewerbern auszeichnen

31. Jänner 2012, 11:57

Plattform "playmit.com" soll Jugendlichen das für die Wirtschaft nötige Basiswissen vermitteln

Wien  - Ab Mittwoch gibt es eine neue Urkunde, die das Grundwissen von Lehrstellen-Bewerbern belegen soll. Wer mindestens 4.000 Fragen auf der Plattform "playmit.com" beantwortet, erhält eine "Bildung für die Praxis"-Urkunde als Bescheinigung dafür, dass er über ein bestimmtes Basiswissen in für die Wirtschaft relevanten Bereichen verfügt. Den Unternehmen soll durch dieses Mittel für eine "sanfte Selektion" Zeit und Geld bei der Auswahl der Lehrlinge erspart werden, so "playmit"-Gründer Hubert Hilgert bei der Präsentation am Dienstag.

"Bildung für die Praxis"

Auf der Internet-Plattform können Jugendliche mehr als 40.000 Fragen beantworten; die Themen reichen von Allgemeinwissen über Organisation, Technik und Mathematik bis zu Sprache und räumlichem Verständnis. "Lehrplan minus Schnickschnack ist gleich Bildung für die Praxis", fasst Hilgert das Konzept zusammen. In der Schule werde gerade das Basiswissen oft nicht genug geübt. Mit "playmit.com" will er den Jugendlichen ein Hilfsmittel in die Hand geben, in dem die für den Berufseinstieg wichtigen Inhalte gesammelt sind, so Hilgert, der früher Lehrer an einer Polytechnischen Schule war.

Stärken und Schwächen erkennen

Auf der Urkunde zeigen Balken genau an, wie viele Fragen in den einzelnen Kapiteln, etwa Grundrechnungsarten oder Alphabet, richtig beantwortet wurden. Damit sollen Unternehmen auf einen Blick die Stärken und Schwächen der Bewerber erkennen. Für die Jugendlichen sei indes die Liste der unterstützenden Firmen ein Garant dafür, dass ihr Engagement sich auszahlt, so Hilgert. Dazu gehören die verschiedensten Unternehmen wie Spar, Hervis, Ikea, dm-drogeriemarkt oder BMW.

Derzeit gebe es leider viele Lehrlinge mit einer "relativ schwachen Grundausbildung", beklagte Hilton-Direktor Norbert Lessing bei der Präsentation, doch "auch ein Koch muss rechnen können". Die Urkunde ermögliche den Unternehmen eine Vorauswahl und zeige außerdem, ob ein Bewerber bereit sei, Einsatz zu zeigen. "Wir kommen immer mehr drauf, dass gute Schulnoten nichts aussagen", begründet Claus Fila, Personalleiter von Sport Eybl & Sports Experts, sein Interesse an der Urkunde. Mit dieser könnten die Bewerber zeigen, dass sie etwas lernen wollen. (APA)

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