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Die Aussage "Die Juden von heute", die FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache am Burschenschafter-Ball getätigt hat, wurde im Laufe der Zeit schon öfter bemüht. derStandard.at hat einen Blick ins Archiv geworfen:
25.5.1993
FPÖ-Chef Jörg Haider wehrt sich gegen die Ausgrenzung der FPÖ. Die Freiheitlichen seien die "Juden von heute", meint er in einem Interview mit der Zeitschrift "Wiener".
Im Wortlaut sagt Haider im "Wiener"-Interview, in dem es um den damaligen Kanzler Franz Vranitzky (SPÖ) geht:
"Wiener: Und so würden Sie Franz Vranitzky einschätzen?
Haider: Er hat solche Grundzüge auf alle Fälle, denn ansonsten müßte er sich ja nicht einer solchen Methode bedienen. Das ist das Zeichen von solchen Systemen, daß man Menschen, die einem unangenehm sind, Gruppen, vor denen man Angst hat, gesellschaftlich an den Rand oder abseits zu stellen versucht. Die Methode: Kauft nicht bei Juden, sprecht nicht mit Juden, das haben wir alles schon gehabt.
Wiener: Und die Juden von heute, das ist die FPÖ?
Haider: Das ist die FPÖ, ja."
Am 27.5.1993 begründet Haider seine Aussage im "Kurier" damit: Ein Teilnehmer an einer FPÖ-Wahlkampfveranstaltung habe kurz danach eine ungerechtfertigte Steuervorschreibung erhalten. Daraus schließe er, dass jemand, der sich zur FPÖ bekenne, Nachteile zu erwarten habe.
22.9.1994
Der Journalist Hans Pretterebner, der frisch zur FPÖ gestoßen ist, erläutert in einer Pressekonferenz die Ausgrenzung der FPÖ. In diesem Zusammenhang spricht er von "zutiefst undemokratischen Vorgängen", "Intoleranz", "massiver Feindbildung" und den "Juden von heute".
28.9.1999
Im Rahmen einer Aktion der Kirchen gegen Ausländerhetze als Reaktion auf die FPÖ-Wahlkampagne spricht der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde, Ariel Muzicant, von einer "Vergiftung der Gesellschaft", die in einer Krankheit enden werde. Er fühle sich an das, "was unser Land in den 30er Jahren erlebt hat", erinnert. Österreich drohe nun auch massiv an internationalem Ansehen zu verlieren. Angesichts der Tatschae, dass es zu wenige Juden in Österreich gebe, seien jetzt die Ausländer als "neue Juden" den Angriffen ausgesetzt.
17.9.2011
Finanzministerin Maria Fekter reagiert auf umstrittene Aussagen des polnischen Finanzministers und EU-Ratsvorsitzenden Jacek Rostowski. Angesprochen auf Rostowski, der gemeint hat, wenn Europa so weitermache, könne es zum Krieg kommen, sagt Fekter: "Auch ich habe mir schon große Sorgen im Hinblick auf die verstärkten Nationalismen, die wir haben, gemacht. Außerdem bauen wir gerade enorme Feindbilder in Europa gegen die Banken, die Reichen und die Vermögenden auf. So etwas hatten wir schon einmal, damals verbrämt gegen die Juden, aber damals waren ähnliche Gruppierungen gemeint. Es hat das zweimal in einem Krieg geendet." Jedenfalls "müssen wir uns wirklich alle anstrengen, damit so ein Szenario mit Sicherheit nicht kommt". Nach einer zweitägigen Nachdenkpause entschuldigt sich Fekter für den Vergleich.
27.1.2012
FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache vergleicht sich auf dem WKR-Ball mit den Opfern der Nazis: "Wir sind die neuen Juden", sagt er zu Ballgästen, ohne zu wissen, dass Journalisten in der Nähe sind. Die Angriffe auf Burschenschafter-Buden vor dem Ball seien "wie die Reichskristallnacht gewesen". (rasch, derStandard.at, 31.1.2012)
Polizei hatte Demonstration "vorsorglich" wegen drohender Zwischenfälle untersagt - das sei nicht zulässig, so die Verfassungsrichter
Auch die stellvertretende ÖH-Chefin Janine Wulz hat der FPÖ-Politiker angezeigt
Protestveranstaltungen rund um Ball in der Wiener Hofburg - FPÖ kritisiert Polizei - Neun Festnahmen und vier Leichtverletzte - mit Video
Umfangreiche Platzverbote sollen die Besucher des von der FPÖ ausgerichteten Akademikerballs und die angekündigten Gegendemonstranten voneinander fernhalten. Die Polizei stellt ein Großaufgebot.
Dritter Nationalratspräsident kritisiert Gegner aus der "linksextremen Szene"
"Ich wurde nie befragt", kritisiert Gewaltopfer Albrecht Konecny
Österreichs Burschenschaften sind traditionell rechter als viele ihrer deutschen Pendants. Am Freitag feiern sie in Wien
Er sage nicht "aus politischen Gründen" ab, sondern wegen eines Urlaubs, sagt der FPÖ-Chef
Ball der Burschenschaften sorgt trotz Veranstalterwechsels für Kritik - Gegendemos relativ jung, aber rasch gewachsen
Radikalität der Schlagenden hat eine lange Tradition
Der "Erste Wiener Akademikerball" der FPÖ, Nachfolgeveranstaltung des WKR-Balls, stößt auf breite Kritik. Nicht nur, dass die Hofburg angemietet wurde, auch der günstige Termin sorgt für große Verwunderung.
Oberösterreichischer Abgeordneter Podgorschek blitzte bei Unabhängigem Verwaltungssenat ab
Hofburgchefin Renate Danler hat die Aufregung um den Burschenschafterball nie verstanden - Der neue FPÖ-Ball in ihrem Haus ist für sie eine völlig andere Veranstaltung
Die Polizei für Demonstrationen gegen den umstrittenen Ball verantwortlich zu machen, ist ein Symptom blinder Wut - Von Michael Simoner
Disco, deutsche Balltouristen, Deckel am Kopf und ein Uniformskandal - Ein derStandard.at-Lokalaugenschein vom Burschenschafterball
Völlig ausgeblendet wurde die berechtigte Sorge Fekters: Es hat zweimal in einem Krieg geendet.
Das jegliche Kritiker am Finanzsystem und Ideen zu dessen Reform sofort mit der Antisemitenkeule bedroht werden ist mir schon deshalb unverständlich, weil die Semiten mit der Finanzkrise ja gar nichts zu tun haben. Ist das jetzt verbrämt oder nur bescheuert.
Großartige lachnummer.
Da heißt es u.a. auf der Startseite:
"Die Metapedia will einen Beitrag leisten, das deutsche Kulturerbe vor Verdrängung und dem Vergessen zu bewahren und zugleich die deutsche Sprache zu schützen. Darüberhinaus werden in der Metapedia auch Sachverhalte und Positionen dargestellt, die in anderen Diskursen nicht thematisiert und teilweise bewußt tabuisiert werden."
UND WEITER...
"Da die Metapedia indiziert ist, muß Jugendlichen aus der BRD von der Lektüre abgeraten werden, um sie nicht „geistig zu verwirren“. Jugendlichen aus dem österreichischen Teil Deutschlands und der gesamten übrigen Welt ist es hingegen von offizieller Seite gestattet, hier zu lesen."
„Die Verachtung der Deutschen ist eine Art Rassismus, an der sich viele festklammern, weil jeder andere Rassismus verboten ist.” soll die schwedische Tageszeitung Dagens Nyheter geschrieben haben.
Und "Der Antigermanismus ist vor allem noch besonders in Polen zu finden, wo mit deutschfeindlichen Parolen oftmals Wahlkampf betrieben wird."
Erst kürzlich sollen Gentechniker herausgefunden haben, daß es in Polen mehr Germanen gibt als in Deutschland. (Hitler scheint das damals schon gewußt zu haben weil er gar so scharf auf Polen war)
soviel jedenfalls: "österreichischer teil deutschlands" ist keine benennung, die mir zusammengehörigkeitsgefühle entlockt. Und wenn solche und andere sprachreglungen entschieden abgewiesen werden ist das keine tabuisierung, sondern schlichtes korrigieren von blödsinn.
"Rassismus gegen Deutschland" ist so ziemlich das dümmste was jemandem einfallen kann. Es gibt kein merkmal, das deutsche von franzosen, engländern, italienern oder polen zweifelsfrei unterscheidet und damit die berechtigung zur bezeichnung "rasse" schafft. Opfertheorie gepaart mit dem ungerechtfertigten rassenbegriff ist typische idiotenideologie der fliegenbartklasse. Wir wissen, dass die macht der opfer stärker ist, als die der täter - umso durchschaubarer ist das alles.
Sorry, war etwas emotional und hab mich verlesen. Ich finde den Begriff Rasse bei Menschen insgesamt etwas befremdlich, egal welchem Kulturkreissie angehören oder welche Hautfarbe haben. Deshalb finde ich aber auch den Begriff "rassistisch" unangebracht. Klingt irgendwie sonderbar für mich.
Die geschichte wiederholt sich halt mit umgekehrten vorzeichen. Jetzt hamma burschenschaftlerkristallnacht, bald werden erste arbeitslager für FPÖler an der tschechischen grenze errichtet werden. Einige jahre massive denunzierungen und anschließende deportationen von FPÖ-verdächtigen und sonstigen, die man gerne einfach los werden möcht. Dann sanieren die ordentlich beschäftigten FPÖ-gratisarbeiter in den lagern flux unser budget, bis die "wahren finnen" europa erobern und die geknechteten befreien...
Ja, so wird's werden, lieber HC. Als zahnexperte bis ja dann außen vor, denn sie brauchen ja wen zum entferenen der goldzähne...
Fassen wir zusammen: die Juden wurden deshalb systematisch ausgegrenzt, fertiggemacht und ermordet weil sie eine bestimmte Abstammung hatten - also etwas das objektiv nicht schlecht ist und wofür man nichts kann.
Die FPÖ hingegen wird von vielen aufrechten Menschen verachtet weil sie eine hasserfüllte Ideologie vertritt die in einem aufgeklärten Staat nichts zu suchen hat, die auf einer massenmörderischen Ideologie basiert - also etwas das objektiv verwerflich ist und wofür jeder FPÖler selbst sich individuell entschieden hat.
Muzikant hatte also Recht während Strache sich nur lächerlich gemacht hat. So zu tun als wären beide Wortmeldungen vergleichbar ist bestenfalls ein schlechter Scherz.
dazunehmen, und die in Österreich vervollständigen, dann wird man sehen, dass das durchaus schon allgemeingut geworden ist.
Es ist ja auch sinnlos, sich an solchen Sprüchen festzuhaken, man macht sie dadurch nur bedeutender, als sie sind.
Jedenfalls kann da niemand ein Urheberrecht darauf beanspruchen und von höherer Moral, wer das sagen darf und wer nicht, sollte auch abstand genommen werden.
Sturm im Wasserglas!
Vom 7. - 13. Nov. 1938 wurden etwa 400 Menschen ermordet. Über 1400 Synagogen, Betstuben und sonstige Versammlungsräume sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört. Ab dem 10. Nov. wurden ungefähr 30.000 Juden in Konzentrationslagern inhaftiert, von denen Hunderte ermordet wurden oder an den Haftfolgen starben.
Das hat der arme HC draußen gesehen? Wirklich?
Hier die offizielle bilanz des nämlichen abends:
20 festgenommene demonstranten
9 leicht verletzte personen, davon 3 ballbesucher
0 tote
sachschaden so gering, dass es keine notiz darüber gibt
Einen klareren beleg für die realitätsverweigerung des muttersöhnchens HC wird's so schnell nimmer geben. Wer DEN zwergenaufstand mit progromen vergleicht, naja...
und es ist auch das meist gar nicht so wichtig, wie es gemacht wird.
Jdenfalls hat man damit Strache ein Bühne geboten, wie es für ihn schöner nicht sein könnte.
anderes Beispiel: Suicide werden in den Zeitungen ganz allgemein nicht kolpotiert, um nicht zur Nachahmung anzuregen, schließlich gibt es in Ö etwa 4 mal soviel davon wie Verkehrstote. In D ist das Verhältnis ähnlich, wird auch verschwiegen.
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