Peking verstärkt Überwachung der Klöster

31. Jänner 2012, 11:27

KP-Sekretär von Lhasa verurteilt "Clique" des Dalai Lama - Exilregierung ruft zu weltweiten Mahnwachen auf

Peking - Nach einer Serie von gewaltsamen Zwischenfällen in Tibet will die Kommunistische Partei Chinas die Kontrolle der dortigen buddhistischen Klöster verschärfen. Die Sicherheitskräfte müssten verstärkt gegen die "Separatisten" aus der "Clique" des exilierten Dalai Lama vorgehen, erklärte der KP-Sekretär von Lhasa, Qi Zhala, in einer am Montag im Internet veröffentlichten Ansprache vor Sicherheitskräften. Die Polizei müsse die Kontrollen auf den Straßen, in den "wichtigsten Klöstern" und im Umfeld "der wichtigsten Verdächtigen" verstärken, sagte Qi.

Menschenrechtsaktivisten werfen der chinesischen Polizei vor, in der vergangenen Woche in tibetischen Siedlungsgebieten der Provinz Sichuan bei drei Vorfällen auf Demonstranten geschossen zu haben. Dabei soll es Dutzende von Verletzten gegeben haben. Die Führung in Peking räumte den Tod von zwei Tibetern ein, von denen einer von der Polizei erschossen worden sei. Die Kommunisten in Peking machen "Banden" tibetischer Mönche für die Gewalt verantwortlich.

Kein Zugang für ausländische Journalisten

Eine unabhängige Berichterstattung über die Vorgänge ist kaum möglich. Die chinesischen Behörden gewähren ausländischen Journalisten keinen Zugang. Der Ministerpräsident der tibetischen Exilregierung in Nordindien, Lobsang Sangay, hat eine internationale Untersuchung der Vorfälle gefordert und die chinesische Regierung der Verletzungen der Rechte der Tibeter beschuldigt. Sangay rief für den 8. Februar weltweit zu Mahnwachen auf und appellierte an die Tibeter, in diesem Jahr keine Feiern zum tibetischen Neujahr am 22. Februar abzuhalten. In den letzten Monaten haben sich 16 Tibeter aus Protest gegen die chinesische Herrschaft selbst in Brand gesetzt.

1965 hatten die chinesischen Kommunisten große Teile Tibets an die Nachbarprovinzen Qinghai und Sichuan angegliedert. In Sichuan waren die Behörden im Vorjahr massiv gegen Tibeter vorgegangen. Rund 300 buddhistische Mönche wurden aus dem Kloster Kirti verschleppt. (APA)

Kommentar posten
19 Postings
Comandante12
21
31.1.2012, 16:45
wien verstärkt überwachung der kirchen

das wäre eine erfreuliche schlagzeile!

best 29091964
00
31.1.2012, 16:51
die Linken...

stehen in Deutschland unter verschärfter Beobachtung. Nachdem der Verfassungsschutz bei den "Rechtsradikalen" versagt hat, müssen nun die harmlosen Linken dran glauben. Armes Deutschland!

Rosa Stahl
11
31.1.2012, 19:39

wie harmlos die Linken sind, zumindest bestimmte Teile, hat Deutschland ja in der jüngsten Geschichte erlebt. Bomben, Entführungen, Mord. Laute harmlose Sachen.

best 29091964
00
31.1.2012, 20:57
werden sie doch bitte konkret....

zu den "Dingen" die die Linken angestellt haben sollen! Übrigens: Die Linken der 70er Jahre waren andere als die Heutigen. Ihre damalige Radikalität haben Sie heute gottseidank abgelegt.

Threonin
00

Die heutigen Linken sind direkt die selben Leute, die einst die Mauer verteidigt haben. Zumindest sofern sie das entsprechende Alter haben und aus geographisch aus dem östlichen teil Deutshclands kommen.

best 29091964
03
31.1.2012, 16:04
unbedingt....

"....müssen die Klöster stärker bewacht werden. Diese, bis an die Zähne hochgerüsteten Mönche und Nonnen, dürfen nicht ungeschoren davonkommen." Was für ein Irrsinn läuft eigentlich hier ab? Die Chinesische Polizei ist dermassen hilflos, dass sie wahllos in eine Menschenmenge schiesst. So geht also eine Mutter mit ihren ehemals verlorenen, nun aber wieder ins Mutterland zurückgeholten Kindern um. Shame on China!

Prostetnik Vogon Jeltz
13
31.1.2012, 15:52
Die Kommunisten in Peking machen "Banden" tibetischer Mönche für die Gewalt verantwortlich.

.
Schlecht recherchierter Blödsinn:

In Peking gibt es keine "Kommunisten", diese Stadt liegt in China.

Und dort sind KommunistInnen allerhöchstens in irgendwelchen Straflagern in entlegenen Gegenden anzutreffen, aber doch nicht frei herumrennend in der Hauptstadt!!

:-(

langzen
21
31.1.2012, 15:02

Es ist immer wieder erstaunlich, wie ein Bericht über Tibet Misanthropen zum Posten animiert.

hugoundso
11
31.1.2012, 12:57

sehr klug.. muss man ihnen schon lassen..
auf dass sich noch mehr tibeter selbst anzünden..

Martin Müller10
 
73
31.1.2012, 11:54
Die Chinesen lassen sich nicht von religiösen Spinnern erpressen.

Weder von Uiguren noch von Tibetern, die zeigen uns vor wie man mit solchen Leuten umgeht. Religionsausübung ja und sobald es politisch wird eine auf die Nuss, dass es nur so rauscht!

PEACETIME
23
31.1.2012, 19:43
bitte schrauben Sie das EGO zurück:

wer gibt Ihnen, oder den Chinesen das Recht in einem fremden Land die Menschen dort zu unterdrücken, durch Besiedelung von Chinesen und Verboten deren Kultur zu zerstören und Menschen dort einzusperren und zu foltern?

Niemand hat dieses Recht: weder Sie, noch die Chinesen, noch die USA und auch nicht die Nato.

Ihre Freiheit endet dort, wo die Freiheit des anderes beginnt. Eins auf die Rübe, wenn nicht gespurt wird, ist eine Diktatur. In diesem Sinne bitte ich Sie Ihre Wertvorstellungen zu überprüfen.

Das beginnt schon mit dem herabwürdigenden Begriff: Spinner. Jemand der nicht der eigenen Meinung ist, ist: jawoll, ein Spinner! Das ist respektlos, denn der jeweilige Spinner ist ein Mensch, mit dem gleichen Recht wie Sie glücklich zu sein.

knuuuut
03
31.1.2012, 17:13

diese proteste haben nichts mit religion zu tun, sondern mit unterdrückung des tibetischen volkes durch die chinesischen besatzer. die wollen frei sein und ihr land zurück haben.

Lukas Chen
11
31.1.2012, 16:07
Religion spielt keine Rolle hier

Es ist der verzweifelte Versuch der Separatisten, um eine neue Aufmersamkeit ueber Tibet in der Welt wieder zu erwecken. Aber die Welt ist ohnmacht dafuer; also, alles wird am Ende umsonst sein.

Threonin
03
31.1.2012, 15:21

Chinas Demokratie eben, Meinungsfreiheit ja, solange man die (Tages-)Meinung der Partei vertritt, aber ganz leise bitte.

NONE
11
31.1.2012, 13:05

Die Uiguren mit Tibetern gleichzusetzen ist peinlich.

Beim Aufstand einiger Uiguren gab es zig tote Chinesen.

Beim "Aufstand" der Tibeter hier gibt es nur ein paar tote Tibeter.

Wie kann man das vergleichen bitte?

Martin Müller10
 
21
31.1.2012, 13:47
Uiguren und Tibeter wollen die Religion in die Politik bringen,

sinnvollerweise lässt das China nicht zu.

PEACETIME
11
31.1.2012, 19:46
nicht böse sein: mir sind Religionsstaaten auch unsympatisch:

nur, was geht es mich an, was die Tibeter wollen?
Wenn die Tibeter Religion und Politik zusammenlegen wollen, dann sollen sie es doch bitte: wir müssen es deshalb noch lange nicht tun.

Was die Tibeter in Tibet machen wollen geht die Chinesen genau Null an. Die Chinesen haben dieses Land schon viel zu lange besetzt.

Rosa Stahl
01
31.1.2012, 19:41

Verständlich. Der chinesische Kommunismus ist ja auch eine Religion. Und da will man keine Konkurrenz.

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