Scolik zeigte Verständnis - Amon: "Prekäre Beschäftigungsverhältnisse sind gravierendes Problem" - Termin am Freitag
Wien - Eineinhalb Stunden verhandelten freie ORF-Mitarbeiter Montag mit Personalchef Reinhard Scolik über prekäre Beschäftigungsverhältnisse. Die Gespräche verliefen nach STANDARD-Infos konstruktiv. Scolik zeigte Verständnis für die Situation der Mitarbeiter. Freitag wartet Hörfunk-Chef Karl Amon mit der Idee eines Pauschalierungskonzepts.
Scolik habe "großes Verständnis für die Situation der Freien" gezeigt,
heißt es in einer Aussendung. "Die Problematik der finanziellen
Situation der Freien war ihm durchaus bekannt, wenn ihm auch die
Tragweite der mittlerweile durch Personalabbau bedingten Lage vor allem
im Hörfunk nicht in dem Ausmaß bewusst zu sein schien." Scolik habe
mehrfach zu bedenken gegeben, dass der ORF in den vergangenen Jahren
dazu gezwungen war, Personalkosten zu reduzieren.
Amon hatte in einer internen Mitteilung, davon
geschrieben, "dass die prekären Beschäftigungsverhältnisse ein
gravierendes Problem sind". Zentralbetriebsratschef Gerhard Moser hatte
ebenfalls Verbesserungen gefordert und von einem "neuen Prekariat"
gesprochen. (prie, DER STANDARD; 31.1.2012/APA)