Reise nach Jordanien

Hamas-Chef wieder hoffähig

30. Jänner 2012, 17:45

Meshaal in Jordanien – Haniyeh auf Golf-Tour

Amman/Damaskus/Doha - Der Politbüro-Chef der palästinensischen Hamas, Khalid Meshal, ist erstmals seit seiner Ausweisung vor zwölf Jahren in Jordanien wieder offiziell von König Abdullah empfangen worden. Er hoffe, "weitere Kapitel innerhalb einer engen Beziehung" würden folgen, sagte Meshal am Sonntag. Der 55-jährige in Jordanien geborene Hamas-Chef wurde von Katars Kronprinz Scheich Tamim bin Hamad al-Thani begleitet.

Es wurde betont, dass das Treffen lange geplant sei und nicht in Verbindung mit dem Aufstand in Syrien stehe. Aber Katar ist führend im Bemühen, einen Machtwechsel in Syrien herbeizuführen - der katarische Premier ist dazu am Dienstag beim Uno-Sicherheitsrat in New York zu Gast. Die Hamas wird hingegen bisher von Syrien und dessen Partner Iran unterstützt. Da die Opposition gegen das Regime von Bashar al-Assad jedoch von den syrischen Muslimbrüdern, der Schwesterpartei der Hamas, getragen wird, rückt die Hamas langsam auf Distanz zu Assad.

Meshal und jordanische Offizielle wiesen Spekulationen darüber zurück, dass die Hamas ihr Hauptquartier nach Amman verlegen könnte. Doha, die Hauptstadt Katars, ist nunmehr Ausweichquartier für Meshal.

Ismail Haniyeh, Führer der Hamas im Gazastreifen, der auch als möglicher Nachfolger Meshals gilt, brach am Montag zu einer Reise nach Katar und anderen arabischen Golfstaaten auf. Haniyeh wird auch den Iran besuchen. Teheran bleibt weiter fest auf der Seite des syrischen Regimes, genauso wie die schiitische libanesische Hisbollah. Laut Beobachtern regt sich jedoch auch in der Hisbollah Unmut über das Regime in Syrien - und über den Iran, der die Hisbollah auf das Bündnis mit Syrien einschwört. Die Popularität der Hisbollah im Libanon und in der arabischen Welt leidet darunter. (guha/DER STANDARD, Printausgabe, 31.1.2012)

NONE
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30.1.2012, 22:34

"Die Popularität der Hisbollah im Libanon und in der arabischen Welt leidet darunter."

Sorry - das stimmt so oder so nicht.

Die Hisbollah agiert als bewaffneter Staat im Staat. Die libanesische Armee entwaffnet die Gruppe nicht, kontrollieren kann sie die Gruppe ebensowenig.

Aber an diesem Machtfaktor kommt der Libanon nicht herum - das ist ein Fakt, guha.

Das scheue Reh
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Es geht um die Rolle der Hisbollah in Syrien.
Die Hisbollah unterstützt Assad und das wird von den Muslim Brüdern nicht so gern gesehen.

Ohne die Unterstützung Syriens wird die Rolle der Hisbollah geschwächt. Ohne Assad gibt es aber sicher keine Waffenlieferungen mehr.

Lieferungen direkt aus dem Iran vorbei an der libanesischen Regierung werden auch schwierig sein.

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