Südsteirische Grundner Stuck und Putz insolvent

30. Jänner 2012, 17:27

Graz - Die südsteirische Grundner Stuck und Putz GmbH mit Sitz in St. Veit am Vogau (Bezirk Leibnitz) ist insolvent, wie die Kreditschutzverbände AKV und KSV mitteilten. Die Überschuldung beläuft sich auf rund 0,6 Mio. Euro, betroffen sind bis zu 65 Arbeitnehmer und rund 35 Gläubiger. Als Ursache für die Pleite wurde angegeben, dass man zahlreiche Zahlungsausfälle durch Insolvenzen von Kunden hatte. Am Handelsgericht Graz wurde ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt, mit einer 20-prozentigen Quote, zahlbar binnen zwei Jahren.

Die Passiva betragen rund 1,19 Mio. Euro, ihnen stehen Aktiva von rund 0,5 Mio. Euro gegenüber, woraus sich eine Überschuldung von rund 0,6 Mio. Euro ergibt. Hinsichtlich der Insolvenzursachen wurde mitgeteilt, dass das Unternehmen zwar zur im lokalen Bereich größten Innen- und Außenputzfirma aufgestiegen ist, jedoch zahlreiche Forderungsausfälle infolge von Pleiten einzelner Kunden erlitten hatte. Allein bei drei Insolvenzen sei ein Ausfall von mehr als 0,3 Mio. Euro zu verkraften gewesen. Neben den Forderungsausfällen wurden die Mehraufwendungen aufgrund von Reklamationen und Schadensfällen im Jahr 2011 in Höhe von rund 0,2 Mio. Euro als weitere Ursache genannt. Dies alles habe das Geschäftsergebnis entsprechend negativ beeinflusst.

Hauptbetätigungsfeld der Grundner Stuck und Putz GmbH sind Innen- und Außenputzarbeiten sowie die Anbringung von Wärmedämmungs-Verbundsystemen. Saisonbedingt sind die rund 65 Arbeiter derzeit abgemeldet, jedoch haben sie eine Wiedereinstellungszusage für Anfang März 2012. Aufrecht sind momentan nur die Arbeitsverhältnisse von Angestellten.

Die Weiterführung der Firma wird angestrebt. Zu klären wird noch sein, so AKV und KSV, ob die Hausbank mitspiele. Die diesbezüglichen Entscheidungen werden in den nächsten Wochen fallen. Zum Masseverwalter wurde der Grazer Rechtsanwalt Norbert Scherbaum bestellt. (APA)

Bananinger
00
30.1.2012, 19:58

aufgrund der vielen Insolvenzen...

das hat sicher nichts mit der niederlassunggsfreiheit von betrieben innerhalb der eu zu tun.

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