Trainer wurde wie Sportdirektor Zorc um zwei Jahre verlängert - Klopp könnte BVB-Rekordtrainer werden - BVB-Aktie legte nur kurzfristig zu
Dortmund - Der deutsche Fußball-Meister Borussia Dortmund setzt in der sportlichen Führung weiter auf Kontinuität und hat die Verträge mit Trainer Jürgen Klopp und Sportdirektor Michael Zorc vorzeitig um zwei Jahre verlängert. Wie der Bundesligist am Montag mitteilte, laufen die neuen Kontrakte von Klopp und Zorc nun bis 30. Juni 2016.
"Wir freuen uns, dass wir die Verträge so frühzeitig verlängern konnten.
Beide haben in den letzten Jahren hervorragende Arbeit geleistet", sagte
Hans-Joachim Watzke, Vorsitzender der Geschäftsführung, nach der
Vertragsverlängerung von Klopp und Zorc bis Ende Juni 2016. Die ursprünglichen
Verträge waren bis Juni 2014 gelaufen.
Damit hat der Club nicht nur seine Anhänger erfreut, sondern auch einen
Anstieg seiner Wertpapiere an der Börse ausgelöst: Die Investoren reagierten mit
Zukäufen. Die Borussia-Aktie sprang nach Veröffentlichung der Nachricht - in
einem allgemein trüben Marktumfeld - für kurze Zeit um gut 2,4 Prozent auf 2,31
Euro, gab danach allerdings wieder deutlich nach. Sie liegt damit aber
meilenweit unter dem Kurs zum Börsenstart von elf Euro.
"Wir sind doch nicht behämmert"
Klopp, der 2008 vom FSV Mainz 05 zum BVB wechselte, betonte, dass er eine
Riesenlust habe, die Entwicklung des BVB weiter voranzutreiben. Schon im
Winter-Trainingslager sagte der Coach, dass es ihm und seinem Team beim BVB
gefalle. "Wir sind doch nicht behämmert. Ich kann nicht sagen, hier ist es ganz
okay, aber woanders ist es bestimmt besser", sagte Klopp in einem dpa-Interview.
"Ich habe das Glück, bei einem großartigen Verein arbeiten zu dürfen. Dass
uns Borussia Dortmund für einen so langen Zeitraum das Vertrauen schenkt, wissen
wir zu schätzen", sagte der BVB-Coach, dessen Assistenten Zeljko Buvac und Peter
Krawietz ebenfalls an Bord bleiben.
In seinen bisherigen drei Saisonen bei der Borussia kann Klopp beachtliche
Ergebnisse vorweisen: Im ersten Jahr erreichte der Coach mit dem BVB Platz
sechs, ein Jahr später den fünften Rang und in der vergangenen Saison als
Krönung schließlich den Meistertitel. Wenn Klopp seinen Kontrakt bis 30. Juni
2016 erfüllt, ist er der Trainer mit der längsten Amtszeit beim BVB.
Meistercoach Ottmar Hitzfeld hatte den BVB sechs Jahre lang von 1991 bis 1997
trainiert.
Noch länger ist Sportdirektor Zorc dabei. Als Jugendlicher kam der spätere
langjährige Mannschaftskapitän der Dortmunder 1978 zum BVB und absolvierte als
Mittelfeldspieler 463 Spiele für den Club. 1998 wechselte er in das Amt des
Managers und wurde später Sportdirektor. (APA)