Lobby-Arbeit

Musikindustrie wettert gegen Google und Bing

Bericht | 30. Jänner 2012, 14:56
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    screenshot: redaktion

    Die Musikindustrie wirft den Suchmaschinenbetreibern vor, nicht konsequent genug gegen illegale Inhalte vorzugehen.

Würden indirekt den illegalen Download befördern - Suchmaschinen sollen umstrittene Webseiten nicht länger indizieren

Nach außen versuchen Softwarehersteller wie Google und die Musikindustrie, ein möglichst harmonisches Bild abzugeben. Immerhin versuchen beide, von Kooperationen rund um Services wie Google Music zu profitieren, da kommen Streitigkeiten nicht gar so gut. Hinter den Kulissen ist aber längst nicht alles "eitel Sonnenschein". So hat die britische Open Rights Group nun ein internes Lobbying-Dokument aufgetan, mit dem die Musikindustrie Druck auf die Politik zu machen versucht, berichtet der "Guardian".

Wer suchet ...

Darin wirft man Google - und auch anderen Suchmaschinen wie Microsofts Bing - vor, dass sie illegalen Content mit ihren Services indirekt bewerben. Trotz vorgeblicher Anstrengungen der Betreiber habe sich die Situation in den letzten Jahren sogar noch verschlimmert, wer heute nach Musik suche, werde in "überwältigendem Ausmaß" zu rechtlich zweifelhaften Seiten gelenkt. Laut eigenen Untersuchungen würden 16 von 20 Google-Suchergebnissen für aktuelle Chart-Hits auf "bekanntermaßen illegale" Seiten führen. Damit werde legalen Angeboten und den Rechteinhabern direkt geschadet, so die Argumentation.

... der findet ...

Um diesen Zustand zu ändern, fordert man eine Reihe von Maßnahmen. Darunter etwa, dass Seiten, die wiederholt illegale Inhalte anbieten, zur Gänze aus dem Index von Suchmaschinen entfernt werden. Auch sollen offiziell von der Musikindustrie abgesegnete Angebote weiter nach oben gereiht werden, darüber hinaus müsse sichergestellt werden, dass die Suchmaschinen keine Werbung rund um solche Seiten - oder deren mobile Apps - verkaufen.

... so gut wie alles

Von Google heißt es auf dieses Vorwürfe, dass man bereits äußerst aktiv gegen illegale Angebote vorgehe. Im vergangenen Jahr habe man nicht weniger als fünf Millionen illegale Einträge aus dem eigenen Suchmaschinenindex entfernt und 50 Millionen US-Dollar in die Bekämpfung "böser" Werbung gesteckt. (red)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 110
1 2 3
sleepy
00
Vergleich Zuhälter - Musikindustrie

Wieviel bekommt der Dienstleister bezahlt?
Z & M -->> nur einen Bruchteil des dafür bezahlten Preises!

Wie verteidigt man sein Territorium?
Z: -> mit Drohungen, notfalls mit Handgreiflichkeiten, bis hin zu schweren Körperverletzungen & Mord! Bestechung der örtl. Authoritäten.
M: -> mit Drohungen bis hin zur Verkriminalisierung Jugendlicher, Freiheitsentzug, Abmahnungen, Bestechung von Regierungen, Drohungen an Provider & Internetdienstleistern (Google, Yahoo, ISPs, bald YouTube, etc.)

Wie wird verhindert daß Kunden d. Dienstleistung nicht gratis erhalten:
M: Man erschwert das Auffinden für Download-Laien. Geübte Downloader werden wohl sicher wieder einen Weg finden.
Z: Gar nicht, den man weiß, dass die Ehefrau der beste Zubringer ist!

schniggschnagg
 
01
31.1.2012, 15:14
Ja bitte. Tut's des!

Eine tolle Forderung. Denn dann sind illegale Seiten mit herkömmlichen Mitteln nimmer zu finden und es wird der Industrie noch schwerer gemacht nachzuweisen, daß diese Seiten Billionen an Einnahmen verhindern :-) Weil: Was nicht gefunden werden kann, kann ja auch keinen Schaden verursachen! Als ob man Google & Co bräuchte um an "illegale" Seiten zu gelangen...

Dirk W1
01
31.1.2012, 12:13

Allein solche Aktionen sind ein Grund, nix von den Gaunern zu kaufen. Die Künstler profitieren ja eh kaum von Song-Käufen!

P. Buchhaus
01
31.1.2012, 12:08
Unsinnig...

das Thema wird ohnehin bald ad ACTA gelegt^^

SeeTheLight
00
31.1.2012, 10:17
Unfähigkeit & Feindbilder

Es ist schon seit längerem bewiesen dass Content in Youtube aber auch Content der illegal angeboten wird sich auch besser und zahlreicher verkauft wird je mehr er angesehen bzw. runtergeladen wird. Also ist der so genannte illegale Content eigentlich gratis Werbung. Ich glaube auch nicht dass die Musikindustrie das nicht weiß, ich glaube sie versuchen nur ihre eigene Unfähigkeit und seit Jahren sinkende Aktienkurse zu erklären und das geht am besten mit Feindbildern. Kennen wir ja aus der Geschichte und aus der Politik.

Isokolon
03
31.1.2012, 09:43
Metternich wär stolz

Fritz Meyer
16
31.1.2012, 09:08
Die werden früher oder später auch noch die Post angehen.

Allmählich sollte der Dümmste kapiert haben, worum es diesen Content-Dinosauriern geht - der Sicherung ihrer Pfründe. Und um sonst gar nichts.

Mark Syl
00
31.1.2012, 10:28
hm

wenn wer für einen musik-content kohle haben will, ist er also rückschrittlich? ein künstler darf sehr wohl seine kunst verkaufen. wir kaufen auch bilder, bücher etc. wir kaufen tonträger und wir kaufen schmuck, natürlich soll auch musik verkauft werden dürfen. guter content kostet, wer es sich nicht leisten will, soll eben darauf verzichten und nicht absurde geschenkansprüche stellen

Fritz Meyer
04
31.1.2012, 11:05
Rechteinhaber und -verwerter...

SIND KEINE KÜNSTLER!

Carnage
00
31.1.2012, 10:55

nur das die musikindustrie nicht die künstler sind.. die künstler verdienen kaum an CDs

Lim
14
31.1.2012, 10:51

Sicher dürfen Künstler ihre Werke verkaufen, nur welcher Künstler verkauft sein Werk direkt? Ein großteil geht in den veralteten und Bürokratischen machenschaften der Industrie unter und kommt nie beim Künstler an. Und ich weigere mich eine Industrie zu finanzieren die Politiker erpresst und neue Gesetzte nur zu ihrem eigenen nutzen durchbringen will (und damit so ganz nebenbei uns alle Kriminalisiert). Wenn die umdenken würden, ein ordentliches Online Angebot erstellen würden zu fairen Preisen, wäre die ganze "Raubmordkopiererei" von vorneherein zum scheitern verurteilt, weil es im Endeffekt viel zu viel Aufwand ist das Zeug runterzuladen oder Seiten mit nerviger Werbung zu durchforsten.

Mark Syl
00
31.1.2012, 11:11
hm

ganz so ist es eben nicht. ein künstler ist nicht gleich ein guter vermarkter und es sollte klar sein, dass ich mir als künstler einen vermarkter suchen will, der viel bessere möglichkeiten und größeres know how hat, mich zu vermarkten. der vermarkter sitzt an den nötigen quellen und er optimiert meine vermarktung. dass künstler generell diesbezüglich zu sehr abgeschröpft wurden, ist ein anderes kapitel. aber per se haben viele künstler auch profitiert. ohne vermarkter hätte ich viele meiner liebsten bands niemals angehört oder würde sie nicht kennen. es geht auch im auswahl. ich kann mich nicht durch millionen nkünstler wühlen. es gibt fachvermarkter,die hier einen guten job erledigen. das ist ja bloss ein vorwand für die gratis-mentalität

schniggschnagg
 
00
31.1.2012, 15:17
Dann wird's eben Zeit...

...daß sich Künstler auch wirklich einen "besseren" Vermarkter mit KnowHow suchen. Denn die aktuelle Contentindustrie ist weder gut im Marketing, noch im KnowHow! Dank Internet und Hosting-Möglichkeiten ist es jedem Künstler, der nicht einmal eine Computermaus bedienen kann, möglich bei weitem billiger seine Werke im Internet anzubieten! Das Versteifen der Musikindustrie technologisch in den 1980ern bleiben zu wollen hat nichts mit KnowHow zu tun :-)

desteufelsbeitrag
00
31.1.2012, 12:18

Die "Vermarkter", so es sich um ebendiese Majors handelt, die aufgrund ihrer Größe derartiges Lobbying betreiben können, vermarkten aber auch Haufenweise Schrott, den man ebenso mitbezahlt. Dass der superduper Künstler, den man ansonsten unter den Millionen an mediokren Lärmmachern nie gefunden hätte, von dem Geld weniger sieht als beim Direktverkauf im Netz ist dabei nebensächlich.

Und wenn doch wegen der bösen Raubkopierer die CD von mp3s verdrängt wurde, weshalb kann man dann immer noch nicht kostengünstig vermarkten? Zwei Marketinghansln für den Webauftritt und die Verträge mit legalen Downloadportalen kann sich selbst der geizigste Musiker noch leisten.

Mark Syl
00
31.1.2012, 11:12
hm

das gilt auch dann, wenn man sich vor augen hält, dass im internet für z.b. musiker bessere möglichkeiten bestehen. und hier auch über den direkten weg viel erreichbar ist, aber alles meist auf nicht hohem niveau

desteufelsbeitrag
00
31.1.2012, 15:26

Hohes Niveau?

Ich glaube Sie vermischen da Niveau und Größe: Die Zeiten, wo große Labels für hörenswerte Musik standen, sind schon lange vorüber. Wenn man im heutigen Musikmarkt noch durchblicken will, sollte man sich am ehesten an den Plattenladen seines Vertrauens oder einen einschlägigen Blog/ein einschlägiges Magazin halten.

Und wenn man den Sudereien der Majors Glauben schenkt, dann funktionieren deren Vermarktungswege ohnehin nicht, was die Frage aufwirft, weshalb dort so viel Geld reinfließt.

Mark Syl
00
31.1.2012, 17:20
hm

ich spreche z.b. vom metal-segment, da leisten kleine und große labels hervorragende arbeit. das macht alles sinn. ich selbst habe damit zu tun und weiß, dass ohne die labels vieles nicht möglich wäre. eine band ohne label im hintergrund hat weniger chancen auf vielen ebenen. und wegen der klasse der musik. das liegt im auge des betrachters und dieses klischee, dass alles, was bei einem großen label wäre, belanglos ist, ist schwachsinn. teilweise ist es umgekehrt, ich weiß hier, wovon ich spreche, weil ich auch sehr viel ahnung vom underground habe

LeChacal
02
31.1.2012, 08:57
"Auch sollen offiziell von der Musikindustrie abgesegnete Angebote weiter nach oben gereiht werden"

Auch noch Gratiswerbung wollen die, so, so. - Ich fordere die Zerschlagung der Musikindustrie zum Zwecke der Erhaltung der freien Meinungsäußerung in der westlichen Welt.

Shagga Son of Dolf
 
00
31.1.2012, 08:44

Jetzt wiss ma bald wies den Chinesen und Nordkoreanern geht...

In China hat sich Google noch vollgas gewehrt auf irgendeine weise aus ideologischen Gründen zensiert zu werden.Die drecks Musikindustrie deren einzige Ideologie das Geld ist ist da um keinen deut besser!

Shagga Son of Dolf
 
00
31.1.2012, 08:37

Ich pack das einfach nicht.Diese gestörten Contentmafiosi der Musik- und Filmindustrie werdens echt noch schaffen das freie Internet abzudrehen!Und die Regierungen springen klarerweise gerne auf diesen Zug auf.

Wenn Erstere dann endlich einsehen was für ein Monster sie mit ihrer selten blöden Fortschrittsfeindlichkeit erschaffen haben wird es längst zu spät sein.

hsse_robsi
01
31.1.2012, 07:35

könnte ned mal wer die populisten der musikindustrie einsperren?

nehmts auch gliehc die politiker mit, die bei denen am lohnzettl stehen!

dieses ewige gejammer ist ja nix neues aus dieser ecke!!
http://djassi.blogsite.org/?p=1747&t... hallplatte

VwV
05
31.1.2012, 06:57
Mittlerweile sind die ja wahnsinnig

Ich ruf gleich bei Herold an und sag sie sollen in Mayer Bepi aus dem Telefonbuch schmeißen, der verkauft nämlich tschechische Tschick!

Der scheiß mit filesharing, urheberrechten und.... ist schon so ......
Das Inet muss frei bleiben!

WerWieWasWarum
00
31.1.2012, 06:10
Wenn man sieht was in letzter Zeit so los ist...

...möchte man am liebsten wieder das gute alte Henkersbeil rausholen und die ganzen Hunde nen Kopf kürzer machen... tut man aber nicht den im gegensatz zu unseren Chefs in Politik und Medienbereichen (und ich glaube das die Konzerne noch vor der Politik entscheiden was zum tun ist) halten wir uns an das Gesetz... fragt sich nur ob das immer so schlau ist.. könnte man nicht die aktionen einiger Internetaktivisten schon langsam als selbstschutz deklarieren?

HonZ
04
30.1.2012, 23:43

also ich wär ja dafür, dass so ziemlich das ganze internet verboten wird, und nur noch die wichtigsten seiten online sind. seiten der regierungen(nicht kritisch), medien(natürlich zensiert), vlt noch ein paar onlinekaufhäuser(natürlich strengstens kontrolliert), eine allgemeine komunikationsplattform damit dort die kontrolle leichter fällt und evtl noch ein paar seiten mit international annerkanntem wissensinnhalt.

am bessten wäre es, wenn jeder mensch von geburt an einen chip implantiert bekommt, damit er auf schritt und tritt von terrorismus beschützt werden kann. (:
we love our free world

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