Frühkindliche Förderung

Kinder-Gehirn wächst durch mütterliche Zuwendung

31. Jänner 2012, 11:26
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    foto: apa/herbert neubauer

    Joan Luby und ihre Kollegen von der Universität St. Louis hatten 92 Kinder von drei bis sechs Jahren verschiedenen psychologischen Tests unterworfen.

Der Hippocampus ist bei Schulkindern größer, wenn diese als Kleinkind von der Mutter gefördert wurden

Washington - Mütterliche Unterstützung in jungen Jahren zeigt sich US-Forschern zufolge auch im Gehirn. Der Hippocampus, eine Hirnregion, die wichtig ist für Gedächtnis, Emotionen und Stressbewältigung, ist bei Schulkindern größer, wenn diese als Kleinkind von der Mutter stark unterstützt wurden. Das berichten die amerikanische Psychologen in den "Proceedings" der amerikanischen Akademie der Wissenschaften.

Joan Luby und ihre Kollegen von der Universität St. Louis hatten 92 Kinder von drei bis sechs Jahren verschiedenen psychologischen Tests unterworfen. Darunter war auch ein leichter Stresstest, bei dem die Kinder ein bunt verpacktes Geschenk in ihre Reichweite bekamen, es jedoch erst nach acht Minuten öffnen durften. Neben den Reaktionen der Kinder bewerteten die Forscher mit einem Punktesystem auch die Hilfe, Zuwendung und Unterstützung durch die Mutter bei dieser Wartezeit.

Im Schnitt drei Jahre später wurde bei allen Kindern im Magnetresonanztomographen die Größe des Hippocampus im Gehirn gemessen. Dabei zeigte sich, dass diese zwar vom Geschlecht der Kinder, nicht aber von ihrem Alter oder der sozialen Stellung der Eltern geprägt wurde. Dagegen entdeckten die Forscher einen starken statistischen Zusammenhang mit dem beim vorherigen Tests ermittelten "Zuwendungs-Index".

Diese Momentaufnahme könne wahrscheinlich als Hinweis auf die auch langfristig erhaltene Zuwendung als Kleinkind gewertet werden, schreiben die Forscher. Dies zeige, dass die Zuwendung und Unterstützung durch die Mutter wichtige Gehirnregionen anregt und ihre Entwicklung fördert. (APA)

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25 Postings
helm.helm
00
14.5.2012, 10:10
yeah, mütter zurück an den herd, aber dalli!

der ur
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historisch

die ersten stichhaltigen experimente in diese richtung wurden meines wissens mit ratten durchgeführt, bei deren müttern das hormon oxytocin ausgeschaltet wurde, damit sie ihren nachwuchs vernachlässigen. seitdem ist offenbar niemand auf die idee gekommen, jemand anderen als die mütter für den effekt verantwortlich zu machen.

keywords
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ist die apa echt der meinung, es ginge um mütter?

AlBundyFan
 
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hat mich schon in einem anderen medium gewundert

warum es hier immer um mütter geht.

ist es so, daß mütter etwas anderes bewirken als väter oder generell personen, die für das leben des kindes wichtig sind?
denn mMn wäre es schon komisch wenn hier weibliche bezugspersonen eine andere wirkung hätten als männliche....das wäre die eigentliche "sensation"

Thomas Felder1
00

nein, das ist nicht so, welche bezugsperson das ist, ist egal

gastrosoph
01
Das Gehirn

wächst so oder so. Nur die Qualität ist eine unterschiedliche.

siliconvalley
00
31.1.2012, 22:50
gilt das auch fuer Zuwendung seitens der Väter?

oder Großmütter, Opas, ... KindergärtnerInnen?

Wenn nicht, sollten die Väter mehr Haushaltsarbeit übernehmen, damit sich die Mutter ausschliesslich dem Bauxerl widmen kann ;-)

just my 2g Senf
03
Der Artikel auf orf.at sagt dazu:

"... Diese Momentaufnahme könne wahrscheinlich als Hinweis auf die auch langfristig erhaltene Zuwendung als Kleinkind gewertet werden, schreiben die Forscher. Dies zeige, dass die Zuwendung und Unterstützung durch die Mutter wichtige Gehirnregionen anregt und ihre Entwicklung fördert.

Oder noch genauer: durch die erste Bezugsperson. Denn obwohl nahezu alle Studienteilnehmer Kinder und ihre Mütter waren, gab es auch ein paar Ausnahmen. Deshalb erwarten die Forscher, "dass der beobachtete Effekt jede Hauptbezugsperson betrifft, gleichgültig ob es sich um Mutter, Vater, Großvater oder jemand anderen handelt." ..."

Angelika70
24
31.1.2012, 15:06

Väter, Pflegeeltern, Großeltern, alle egal.
Nur die Mutter zählt - wurscht, welch desinteressierte Krot das ist.

Mit solchen "Studien" wollen die Amis nur ihre hinterwäldlerische Moral des Bible Belt untermauern.

Uninteressant für jeden aufgeklärten Menschen.

Dance
05
31.1.2012, 20:50

Das originale abstract schließt mit einem Hinweis auf die positive Wirkung elterlicher Zuwendung; es ist die APA, die daraus rein mütterlicher Zuwendung folgert.

Neuer Nick neues Glück
22
31.1.2012, 16:28

Immer wieder ein Ärger, wenn einem wissenschaftliche Erkenntnisse so rein gar nicht in die Ideologie passen, gell?

K. K. Lacke
00
31.1.2012, 17:07
*hust* das war aber ein Eigentor, gell?

Angelika70: 1
neuer Nick neues Glück: 0

okami
00
31.1.2012, 18:05
Wieso Eigentor?

just my 2g Senf
00

Weil es egal laut den Forschungsergebnissen egal ist, ob es die Mutter oder eine andere "erste Bezugsperson" ist. Wer es nicht auf englisch lesen mag, findet diesen Schluss auch hier: http://science.orf.at/stories/1693946/

Somit hat Angelika70 Recht, Neuer Nick (NNnG) nicht. - Wobei man NNnG zugute halten muss, dass dieses Ergebnis im Standard-Artikel nicht herauskommt.

Neuer Nick neues Glück
00

Äh... Darauf hat sich aber auch Angelika70 nicht bezogen.

just my 2g Senf
00

Gut, ich habe jetzt unterstellt, dass sie den Artikel wie ich schon an anderer Stelle gelesen hat und davon ausging, dass es sich hier um den selben handelt - und darum so kommentierte.

Neuer Nick neues Glück
00
31.1.2012, 18:56

Weil die K. K. Lacke es mit Logik nicht so hat.

Simba
12
31.1.2012, 14:40
na zum Glück

sind die Väter anscheinend wurscht. Kein Wunder, dass die Kinder bei Scheidungen immer der Mutter aufgehalst werden.

Tethys
16
31.1.2012, 13:17

Ausschließlich durch die Mutter oder durch eine Bezugsperson?

K. K. Lacke
32
31.1.2012, 14:03
ja, nur die Mutter

warum man nicht auf die Idee kommt das mit Vätern auch zu testen ist eh klar.

Gleichstellung ist kein politisches Ziel des Feminismus, Frauenförderung und Bevorzugung hingegen schon.

Und um diese zu rechtfertigen braucht man "wissenschaftliche" "Studien" aka Auftragsarbeiten von Pseudo-WissenschaftlerInnen

siliconvalley
02
31.1.2012, 22:53
wir können ja fragen, warum mit Vätern nicht getestet wurde

"To whom correspondence should be addressed. E-mail: lubyj@psychiatry.wustl.edu"

Vermutlich haben die einfach nicht genug Kinder fuer die Studie gefunden, die von stay-at-home Vätern versorgt wurden, während das bei Frauen nicht so schwierig ist. Reflektiert einfach gesellschaftliche Gegebenheiten.

astemp79
02
31.1.2012, 12:25
Und wieder ein Grund mehr

kleine Kinder in Horte und Kindergärten zu stecken.

ral9005
011
31.1.2012, 12:19

und die väterliche zuwendung ist wurscht, oder wie?

Amalrich
 
00

Nunja, die finanzielle wahrscheinlich nicht... ;-)

just my 2g Senf
03

Nein, aber der Standard-Artikel ist um eine wesentliche Erkenntnis gekürzt. Mehr steht hier: science.orf.at/stories/1693946/

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