ELGA - Wiener Ärzte zu 95 Prozent dagegen

30. Jänner 2012, 13:43

Mitgliederbefragung mit 34 Prozent Beteiligung

Die Wiener Ärztekammer hat sich ihre ablehnende Haltung gegenüber der elektronischen Gesundheitsakte ELGA in einer Mitgliederbefragung bestätigen lassen. 95 Prozent sind demnach gegen die Gesetzespläne von Gesundheitsminister Alois Stöger, vermeldete die Kammer am Montag in einer Aussendung. Teilgenommen haben mehr als 3.500 Ärzte, das sind 34 Prozent der Kammermitglieder.

Kassen- und Wahlärzte

84 Prozent der befragten Ärzte halten ein ELGA-System grundsätzlich für keine prioritäre Versorgungsverbesserung, wobei diese Ansicht bei Kassen- und Wahlärzten mit 90 bzw. 88 Prozent stärker vertreten ist als bei Spitalsärzten mit 78 Prozent. Für eine freiwillige Teilnahme statt der geplanten ärztlichen ELGA-Pflicht sind 88 Prozent der Wiener Ärztekammer-Mitglieder. (APA)

Ich_wills_wissen
10
12.2.2012, 15:15
die Panikmache der ÄK ist skandalös

Die techn. Vorraussetzung für einen SICHEREN Betrieb sind machbar!
Es geht wie so oft um Kohle:
- keine Mehrfachuntersuchungen
- keine Mehrfachverschreibungen - von verschied.
Ärtzten in Summe 5 Schmerzmittel!
- keine undokumentierten nachträglichen Korrekturen
in den Akten
ELGA bietet - richtig umgesetzt - eine Chance auf Qualitätsverbesserung bei gleichzeitiger Kostensenkung.
Die Verlierer - Ärtzte und Pharmakonzerne haben leider eine sehr mächtige Lobby und schüren das Angstgespenst.

Metternichmich!
00
Ärzte waren auch gegen Händewaschen

was tausenden das Leben kostete.
http://de.wikipedia.org/wiki/Semm... eis-Reflex

Zwonko die Ratte
01
Die ÄK ist ein Wahnsinn...

... senden einem 5x die Woche Anti ELGA Spam per Post zu und sekkieren einen mit nicht erwünschten Umfrageanrufen. Kein Wunder, dass die Ärzte dagegen sind: Bei der Propaganda, die betrieben wird!

dieter tiefensteppe
11

es ergeben sich hierbei ein paar fragen für mich.

1. welche firma wird beauftrage jenes system zu installieren? oh elga selbst lol

2. sicherheit?!

3. was soll elga heissen? egal - we going to fuck you?
elektronische gesundheitsakte wäre wohl -> EG

ich als patient, sehe darin keinerlei vorteile. klingt mir eher nach einer schwachsinnigen idee mit dem hintergedanken der perfekten manipulation möglichkeit von gesundheitsdaten. oder nach einem billigen film. und wenn sogar die wiener ärtze darin keinerlei vorteile sehen, wirds wohl auch stimmen. den es ist ja schliesslich deren arbeitszeit. na nit in österreich, dafür ist österreich nicht reif genung!

DerWotan
01
31.1.2012, 00:30

Da ging es auch um ELGA in der zurzeit vorliegenden Form, inkl. Sicherheitsbedenken und vielen offenen Fragen, die noch zu klären sind!

Klar sind die Ärzte dagegen, wenn sie die Umstellung selbst bezahlen müssen.

Wäre ELGA ein durchdachter Vorschlag würde die Sache anders wohl aussehen...

j.e.e.k
 
00
31.1.2012, 14:37
Und wer fragt die Patienten?

Klar das die Ärzte dagegen sind, denn die Nutznießer wären ja die Patienten. Arzte hätten ja einen zusätzlichen Aufwand, das wiegt natürlich schwerer als jede Hilfe die schlussendlich dem Patienten zu Gute kommt. Wenn ich mich da an eine Diskussionsrunde er, wo die Kammervertreterin der Ärzte derart von keine Ahnung von dem System hatte und nur durch Schüren von (unbegründeter) Ängste und Bedenken glänzte, dann wundert mich die Haltung der "Kammermitglieder" kein bisschen!
Ich möchte mich als Laie nicht ständig bei verschiedenen Ärzten mit der gleichen Krankengeschichte erklären müssen und schon gar nicht zumutbar für schwerkranke und alte Personen ... - endlich gäbe es eine Infrastruktur, wo Ärzte Information von Ärzten empfangen könnten!

DieFizinuss
23
30.1.2012, 22:34

dann sollen sie mal die Patienten befragen, da sind wohl 99% dafür. und wem sollen die ärzte nun dienen - sich selbst (der kammer) oder dem patienten?

Doul
 
00
30.1.2012, 22:33

Das hier erklärt jetzt nämlich einfach alles:
http://derstandard.at/132650398... eitsformel

checkmate
12
30.1.2012, 19:52

wobei natürlich niemand die Zahlen der Kammer überprüfen kann, was natürlich besonders praktisch ist, wenn die Kammer dagegen ist.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.