Deutschland

E-Autos mit schlechter Klimabilanz

30. Jänner 2012, 12:24

Elektroautos tragen laut dem deutschen Öko-Institut bei weitem nicht so viel zum Klimaschutz bei wie gemeinhin angenommen

Berlin - Elektroautos tragen bei weitem nicht so viel zum Klimaschutz bei wie geheimhin gerne geglaubt. Dies geht aus einer Untersuchung des Öko-Institus für das deutsche Umweltministerium hervor, wie die "tageszeitung" am Montag berichtete. Im Gegenteil führe der Ausbau der Elektromobilität zu einer größeren Klimabelastung. Demnach würden zwar durch einen Ausbau der Elektroflotte auf eine Million Fahrzeuge bis zum Jahr 2022 die Treibhausgasemissionen im Verkehrsbereich um sechs Prozent sinken. Mit effizienteren Benzinmotoren ließen sich aber 25 Prozent einsparen.

Den Grund für die schlechte Klimabilanz sieht das Öko-Institut dem Bericht zufolge in den Strommengen, die durch Elektroautos verbraucht werden. Die Klimabilanz wäre demnach nur ausgewogen, wenn diese zusätzlich notwendigen Kapazitäten erneuerbarer Energie in den Strommarkt eingeführt würden. Anderenfalls würden die Elektroautos den vorhandenen Öko-Anteil am Strom belasten. Anderen Verbrauchern bliebe nur die Nutzung von Strom, der auf klimaschädlicherem Wege erzeugt wurde - etwa aus Kohle.

Derweil dürften Elektroautos laut Europas größtem Autohersteller Volkswagen in den kommenden Jahren ein Nischenprodukt bleiben. "Viele, viele Jahre werden wir noch mit dem Verbrennungsmotor unterwegs sein", sagte der Konzernbeauftragte für den Bereich Elektroautos, Rudolf Krebs, dem "Tagesspiegel" vom Montag. "Elektroautos werden in einer Marktnische erfolgreich sein und nicht alle Kundenwünsche erfüllen können." Sie seien ideal für die Stadt, für Pendler, für den Lieferverkehr und als Zweitwagen. "Wir dürfen den Kunden deshalb nicht vorgaukeln, dass wir über Nacht alles elektrisch machen." (APA)

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Mathias Steinlaus
 
00
31.1.2012, 12:37
Derweil dürften Elektroautos laut Europas größtem Autohersteller Volkswagen in den kommenden Jahren ein Nischenprodukt bleiben.

Nun, dann werden wir in 20 Jahren nur noch Toyota (Lexus u. diverse andere Hybridmodelle) und Renault auf dem Automarkt haben ... VW goes Nokia & Co ...

Nur blöd, daß in diesem Fall keine jugendlichen RaubmordkopiererInnen beschuldigt werden können ;-)

Blubert
00
31.1.2012, 14:25

@Mathias Steinlaus "Nur blöd, daß in diesem Fall keine jugendlichen RaubmordkopiererInnen beschuldigt werden können"

Wieso ? Geht eh. Is ja wurscht.

ein Kornfeld im Bett
00
31.1.2012, 12:35
Was wirklich in der Studie steht...

Was wirklich in der Studie steht...
im Original auf der Seite des Ökoinstituts nachzulesen:
http://www.oeko.de/aktuelles... k/1300.php

Auf Deutschlands Straßen könnten im Jahr 2030 bis zu sechs Millionen Elektrofahrzeuge unterwegs sein. Beziehen diese den Strom zum Fahren aus zusätzlichen erneuerbaren Energien, fahren sie emissionsfrei und können einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. (...)

nix fir unguad
01
31.1.2012, 16:20
Nur ist es ein feuchter Traum dass all die Autos durch zusätzlichen EE-Strom geladen werden können

Andreas Prucha
00

Dann würden sich aber vielleicht die diversen Windkraft- und Solaranlagen wieder auszahlen, wenn E-Autos mit Strom-Überschüssen geladen werden (ähnlich dem "Nachtstrom"). Wenn ein Auto irgendwo parkend an der Leitung hängt muss jo ned dauernd Strom anliegen.

Raven6
01
31.1.2012, 12:25
Elektroautos laut Europas größtem Autohersteller Volkswagen in den kommenden Jahren ein Nischenprodukt bleiben

Nokia hat auch geglaubt die Welt dreht sich nicht weiter und plötzlich wurde es Nacht im Konzern!

Ohne Gurt im Ionensturm
01
31.1.2012, 12:52

So lange die kapazität der akkus so gering ist bleibts ein nischenprodukt.

. g.bac
02
31.1.2012, 12:01
der fundamentale unterschied

bei der produktion für die energie der elektro-autos kann jeder Konsument/Politik/Wirtschaft noch einfluss auf die herstellungsart des stroms erzeugen und die produktion auch schrittweise umstellen.

bei einem benzinauto kann nur erdöl verbrannt werden.

abgesehen davon, glaubt man grünen unkenrufen ist es mit dem erdöl sowieso bald vorbei, und dann KANN der strom nur mehr ökologisch gewonnen werden. :)

Na Er halt
 
01
31.1.2012, 11:45

Na uiiii... das ist ja eine ganz neue Meldung. Sorry... aber das ist seit Jahren klar, dass der Strom dann nicht durch verbrennen von Kohle erzeugt werden darf...

Sogenet
11
31.1.2012, 11:36
Zu kurz gedacht. Der Strom ist nicht das Hauptproblem in der Umweltbilanz.

Die Herstellung ist viel proplematischer, vor rallem der Batterien. Bei den Batterien wird wirklich jede romatische Vorstellung von der Umweltfreundlichkeit der Elektroautos zu Grabe getragen.

SeeTheLight
00
31.1.2012, 14:03
reibungslos

Na zum Glück belastet die Erdöl – Förderung die Umwelt überhaupt nicht. Und Riesen – Tankschiffe, Bohrinseln und teilweise beheizte (!) Pipelines die durch die halbe Welt gehen laufen immer reibungslos und unfallfrei………..

WBR
00
31.1.2012, 13:29
Vermutlich ein Märchen

Diese Behauptung taucht immer wieder auf, in der Regel ohne Beleg.
Nach dem was ich dazu bisher gelesen habe, spielt der Akku für die Ökobilanz eines Elektroautos nur eine geringe Rolle.

Schließlich werden heute keine NiCd-Akkus mehr verwendet.

Ohne Gurt im Ionensturm
00
31.1.2012, 12:52

Bei der erdölförderung/raffinierung nicht?

Sogenet
00
31.1.2012, 13:26
E-Autos sollen ja gerade dazu eine Alternative darstellen und werden als "GRÜNE" Technologie vermarktet

solarenergy
02
31.1.2012, 11:32
Erneuerbare Energien für nachhaltige Mobilität

sogar wenn,die Bilanz schlechter wäre, hätte die e-mobilität
den Vorteil: Erstens keine Abgase zu produzieren und was noch viel wichtiger ist: die Unabhängigkeit von fossilen Energien!
Vor ein paar Jahren haben wir in Europa noch um 100 mrd öl und gas importiert.
Heute sind es 320 mrd und keiner kann uns sagen wieviel die Öl und Gaspreise in Zukunft sind.

Aber wir wissen wenn man heute ein Windkraftwerke oder Photovoltaik-Kraftwerke aufstellt,
was sie uns in den nächsten 20 jahren kosten werden.

Christine Berndl
03
31.1.2012, 10:52
Diese Aussage ist Schwachsinn!

In Österreich beträgt der Anteil an erneuerbaren Energien etwa 70% ( In D etwa 20%)
Außerdem hat ein Elektromotor einen Wirkungsgrad von 90%, ein Verbrennungsmoror hingegen nur von 25%
http://elektrotrieb.cybersoft.at
Jeder Besitzer eines E- Fahrzeuges kann die Klimabilanz zusätzlich verbessern durch Bezug von zertifizierten Ökostrom ( umweltzeichen Grüner Strom) z. B Alpen Adria Energie Naturstrom und/ oder mit Strom einer Photovoltaikanlage.

Ohne Gurt im Ionensturm
10
31.1.2012, 12:55

Da der ökostom nicht unendlich verfügbar ist stimmt der letzte absatz halt nicht. Wenn du mit dem elektroauto ökostrom einkaufst fehlt er anderswo. Oder er wird halt wie bei bioprodukten aus süditalien "irgendwo" umetiketiert ;-)

Christine Berndl
00
31.1.2012, 13:31

Da die Alpen Adria Energie Naturstrom, kontrolliert vom Umweltzeichen, nicht mit Zertifikaten Strom reinwäscht und nur reine Ökostromkraftwerke besitzt, kann der Strom auch keinem anderen Stromkunden fehlen.
Es gibt hier nicht, so wie bei anderen Energieversorgern eine " saubere Tasche" für Privatkunden und eine "schmutzige Tasche" für Groß-und Industriekunden, wo buchhaltärisch hin- und hergeschoben werden kann.

burnout...das beim auto
00
31.1.2012, 10:39
na geh.

fahrzeuge schauten bisher so aus wie sie aussehen, weil sie an die jeweilige energiequelle optimal angepasst waren. durch den wandel der quelle, muss sich auch das fahrzeugkonzept ändern. neuen wein in alte schläuche zu füllen, war schon in der bibel verpönt.
darum wird das auto in der jetzigen form, genauso wie das ursprüngliche fahrrad nicht in seiner grundkonzeption gleichbleiben. es muss eine radikale überarbeitung des gesamtkonzeptes geben.
mein vorschlag:
mix aus folgendem:
1.human power für luft- und rollwiderstand
2.mechanische energierekuperation für beschleunigung-bzw. bremsenergie
3.elektroantrieb für steigungswiderstand.
also ein multihybridfahrzeug, das sich diesem konzept anpasst wird gewinnen! (im stadtverkehr)

Ohne Gurt im Ionensturm
00
31.1.2012, 12:56

du meinst eine rikscha mit hilfsmotor?

SeeTheLight
03
31.1.2012, 10:38
für & gegen

Erstens mal werden durch die Elektroautos und Elektromotorräder Abgase, Feinstaub und Lärm in den Wohngebieten vermieden. Zweitens wurde Otto und Diesel – Motor Ende des 18 Jahrhunderts erfunden und seither ständig optimiert. Warum sollen gerade in den nächsten 10 Jahren plötzlich Einsparungsmaßnahmen von 25 % gefunden werden. Drittens wir die Förderung von alternativen Energien seit geraumer Zeit von der Erdöl und Atomlobby verhindert und boykottiert, was durch nichts zu rechtfertigen ist, seit steigenden Energiepreisen von bis zu 20 % ist da ein nicht – Handeln der Politik einfach ein Akt gegen die Menschen.

Sand
02
31.1.2012, 10:34
Mit anderen Worten

Ich soll den Elektro-Rasenmäher, die Elektro-Heckenschere, den Elektro-Kärcher, den Elektro-Staubsauger, Elektro-Bohrer entsorgen und funkelnagelneue Benzin-getriebene Geräte kaufen. Nur der positiven Klimabilanz wegen?
lol

Sarang He
02
31.1.2012, 09:47
Komisch

das Ökoinstitut selbst kommt zu anderen Ergebnissen als dieser Artikel suggeriert.

Nur wenn man von worst-case Szenarien bei der Stromerzeugung ausgeht und es schafft gleichzeitig den Treibstoffbedarf bei Benzinern bis 2030 deutlich gegenüber heute zu reduzieren hat ein kleiner Benziner etwas geringere CO2-Emissionen.

JohnP
00
31.1.2012, 09:36

selbst wenn es derzeit so sein sollte, das e-mobilität (noch) nicht nachhaltiger ist als herkömmliche mobilität, so wird der umstieg auf e-mobilität absolut notwendig sein.

....und somit noch viel notwendiger wird der massive ausbau an alternativer stromerzeugung sein!

Blubert
01
31.1.2012, 08:55
"Studie" :-)

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