Komplett-Rückzug aus Österreich aber "nicht denkbar" - Strabag und Immofinanz buhlen um EVN-Tochter First Facility
Das börsenotierte Immobilien-Unternehmen Conwert sieht in Österreich weiterhin einen "ganz klaren Verkäufermarkt" und will dementsprechend sein Österreich-Portfolio von einer Milliarde Euro auf rund 500 Millionen Euro halbieren. Einen völligen Rückzug aus der Alpenrepublik hält Verwaltungsratschef Johannes Meran aber für "nicht denkbar", wie er dem "Kurier" sagte. "Geld verdienen wir nur, indem wir Häuser kaufen, sanieren und die Wohnungen einzeln abverkaufen. Das ist seit jeher unsere Kernkompetenz und das wollen wir auch weiterhin tun", so Meran in einem Interview mit der Tageszeitung. In Deutschland, wo der Markt vor allem in Berlin weiterhin "boomt", will Conwert weiter wachsen.
Die Aktien der Mitte 2010 mehrheitlich übernommenen Eco Business-Immobilien, an der Conwert rund 96 Prozent hält, werden "nicht vor 2014" von der Wiener Börse genommen werden, kündigte Meran weiters an.
Strabag und Immofinanz buhlen um First Facility
Zukaufen wollen hingegen die Strabag und die Immofinanz. Die beiden Konzerne "buhlen" regelrecht um die Facility-Management-Tochter der EVN, die "First Facility", wie das "WirtschaftsBlatt" berichtet. Die EVN will sich auf das Kerngeschäft konzentrieren, der Verkaufsprozess laufe bereits und soll bis 10. Februar abgeschlossen sein, wird EVN-Sprecher Stefan Zach in der Zeitung zitiert.
Beim Preis würden die in
der Branche üblichen Multiples auf einen zweistelligen Millionenbetrag
deuten, heißt es im Bericht. 2010 setzte der Facility-Management-Ableger des niederösterreichischen Energieversorgers mit 240 Mitarbeitern rund 22 Mio. Euro um. (red)