Conwert will 500 Mio. aus Verkäufen lukrieren

30. Jänner 2012, 12:22

Komplett-Rückzug aus Österreich aber "nicht denkbar" - Strabag und Immofinanz buhlen um EVN-Tochter First Facility

Das börsenotierte Immobilien-Unternehmen Conwert sieht in Österreich weiterhin einen "ganz klaren Verkäufermarkt" und will dementsprechend sein Österreich-Portfolio von einer Milliarde Euro auf rund 500 Millionen Euro halbieren. Einen völligen Rückzug aus der Alpenrepublik hält Verwaltungsratschef Johannes Meran aber für "nicht denkbar", wie er dem "Kurier" sagte. "Geld verdienen wir nur, indem wir Häuser kaufen, sanieren und die Wohnungen einzeln abverkaufen. Das ist seit jeher unsere Kernkompetenz und das wollen wir auch weiterhin tun", so Meran in einem Interview mit der Tageszeitung. In Deutschland, wo der Markt vor allem in Berlin weiterhin "boomt", will Conwert weiter wachsen.

Die Aktien der Mitte 2010 mehrheitlich übernommenen Eco Business-Immobilien, an der Conwert rund 96 Prozent hält, werden "nicht vor 2014" von der Wiener Börse genommen werden, kündigte Meran weiters an.

Strabag und Immofinanz buhlen um First Facility

Zukaufen wollen hingegen die Strabag und die Immofinanz. Die beiden Konzerne "buhlen" regelrecht um die Facility-Management-Tochter der EVN, die "First Facility", wie das "WirtschaftsBlatt" berichtet. Die EVN will sich auf das Kerngeschäft konzentrieren, der Verkaufsprozess laufe bereits und soll bis 10. Februar abgeschlossen sein, wird EVN-Sprecher Stefan Zach in der Zeitung zitiert. 

Beim Preis würden die in der Branche üblichen Multiples auf einen zweistelligen Millionenbetrag deuten, heißt es im Bericht. 2010 setzte der Facility-Management-Ableger des niederösterreichischen Energieversorgers mit 240 Mitarbeitern rund 22 Mio. Euro um. (red)

Kommentar posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.