Kindle Fire ist das meistverkaufte Android-Tablet

30. Jänner 2012, 12:56
39 Postings

In weniger als vier Monaten stürmte das Amazon-Tablet an die Spitze

Laut einem Bericht der Analysten von Flurry ist das Amazon-Tablet Kindle Fire das meistverkaufte Android-Tablet. Das Fire hat in den letzten drei Monaten rasant Fahrt aufgenommen. Im November machte das Kindle Fire nur drei Prozent aller verkauften Android-Tablets aus. Im Jänner waren es bereits 35,7 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte mehr als beim Galaxy Tab von Samsung. Im November hatte Samsungs Tablet noch 63 Prozent.

Tablet-Markt wächst stark

Der Tablet-Markt verzeichnet überhaupt ein starkes Wachstum. Laut einer Studie von Strategy Analytics wurden im gesamten Jahr 2011 66,9 Millionen Tablets verkauft. Das war eine Steigerung um 260 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Alleine im vierten Quartal wurden 26,8 Millionen Stück verkauft. Klarer Marktführer bleibt das iPad, allerdings mit Verlusten. Android-Tablets konnten ihren Marktanteil von 29 auf 39 Prozent steigern. Die treibende Kraft dahinter: das Kindle Fire.

Tracking-Code

Flurry hat in mehr als 100.000 Apps einen Tracking-Code integriert. Damit kann die Firma laut eigenen Angaben über 20 Prozent aller Nutzer-Sessions auf 90 Prozent aller Android-Geräte verfolgen. Als Session definiert das Unternehmen das Starten und anschließende Beenden (oder ein Pause von mehr als zehn Sekunden) einer App.

Content

Für die Analysten von Flurry ist der Erfolg von Amazons Tablet vor allem auf die stark angepasste Oberfläche von Android und die Einbindung von Amazon-Content wie Büchern, Filmen und Musik zurückzuführen. Die enge Verknüpfung von Hardware und Software erinnere mehr an Apple als an Android. Amazon umgeht mit einem eigenen App Store auch den Android Market und generiert so zusätzlich Geld.

Mehr Einnahmen für Entwickler

Und das funktioniert gut. Wie Flurry zeigt, werden auf das Kindle Fire 2,53-mal mehr kostenpflichtige Apps heruntergeladen als auf das Samsung Galaxy Tab. Für die Ermittlung der Daten zog Flurry fünf kostenpflichtige Apps heran, die sowohl im Amazon App Store als auch im Android Market unter den Top-Ten-Apps waren. Damit liefert der Amazon App Store den Entwicklern mehr direkte Einnahmen als der Android Market.

Eigene Infrastruktur

Weitere Vorteile hat Amazon, da es seine eigene Cloud- und E-Commerce-Infrastruktur nutzt, seinen eigenen Store betreibt und im Besitz der größten Kreditkartenkonten-Sammlung der Welt ist. Nutzer müssen ihren Kindle Fire entweder mit einem bereits existierenden Amazon-Konto verknüpfen oder ihre Kreditkarten-Informationen eingeben.

Billige Hardware

Amazon kann das Kindle Fire deswegen billig um 199 US-Dollar verkaufen, weil das eigentliche Geld mit dem digitalen Content verdient wird. Mit der Anpassung des Betriebssystems hat Amazon möglicherweise auch den Umgang der Hersteller mit Amazon verändert.

Nur in den USA

Das Kindle Fire sowie viele Online-Services von Amazon sind momentan nur in den USA verfügbar. Ob und wann das Tablet und die Services auch in Österreich erhältlich sind, ist nicht bekannt. (soc)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Beim Kindle Fire steht der Content im Mittelpunkt.

  • Vergrößern 600 x 443
    foto: flurry
Share if you care.