Leserkommentar: Kunst und Käse

Leser-Kommentar | 30. Jänner 2012, 10:20

Die aktuelle Debatte um Urheberrechtsverschärfungen greift in vielen Punkten zu kurz und muss mit der Frage verknüpft werden, woran KünstlerInnen prinzipiell verdienen soll(t)en

Innovative und experimentelle Kunst will Fragen stellen, gesellschaftliche Strukturen durchleuchten, eingeübte Seh-, Hör- und Denkgewohnheiten infrage stellen, unerhörte sinnliche Erfahrungen vermitteln und Rechte für die Entrechteten einfordern. Rechthaberei ist eher selten ihre Sache. Insofern weckt die Behauptung "Kunst hat Recht" Aufmerksamkeit. Worum geht es?

KünstlerInnen gegen Sozialpartnerlobby

Damit der Einnahmenverlust der KünstlerInnen durch das private Weiterkopieren ihrer Werke ausgeglichen wird, gibt es eine Leerkassettenabgabe, die von den Verwertungsgesellschaften kassiert und an ihre Mitglieder ausgeschüttet wird. Da der Verkauf von CDs, DVDs und Kassetten aber zurückgeht, schrumpft diese Summe dramatisch. Der Versuch, diese Abgabe auf heutige Speicher- und Kopiermedien auszuweiten - sprich auf Festplatten, Server und Computer-, biss auf den Granit eines sozialpartnerschaftlichen Lobbyings von Wirtschaftskammer und Arbeiterkammer.

Um hier Druck zu machen, starteten die Verwertungsgesellschaften für Musik, AustroMechana und AKM, und die Verwertungsgesellschaft für Texte, LiterarMechana, die Kampagne "Kunst hat Recht", die aber leider die Diskussion über die Speichermedienabgabe mit einer Forderung nach strengerem Urheberrechtsschutz für das geistige Eigentum im Internet verknüpfte und damit viele der jüngeren, mit den Konzepten der Tausch- und Geschenkökonomie im Internet sozialisierten KulturmacherInnen verärgerte. Vielleicht ist es ja auch kein Zufall, dass diese Antipirateriekampagne ausgerechnet am Tag vor der Unterzeichnung des heftig umstrittenen ACTA-Geheimabkommens präsentiert wurde.

Geschenkökonomie versus Piratenjagd

Gerade aus einer Perspektive, die nicht die von mitteleuropäischen WohlstandsbürgerInnen ist, hat das Internet dazu beigetragen, dass Wissen, Informationen, Kunstwerke, die früher nur Menschen zugänglich waren, die Zugang zu den Bibliotheken und Museen der reicheren Teile der Welt hatten, nun weltweit für jede und jeden verfügbar sind. Während die ökonomische Chancenungleichheit zwischen "Erster" und "Letzter" Welt in den letzten 20 Jahren eher noch schlimmer wurde, hat sich die Teilhabe an Kultur und Kommunikation weltweit egalisiert.

Diese egalitären Ideale vor Augen, lehnen die Netzcommunitys und PiratInnen alle Versuche ab, das freie Fließen der Informationsströme im Sinne des alten Urheberrechts zu reglementieren - wie die Gesetzesvorhaben SOPA und PIPA in den USA oder das ACTA-Geheimabkommen, das gerade dem EU-Parlament zur Ratifizierung vorliegt. Diese Gesetzesvorstöße werden allerorten von den großen Medienmogulen und ihren Lobbyisten betrieben. Dass österreichische KünstlerInnen sich da vor den Karren der Industrie spannen lassen, mutet seltsam an. Denn um durchzusetzen, dass keiner meiner Texte, meiner Filme im Internet weitergereicht wird, ohne dass man mir etwas dafür bezahlt, muss ich weitreichende Überwachungsinstrumente wollen. Es ist reichlich naiv, wenn Ursula Sedlacek, Mercedes Echerer und Sandra Csillag von der Initiative "Kunst hat Recht" freundlich beteuern, man wolle eh niemanden wegen Gratisdownloads hinter Gitter bringen, nur Ordnungsstrafen sollen ausgesprochen werden. Um die praktizierenden AnhängerInnen der Geschenkökonomie abstrafen zu können - und das ist wohl inzwischen der größere Teil des jüngeren Publikums -, muss man sie ermitteln. Das wird ohne die Vorratsdatenspeicherung, ohne Online-Durchsuchungen, ohne umfassende Beobachtung, wer wann mit wem welche Daten tauscht, nicht funktionieren.

Die Frage, wovon KünstlerInnen denn leben sollen, wenn sie ihre Werke frei im Netz zirkulieren lassen, ohne daran maßgeblich zu verdienen, sollte ausführlich diskutiert werden. Die Antworten werden aber einfallsreicher, zukunftsweisender und origineller sein müssen als ein Pochen auf das Urheberrecht, das im Internet, wenn überhaupt, nur um den Preis von Hyperüberwachung zu haben ist und die egalitären Ansätze geteilten Wissens ebenso bedroht wie den gesamten Sektor der Remix- und Samplekultur.

Unterm Regenschirm im Dachkammerl

Laut einer Studie des BMUKK beträgt unser Durchschnittsverdienst als österreichische Kunstschaffende 4.500 Euro im Jahr, mehr als die Hälfte verdienen weniger als 1.000 Euro im Monat. 76 Prozent müssen mit Tätigkeiten jenseits der Kunstausübung dazuverdienen. Uns armen KulturarbeiterInnen wäre mit einem bedingungslosen Grundeinkommen mit Zuverdienstmöglichkeiten besser gedient als mit Urheberrechtsverschärfungen, zu deren juristischer Durchsetzung wir eh nie die Mittel haben werden.

Viele Hüte: Einnahmenmix

Die wenigsten KünstlerInnen haben ein festes Engagement, eine dauerhafte Anstellung. Fast alle leben wir von einem Einnahmenmix aus Honoraren, Förderungen, Preisgeldern, Eintrittsgeldern, Sponsoring. In manchen Sparten sind Tantiemen und Urheberrechtsvergütungen bedeutsamer, ausschließlich davon leben wird wohl kaum jemand. Wenn mit der Verbreitung der Kopien eines Werkes nicht mehr viel einzulösen ist, muss seine Herstellung, Live-Präsentation etc. besser entlohnt werden.

Kein Unterschied zwischen Kunst und Käse?

Von den VerfechterInnen strengen Urheberrechts ist ständig zu hören, schließlich würde man ja für Wein, Abflussreparaturen und Fahrräder auch bezahlen. Der Vergleich hinkt. Der Käse ist nach dem ersten Mausbiss verspeist, Texte, Musik und Filme werden nicht weniger wert durch häufigen Gebrauch - im Gegenteil: Hohe Zugriffszahlen oder Einschaltquoten steigern das symbolische Kapital der KünstlerInnen. Dafür kann man sich heute nichts kaufen, aber man wird vielleicht morgen eingeladen, gefördert, ausgestellt, beauftragt, gekauft.

Vielleicht sollten wir also aufhören, uns mit Winzerinnen und Butterstampfern zu vergleichen, und uns eher an PolitikerInnen oder LehrerInnen orientieren. Die müssen für ihre Dienstleistungen auch nicht bei jedem jeweils Profitierenden kassieren, sondern werden für ihren Dienst an der Allgemeinheit mit Steuergeldern bezahlt. Diese Steuern oder Abgaben könnten ja sehr spezifisch dort eingehoben werden, wo unsere Arbeit zum Tragen kommt. Weit über die Festplattenabgabe hinaus könnten wir verlangen, aus Abgaben auf Werbung im Internet, Datenmengen, Netzgebühren o. Ä. bezahlt zu werden. Oder wir diskutieren die Einführung einer modernen Variante der guten, alten Vergnügungssteuer, mit der seinerzeit die Gemeindebauten bezahlt wurden.

Hätte es nicht viele Vorteile, nicht mehr darauf angewiesen zu sein, jedes Zeichen und jede Zeile und jede Minute einzeln jemandem zu verkaufen, sondern stattdessen für den Dienst an der Allgemeinheit entlohnt zu werden und nicht über den Verkauf unserer Werke als Waren?

Solche Modelle hätten auch den Vorteil, dass sie die Möglichkeit einer Umverteilung beinhalten: Wenn die Abgabenhöhe sich nach dem Mindesteinkommen im jeweiligen Land richtet, die Ausschüttungen an Kunst- und InformationsarbeiterInnen aber weltweit gleich hoch wären, gäbe es ein gutes Instrument, auf dem Sektor der Kunst und Kultur gerechtere Terms of Trade zu schaffen als in den restlichen Sektoren der Ökonomie.

Originellere Modelle müssen her

Es ist einfacher, "Haltet den Dieb" zu schreien, als hier tatsächlich durchdachte Modelle zu entwerfen, die einerseits weltweit die freie, nichtkommerzielle Nutzung aller Werke ermöglichen, andererseits die aus diesem freien Fluten lukrierten Gewinne an die verteilen, auf deren Arbeit sie gründen.

Ja, und eine Bitte an alle die KünstlerInnen, die die Kampagne "Kunst hat Recht" unterschrieben haben, aber noch ein Che-Guevara-Leiberl im Kasten liegen haben: Bitte ganz schnell entsorgen, ohne dass es wer sieht. Sonst sind Sie völlig unglaubwürdig! Oder zumindest sofort Lizenzgebühren an die Österreichisch-Kubanische Gesellschaft überweisen (Erste Bank, BLZ 20111, Kto-Nr. 297 238 701 00). Die Che-Guevara-Ikone ist nämlich ein illegaler Download aus dem analogen Zeitalter. Fotograf Alberto Korda erhielt nie einen Groschen dafür, dass kapitalistische T-Shirt-Firmen mit seinem kommunistischen Heldenporträt weltweit Unsummen verdienten. Nur von der Wodkamarke Smirnoff erklagte er schließlich 50.000 Dollar. Und spendete sie für kubanische Kinder. So geht's auch. (Leser-Kommentar, Tina Leisch, derStandard.at, 30.1.2012) 

Autorin

Tina Leisch ist Film-, Text- und Theaterarbeiterin, www.kinoki.at, www.gangstergirls.at

Mehr zum Thema

Künstler fordern zeitgemäßes Urheberrecht

Kommentar der anderen von Konrad Becker

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 108
1 2 3
Ben Hemmens
01
16.2.2012, 17:52
Ich habe kein Che-Guevara-Leiberl im Kasten.

Mein letztes bedrucktes Leiberl stammt aus dem Jahr 2008 und darauf stehen die Wörter "Yes WE" auf einer Suppendose.

Nun ist vielleicht gerade an dem Beispiel zu diskutieren, ob ich einen Obolus an die Suppenfirma abliefern sollte. Aber das Leiberl wurde direkt von der Künstlerin bestellt.

Ich bin ganz mit dabei, wenn man meint, dass manche Aspekte des Urheberrechts ans Internet angepasst werden sollten. Aber es braucht mehr als schenken und hoffen, dass was zurückkommt. Es braucht VERBINDLICHE Regelungen. Und die Filesharerei der letzten Jahre ist ganz einfach kriminell. Wenn das nicht klar ist, ist keine Diskussion möglich – aber von den ProtagonistInnen der großen neuen Freiheit höre ich das selten.

Xulu Hulu
00
13.2.2012, 16:31

Bedingungsloses Grundeinkommen als Lösung? Wieso zum Teufel soll die künstlerische Arbeit als Almosen vom Staat bewertet werden?! Diejenigen, die die Leistung konsumieren, sollen auch dafür aufkommen, sollten sie nicht genug haben, kann man ja genau da Zuschüsse anbieten- für die KONSUMENTEN, nicht für die Künstler.

mehrwegkommunikation
11
10.2.2012, 15:10
kunst gegen überwachung

zum mit-liken!
https://www.facebook.com/kunstueberwachung

Xulu Hulu
00
14.2.2012, 07:21

Ich empfinde das nicht als Überwachung, wenn ich im
Schuhladen vor dem Verlassen des Raumes fuer die ausgewaehlten Schuhe zahlen muss. Das würde ein Dieb vermutlich anders sehen.

gestiftelter kater
00

Kunst- und Kulturschaffende sollten sich vor allem gemeinsam gegen ACTA zu Wehr setzen, EU- und weltweit.

Richard Stallman hat es schon 2010 (vor)gemacht:
http://www.fsf.org/campaigns... eclaration

her wig
23
31.1.2012, 20:14

Es ist einfacher, "Haltet den Dieb" zu schreien, als hier tatsächlich durchdachte Modelle zu entwerfen ...

Und daher befürwortet die Autorin, die Diebe gewähren zu lassen, nichts zu tun, ausser beten und hoffen, auf die lieben Piraten, dass die in ihrer "Geschenksökonomie" (welche seltsamer Weise keine Produktion beinhaltet; ich würde sie eher Kriegsökonomie nennen) nicht nur raubkopierte Güter umherschieben sondern auch in die eigene Geldtasche greifen und den Urhebern der konsumierten Werke etwas zukommen lassen...

Ich wünsche einen recht festen Glauben. Und eine hohe Belohnung, nach dem Tod, im Himmel dann. Peace.

Xulu Hulu
00
14.2.2012, 07:23

Sie dürfen nicht vergessen, dass der vorgeschlagene Grundeinkommensvorschlag der Autorin selbst sehr nützen würde.
Scheinbar stuft sie ihre Arbeit als sonst unverkaufbar ein.

Pareidolic
00
31.1.2012, 23:11
Glauben braucht es nicht

denn es gibt Beispiele, z.B. http://www.humblebundle.com/

her wig
01
Schlechte Nachricht

Die Erforschung der P2P-Netze hat ergeben dass Systeme in denen Trittbrettfahren nicht sanktioniert wird nicht nachhaltig funktionieren.

Darüber sollten die Freunde des freien Kopierens laaange nachdenken. Und sich fragen ob sie nicht mit ihren Wunschvorstellungen die Grundlage ihrer schönen neuen Welt ruinieren.

Keyser
20
31.1.2012, 20:07

Wenn "die Künstler" in Österreich nicht von Ihren Werken leben können, liegt es wohl kaum am Internet, sondern eventuell am Desinteresse derer - die konsumieren sollten.

Vor ein paar Jahren wollte man für Sat-Empfänger eine "Künstler-Abgabe" einheben, um die Künstler hier zu Lande zu fördern. 15€+-, da habe ich gesagt, danke - wenn sie meinen, dann kaufe ich mir das Gerät woanders. Plötzlich war es nicht mehr notwendig - und die Abgabe entfiel.

Was will ich damit sagen? Ich zahle, was ich konsumiere - eine pauschale Zahlung haben möchte, nur weil jemand sein Produkt nicht los wird, oder sich durch das Internet - in dem es gratis Kunst zu Hauf gibt in der Existenz gefährdet sieht, hat der jenige Pech gehabt.

Xulu Hulu
01
13.2.2012, 16:32

Es geht darum, dass man von unbezahlten Gratisleistungen nicht leben kann. Es geht nicht darum, dass man gar nicht überleben kann. Thats the diffrence, stupid.

Therapist Waldwitzer
00
31.1.2012, 17:21
"Spiegel-TV"

Keine schlechte Taktik, um ebenfalls Spanner anzulocken. Besser nicht zugreifen, auf diese Adressen. Wer weiß.

BM Stadler-Waldorf
 
24
31.1.2012, 16:39
Quatsch

"Die Frage, wovon KünstlerInnen denn leben sollen, wenn sie ihre Werke frei im Netz zirkulieren lassen, ohne daran maßgeblich zu verdienen, sollte ausführlich diskutiert werden. "

Diese Frage wird jetzt seit ca. 15 Jahren ausführlich diskutiert. Herausgekommen ist nichts. Die prekäre Situation der Kunst- und Kulturschaffenden hat sich während dieser Diskussion stetig verschärft.

Nun ist hoffentlich Schluss mit dieser Heuchelei.

So kann es nicht weitergehen. Ich kann vom Diskutieren nicht leben. Ich will Lizenzeinkommen von meinen Werken.

Die Initiative "Kunst hat Recht" wird nun von mir unterstützt.

Und wenn fladernde Downloader abgemahnt oder bestraft werden, ist es mir auch recht.

"Geschenkökonomie" ist ein lächerliches Unwort.

Pareidolic
11
31.1.2012, 20:08

Welche Art von Werken stellen Sie denn her?

Edmund
00
31.1.2012, 17:53
Wem hilft die Verschärfung des Urheberrechts?

Das große Interesse im Internet an Kunst kommt vermutlich nicht daher, dass das Internet alle Menschen zu Kunstliebhabern gemacht hat. Sondern eher daher, dass mit dem Internet Kunst zugänglicher geworden ist, vor allem was den Aufwand an Zeit und Geld betrifft. Dreht man diese Schraube zurück, wird das Interesse auch wieder sinken.

Am Ende bleibt eine stark gewachsene Zahl von Menschen die für ihre Kunst Geld wollen, und eine stark geschrumpfte Anzahl die bereit sind unter den neuen Bedingungen zu bezahlen. Plus neue Jobs und Geräte, eigentlich zur Durchsetzung der Lizenz-Regeln geschaffen, die auch bezahlt werden sollen.

Dann geht die Leerkassettenabgabe dafür drauf die Leute + Geräte zu bezahlen, die sie einheben.

Wem hilft's?

o0o0o0o0o0o0o
00
31.1.2012, 13:35

künstlerInnen und kunstschaffende sind bitte nicht 1:1 das selbe wie kulturschaffende. für kulturschaffende schaut die wirtschaftliche situation nämlich noch beschissener aus.

Edmund
01
31.1.2012, 12:26
Das Bedauerliche dabei ist, dass die Verwertungsgesellschaften,

genau wie die Verwertungsindustrie, an der Vergangenheit festhalten.

In vielen anderen Rechtsbereichen greifen wir auf 2000 Jahre alte Prinzipien des römischen Rechts zurück. Dagegen ist das Urheberrecht neu, aus gesellschaftlichen und technischen Umständen entstanden die heute nicht mehr massgeblich sind.

Die ersten Anfänge kamen etwa 70 Jahre nach der Erfindung des Buchdrucks auf. Damals hatte aber noch niemand die Idee, es könnte einmal "Books on Demand", Blogs oder die Huffington Post geben.

Die heutige scharfe Form des Urheberrechts ist etwa 20 Jahre alt, also kurz nach der technischen Erfindung des Internet entstanden, aber bevor klar war wohin gesellschaftliche Reise geht - heute kann jeder Künstler sein und veröffentlichen.

her wig
12
31.1.2012, 23:12

Es ist niemandem verwehrt freie Inhalte zu veröffentlichen. Noch dazu wo die Lizenzvorlagen dafür auch frei verfügbar sind, und das Internet viele Kanäle bietet die oftmals auch kostenlos benutzt werden können.

Nein, um das geht es eh nicht. Es geht um Werke die eben nicht zur allgemeinen freien Verfügung hergestellt werden. Um Werke für deren Konsumierung Geld verlangt wird. Wer es nicht zahlen will soll das Konsumieren lassen.

Es wäre so einfach, wenn die armen Opfer nicht praktisch zum Stehlen gezwungen würden durch... ja, was auch immer.

Wirtschaftswachstum
10
31.1.2012, 11:48

"arme KulturarbeiterInnen"? Genderisierter Armsprech sollte nicht verschummeln, dass es sowas wie Entscheidungsfreiheit gibt.

aculus populus
 
30
31.1.2012, 11:22
Die Frage sollte lauten

was ist heute Kunst? Sogar Lady Gaga wird als "Künstlerin" gehandelt.
In Zeiten Michelangelo's war Kunst mit viel Arbeit, Mühe und "Schaffen" verbunden. Im letzten Jahrhundert dagegen hat man viel Bockmist als "Kunst" gehandelt. Sollen wir so etwas unterstützen? Bin eher für: back to the roots.

insertnamehere
 
02
31.1.2012, 11:46
"Sogar Lady Gaga wird als "Künstlerin" gehandelt."

Und wieso genau sollte man das nicht tun?

ueberleser
 
02
31.1.2012, 10:48
klare und gute worte,

denen man nur zustimmen kann.

insertnamehere
 
01
31.1.2012, 10:36
Hm.

Spannend find ich ja, dass man die Gage für den Herrn Korda eben NICHT an unsere Verwertungsgesellschaften (die sich ja um den Schutz der KünstlerInnen bemühen) überweisen soll, sondern an die Österreichisch/Kubanische Gesellschaft.

Schlicht und ergreifend, weil der Korda von einer wie auch immer gearteten Abgabe, die an unsere Verwertungsgesellschaften geht, sowieso nie auch nur einen Cent gesehen hätte, wenn ich das richtig versteh.

Damit sind wir auch schon bei dem Problem, das ich mit der Forderung hab.

Ich behaupte jetzt mal einfach ganz frech, dass der Anteil, den österreichische Künstler am in Österreich heruntergeladenen Kontent haben, EXTREM überschaubar ist.

Wenn sie dafür die GANZE Abgabe kriegen, is das mMn NICHT gerecht.

undead loki
00
29.2.2012, 09:22

die AKM könnte eine Urheberrechtsabgabe auf T-Shirts einheben. z.B.: 5€ Wenn der Herr Korda dann der AKM beitritt bekommt er dann seinen Anteil vom Kuchen.

Was mir noch einfällt, Schulbücher werden passagenweise auf Schultische abgeschrieben. Ich könnte mir eine Urheberrechtsabgabe für diese illegale Raubkopie auch gut vorstellen.

weiters Plakatwände,
Papier,
Finger (Gebärdensprache),
Bäume weil in deren Rinde Herzen rein-raubkopiert-ritzt werden
Schafe weil bei den Wollpullis Muster illegal raubkopiergestrikt (nachgestrikt) werden.

Jägermeister
00
31.1.2012, 10:34
Link zur Online-Petition von AVAAZ - aktuell bereits 1,200.000 Unterzeichner !!!

Unter dem nachfolgenden Link kann man die Online-Petition von AVAAZ gegen die endgültige Umsetzung von ACTA unterzeichnen:

https://secure.avaaz.org/en/eu_sav... ?slideshow

Zur Zeit gibt es bereits über 1,200.000 Unterzeichner !!!

Vorratsdatenspeicherung und ACTA gemeinsam ergeben ein geradezu unheimliches Instrumentarium zu totalen Überwachung der Aktivitäten des Einzelnen - die zur Beschwichtigung gerne vorgebrachte Ansicht, dass die durch die VDS generierte Datenmenge gar nicht ausgewertet werden kann muss m.M. nach erst belegt werden ...

Am 11.2. soll es übrigens - von Deutschland ausgehend - einen AKTIONSTAG GEGEN ACTA geben - man kann nur auf rege Beteiligung auch in Österreich hoffen ...

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 108
1 2 3

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.