Statistik der Regierung

Japans Bevölkerung schrumpft bis 2060 um ein Drittel

30. Jänner 2012, 14:28

Trotz höherer Lebenserwartung wird starker Bevölkerungsrückgang vorausgesagt

Tokio - Japans Bevölkerung wird sich bis ins Jahr 2060 um 30 Prozent reduzieren und nur mehr 86,74 Millionen statt momentan 127,7 Millionen Menschen betragen. Das berichtet die Zeitung "The Mainichi Daily News", die sich auf eine Veröffentlichung des japanischen Gesundheitsministeriums stützt. In den Berechnungen wird davon ausgegangen, dass die Alterung weiter voranschreitet und die Fortpflanzungsrate kaum steigt.

In dem Bericht des Ministeriums heißt es auch, dass bis 2060 der Anteil an Menschen über 65 Jahren auf 39,9 Prozent steigen wird. 2010 betrug dieser nur 23 Prozent. Die 50-Jahres-Prognose wird in Japan alle fünf Jahre vom "Nationalen Forschungsinstitut für Bevölkerung und Sozialsicherheit" erstellt und stützt sich auf offizielle Daten wie Volkszählungen und demografische Statistiken.

Lebenserwartung nach Erdbeben und Tsunami gesunken

Die durchschnittliche Lebenserwartung in Japan ist im Jahr 2011 sowohl für Frauen als auch für Männer etwas gesunken, weil bei dem Erdbeben und dem Tsunami im März 19.000 Menschen ums Leben gekommen waren. Allerdings erwartet das Institut, dass sich in Bälde erneut ein Anstieg abzeichnen wird. Für 2060 sagen die Statistiker voraus, dass die Lebenserwartung von Frauen von derzeit 85,93 auf 90,93 Jahre steigen wird, bei Männern von 79,27 auf 84,19 Jahre.

Die Fortpflanzungsrate in Japan lag im Jahr 2010 bei 1,39 Kindern pro Frau. Laut Prognose soll diese bis 2024 auf 1,33 sinken. Danach wird wieder ein leichter Anstieg erwartet, der 2060 dann 1,35  betragen soll. Allerdings liegt auch dieser Wert weit unter jenen 2,07 Kindern pro Frau, die nötig sind, um einen Bevölkerungsrückgang zu verhindern. (red, derStandard.at, 30.1.2012)

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Posting 1 bis 25 von 132
1 2 3 4
Inconnu
01
jetzt sind die eh schon so klein

und jetzt schrumpfens nochmal ... die armen

Marlon62
00
Die wollen halt wieder

an die früheren Erfolge beim Turnen anknüpfen. Außerdem sind kleine Fliegengewichte auch beim Skispringen im Vorteil.

Herr Gog
00
31.1.2012, 10:12
also 2geht ja

aber die 0,07 stell ich mir schwierig vor :D

Dilbert
00
31.1.2012, 09:50

Kann sich ein Land gesundschrumpfen?

Hans Hosendonner<<3
01
31.1.2012, 09:45
insofern machen es diejapaner besser als wir in europa:

nachdem die in japan ohnehin eine 3x so hohe bevölkerungsdichte haben wie österreich , kann eine bevölkerunggsrückgang nur vorteilhaft sein.
das pensionsproblem lässt sich einfach durch anheben des faktischen pensionslaters um ein paar jährchen lösen.
in japan hat es stets nur sehr beschränkt zuwanderung gegeben, weshalb die arbeitlosigkeit immer niedrig war, und einfache arbeiten sehr schnell durch automatisation ersetzt wurden.
in europa haben wir zwar auch einen natürlichen bevölkerungsrückgang, der wurde aber durch zuwanderung mehr als kompensiert. seit 1980 ist die bevölkerung in Ö von 6,9 mio auf 8,4 mio gestiegen.

Shadow
00
das pensionsproblem lässt sich auch durch produktivitätssteigerung lösen.

was eben vor allem den einsatz von maschinen und automatisierung bedeutet.

Marquis de Sade
 
00
31.1.2012, 09:35

Muss man sich eingehend mit Demographie beschäftigt haben um zu prophezeien, dass eine überalterte Bevölkerungsstruktur, in der wenig Kinder nachkommen nach 30 Jahren "oben" wieder etwas schlanker wird? Denke nein...

bei uns übrigens das gleiche, wenn auch nicht so extrem. Und noch mehr auf dem Jobmarkt. In ca 10 Jahren wird es interessant.

rggre rewqfew
01
31.1.2012, 10:27

nein. denn auch die nächsten generationen haben ja eine fortpflanzungsrate unter dem selbsterhalt. i.e., die alten werden in der nächsten generation zwar weniger sein, aber die jungen noch weniger.

Marquis de Sade
 
00
31.1.2012, 11:30
noch ernster wird es, wenn man den Jobmarkt hier abliest

Ein Blick hierauf

http://www.statistik.at/web_de/st... 023427.pdf

zeigt, dass die größte Gruppe 50 - 54 ist. Die fangen in 10 Jahren langsam an in Pension zu gehen. Bei denen, die ins arbeitsfähige alter kommen, sind es aber min 150.000 weniger. Und der Trend bleibt bestehen. Da wird man am Jobmarkt dann einige Forderungen stellen können, wenn sich die Politik nichts einfallen lässt (und von der Seite droht im Allgemeinen sehr wenig Gefahr).

Hans Hosendonner<<3
00
31.1.2012, 09:55

die leute werden nicht nur älter. die heute 65-jährigen sind viel fitter als die 65-jährigen vor 30-jahren
Es wäre also für jobs ,dienicht mit hoher körperlicher belastung verbunden sind, kein problem das faktische pensionsalter an zu heben

Marlon62
00
Es ist absolut sinnlos

das reale Pensionsantrittsalter zu heben, wenn die Wirtschaft gleichzeitig keine Menschen über 45 beschäftigt, aber ständig plärrt, dass es an Fachkräften mangelt, und man daher Leute um die 25 Jahre zwecks Billigarbeit im Akademikersektor importieren muss.

Rosa Stahl
00
31.1.2012, 13:12

sehr dafür. allerdings nicht zu Gehältern, die mit 60 drei mal höher sind als mit 20.

Nee-Chee
12
31.1.2012, 09:18
aha. Und?

ich war zwar leider noch nie in Japan, aber was ich so aus dem Fernsehen kenne, ist das nicht grad ein entvölkerter Landstrich.

Politisch unkorrekt
03
31.1.2012, 08:25
Da sich Japans Bevölkerung nach dem 2. Weltkrieg verdoppelt hat, sehe ich hier keine Probleme. Eher eine Rückkehr zu einer etwas gesünderen Bevölkerungsdichte....

Erwin Wolfram
00
31.1.2012, 07:39
...

keine aussage ueber die qualitativen phaenomene die dazu fuehren, dass viele japaner dem land den ruecken kehren. daran erkennt man die alte nazistudienpartie gleich. aka "qualitativ und quantitativ sind getrennt!" LOL

i weiß, dass i nix weiß
14
31.1.2012, 02:23
interssante phänomene??!!

Jede woche liest man von Bevölkerungsrückgängen in Europa, Japan und den übrigen verdächtigen Ländern. Was wollen uns die Verfasser solcher Studien mitteilen bzw. die Auftraggeber? Worin liegt der Sinn dieser Studien? Soll uns dies motivieren Kinder zu zeugen ode wie? Soll es uns Angst machen?
Auch wenn die Bevölkerung in Österreich in 100 Jahren um 50% schrumpfen würde und ich spreche nur von den länger hier ansässigen Menschen, gäbe es immer noch ca. 3,5 Mill. und abgesehen davon war es immer schon so, dass sich Völker mit anderen Völkern vermischten und dadurch frisches Blut entstand. So läuft es schon seit Jahrtausenden und ein paar dumme Studien werden es auch nicht verändern Punkt

Rosa Stahl
00
31.1.2012, 13:14

das einzige, was dabei zumindest einiges an Unsicherheit hervorgeht, ist die Tatsache, dass unser System ein Umlagesystem ist. Das heißt, die Jungen zahlen ein und zwar nicht auf ihr eigenes Konto (das wäre Kapitaldeckungsverfahren), sondern direkt auf das Konto eines Alten, der damit die Pensi kriegt.
Und das geht sich auf dem bestehenden Niveau bei dieser Bevölkerungsentwicklung eben nicht aus.

anders and
 
10
31.1.2012, 11:48
Bevölkerungsrückgang in einem hoch industrialisierten und technisch führendem Land -

dafür gibt es bisher weltweit kein Beispiele; deshalb ist die Entwicklung in Japan so interessant.

Hans Hosendonner<<3
02
31.1.2012, 09:39

das soll ermutlich argumente liefern, dass wir zuwanderung brauchen, weil dieleute sonst angst um ihre pension und das wirtschaftswachstum haben

adcon
03
31.1.2012, 07:54
Natürlich wollen sie uns

Angst machen. Die Pensionen können nicht bezahlt werden...der Konsum geht zurück...ohne Zuwanderung wird es nicht gehen....Ich denke auch wenn wir 12 Millarden Menschen sind wird es Probleme bei den Pensionen geben und der Konsum wird der Wirtschaft auch dann viel zu wenig sein. Eigentlich freuen sich nur die Fische(insb.Tunfische) und die Umwelt und ich wenn die Bevölkerung weniger wird.

ROTWEISSROT
23
31.1.2012, 08:45
TUNfisch --- THUNfisch

Ein Walfisch sagt zum Thunfisch,
wollen wir es tun, Fisch? Da sagt
der Thunfisch zum Walfisch, du
hast die Wahl, Fisch

King Of Kronenzeitung
00
31.1.2012, 23:25

Laut Duden ist "Tunfisch" orthographisch korrekt. Zum speibn...

neandertaler
00
31.1.2012, 07:36

könnte für die planung des pensoionssystems von interesse sein.

NONE
21
31.1.2012, 04:30

"frisches Blut"?

Ihre Wortwahl ist auch bezeichnend.

Biologisch gesehen gibt es keine Rassen unter den Menschen - sie sind alle "miteinander" fortpflanzungsfähig.

Man sollte unklare Wortwahl wie "frisches Blut" vermeiden.

Zur Bevölkerungsentwicklung - es ist so oder so ziemlich egal. Zuzug von Menschen ausserhalb in eine Region können grosse Unterschiede bewirken.

Kann ja für Japan mal aus China kommen.

neandertaler
08
31.1.2012, 07:45

biologisch gesehen sind rassen immer untereinander fortpflanzungsfähig! die nicht kreuzbarkeit ist eine abgrenzung für die art.

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