Seligsprechung von Hildegard Burjan

Fest im Leben stehen

29. Jänner 2012 20:00
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    Foto: ap/dapd/rupprecht

    Kardinal Christoph Schönborn.

Auf ORF 3: Mit etwas gutem Willen kann man das als Symbol für eine Trennung von Kirche und Staat nehmen

Die Event-Programmierung in Österreichs öffentlich-rechtlichem Fernsehen umfasst neben monegassischen Hochzeiten, Habsburger-Begräbnissen und wintersportlichen Ertüchtigungen auch Seligsprechungen der römisch-katholischen Kirche. Ob sie dahingehören, kann man diskutieren. Immerhin wurde die Seligsprechung der christlich-sozialen Politikerin und Gründerin der Caritas Socialis, Hildegard Burjan, in den Kultur-Spartensender ORF 3 ausgelagert. Mit etwas gutem Willen kann man das als Symbol für eine halbwegs vorhandene Trennung von Kirche und Staat nehmen.

Die Leistungen Hildegard Burjans als emanzipatorisches Vorbild und karitative Heldin sind unbestritten. Eine dieser Leistungen aus der Sicht der römisch-katholischen Kirche ist wohl auch die Konvertierung zu derselben.

Also wurde der großen Dame ein "heroischer Tugendgrad" attestiert, sie wurde exhumiert und in ihre Gedächtniskapelle umgebettet. Mehrere Gremien aus Theologen, klerikalen Würdenträgern und Ärzten gestanden ihr die Herbeiführung eines Wunders zu. Ein ihren Überresten entnommener Knochensplitter, ihr Ehering und eine Brosche dienen als Reliquien. Als "einmaliges Ereignis für ganz Österreich" kann man sich dann im TV die kirchliche Zeremonie zu St. Stephan samt lateinischen Formeln und Orgelgewitter ansehen.

Da drängt sich die Frage auf, ob so ein Prozedere der Leistungen einer Frau, die mit beiden Beinen fest im Leben stand, wirklich gerecht wird. Gerade auf dem Gebiet der Gleichberechtigung könnte die Kirche auch andere Taten setzen als den symbolischen Akt der Seligsprechung einer eindrucksvollen Politikerin. (Alois Pumhösel/DER STANDARD; Printausgabe, 30.1.2012)

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Posting 1 bis 25 von 73
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aiuto
30.01.2012 14:51
heute geht's aber nicht nur um eine Seligsprechung,

sondern auch um irgenwelche Vorgänge, die sich vor Jahren in Admont abgespielt haben sollen.....
und der Herr KA. Schönborn schweigt dazu wieder? oder spricht vielleicht doch noch in seiner salbungsvollen Art eine Wortspende ?

Gregor Jansen
30.01.2012 15:19
wenn es sich ...

... bei der - auch von staatlicher seite inzwischen vielfach zum vorbild genommenen - klasnic-kommission tatsächlich, wie vorgeworfen, nur um eine "pr-aktion" handelt, wie der anwalt behauptet, wie kommt es dann dazu dass dieselbe kommission bereits gelder in höhe von 6,4 millionen euro zugesprochen hat (ist auf derselben orf-seite zu lesen ...)?
offenbar wird an viele opfer sehr wohl etwas gezahlt, dass über "almosen" (wieder der anwalt) weit hinausgeht.

Gregor Jansen
31.01.2012 10:19
albeit
30.01.2012 13:46
Trennung von Kirche und Staat

wenn 5,5 Millioneb Katholiken ORF-Gebühren zu zahlen haben, wenn Sie nur ein Fernsehempfangsgerät betriebsbereit halten, ist von einer Trennung von Kirche und Staat keine Spur

Eine Trennung von Kirche und Staat hat zwei Seiten: eine Religionsgemeinschaft dominiert nicht den Staat und der Staat dominiert andererseits auch nicht mehr die Mitglieder dieser Religion.

Darüber kann man diskutieren und Ich rede auch sehr gerne darüber

Mit Gruß
Georg

Das Liebenswürdige Scheusal
 
30.01.2012 16:42
Die orf grbühren

zahlen aber die nichtkatholiken genauso.

albeit
30.01.2012 19:44

man kann annehmen, dass bei einer Trennung von Kirche und Staat vom Staat nichts mehr übrig bleibt

folglich enfallen dann verpflichtende ORF-Gebühren für alle

Grusz
Georg

albeit
30.01.2012 19:22

Ich bin auch kein Katholik.

Es hat aber nicht zu Ungerechtigkeit zu kommen:

gebt Uns euer Geld und religiöse Fernsehsendungen bekommt Ihr dafür keine.

Mit Gruß
Georg

Gregor Jansen
30.01.2012 12:26
Was hat das mit der Trennung Staat-Kirche zu tun?

Soll ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk nur mehr "staatliche" Informationen bzw. Sendungen bringen? Ist es denn nicht von berechtigtem öffentlichem Interesse, wenn eine österreichische Politikerin und Frauenrechtlerin durch die Kirche (und pardon: ja, die katholische Kirche feiert auf katholische Weise - im Übrigen gab es nur eine einzige "lateinische Formel" - die Verlesung des päpstlichen Dekrets - ansonsten war die liturgische Gestaltung - etwa die Musik - erfrischend und zeitgemäß) geehrt und hervorgehoben wird?

Wenn dies der Trennung Staat-Kirche widerspricht, dann fordere ich zur Verbesserung des ORF-Programms die konsequente Trennung von Staat und ÖSV, von Staat und "Dancing Stars" - sowie von Staat und ORF!

Mark Syl
30.01.2012 15:25
hm

superblödes posting. was hat bitte sehr eine bestimmte kulturelle ausdrucksweise, z.b. tanz damit zu tun, dass es menschen gibt, die in ihrem egozentrischen wahn über dinge reden (schöpfer des universums), wenn sie nicht mal im ansatz das universum erfassen können. wahnvorstellungen sollten nicht für einen staat gültigkeit haben. hier muss getrennt werden

albeit
31.01.2012 03:56
was Du nicht begreifst ..

"superblödes Posting" oder Hildegard Burjan, wie Sie am Bild zu sehen ist

da stehe Ich eben auf "religiösen Wahn"

positiv kommst Du nicht

Du siehst die Welt und glaubst das ist alles was es gibt

Es gibt Religiöse und Du gibst keine guten Worte Sie eines besseren zu belehren

Sie sind eben besser die Religiösen ...

Mit Gruß
Georg

albeit
31.01.2012 02:09

nicht im Ansatz das Universum erfassen ..

wenn Ich meine Hand ansehe ist Sie Teil eben dieses Universums

Sie ist schon immer dabei gewesen

und wie der Mensch im Ansatz das Universum erfasst, denkt und redet Er auch über die Herkunft

Mit Gruß
Georg

Gregor Jansen
30.01.2012 15:37
ups ...

... ich habe leider vergessen, für alle humorbefreiten und ironiebehinderten menschen dazu zu schreiben, dass der letzte absatz natürlich irgendwo zwischen ironie und satire angesiedelt ist.

natürlich ist der tanz (wie er bei dancing stars gepflegt wird) gesellschaftlich tausend mal relevanter als es die mehrheitsreligion der österreicher_innen ist.

Mark Syl
30.01.2012 16:48
hm

gähn, wie langweilig. der witz funktioniert in diesem zusammenhang nicht, weil es auch nicht witzig ist, was sie damit zum ausdruck bringen wollen. es ist nicht witzig, dass eine seligsprechung im staatlichen rundfunk gezeigt wird. es it traurig bis ärgerlich, dass menschen, die wahnsinnig und egozentrisch veranlagt sind, ihren wahn im fernsehen ausleben wollen und das sogar noch dürfen

albeit
31.01.2012 03:39

gefallen hat es Dir auf jeden Fall: drei Programme - dort warst Du dabei

Martin Mucha
 
30.01.2012 12:03
Die Katholiken haben halt ihre eigenen Rituale, Vorbilder zu feiern!

Hildegard Burjan ist für mich heute noch ein role-model. Toll, dass das auch von der römisch-katholischen Kirche nun mit der Seligsprechung bestätigt wird. Aus meiner Sicht mit starker Verspätung...

Aber natürlich schaut so eine katholische Feier wie eine römisch katholische Feier aus.
Und in diesem (!) Fall freut mich auch die ORF-Übertragung.

Ein bisserle mehr Toleranz, Herr Pumhösel.

aiuto
30.01.2012 14:52
heutzutage fast unnötig....

da müßte man zuerst anderswo in der rk Kirche aufräumen.

johannes schenk1
30.01.2012 11:48
Habe leider selten so eine Ansammlung von Unstimmigkeiten gelesen: 1. Trennung von Kirche und Staat bedeutet,

dass die (eine) Kirche keinen direkten Einfluss auf den Staat nehmen kann. (Was nicht heisst, dass Christen nicht auf demokratische Weise Einfluss nehmen dürfen) - Es heisst nicht, dass staatliche Medien nicht über christliche Ereignisse berichten dürfen. (Und sollen, wenn es ausreichend SeherInnen interessiert.)
Eine erstmalig im Dom stattfindende Seligsprechung einer österreichischen Parlamentarierin ist doch wohl Ereignis genug.

2."Da drängt sich die Frage auf, ob so ein Prozedere der Leistungen einer Frau, die mit beiden Beinen fest im Leben stand, wirklich gerecht wird" - was denn sonst? Mehr kann die Kirche einer Verstorbenen nicht bieten. Frauenpriestertum? Darüber kann man geteilter Ansicht sein - und kennen sie die von H.Burjan?

relatio subsistens
30.01.2012 10:09

Furchtbar schlechter und oberflächlicher Kommentar.

Fritz Meyer
30.01.2012 08:49
"Mit gutem Willen."

Und ansonsten eher eindeutig überhaupt gar nicht.

Herr der Ringe
30.01.2012 08:27
Nau da kauf ma uns jetzt was drum!!

Micha Do
 
29.01.2012 23:59
Nebenbei zum letzten Absatz bemerkt:

Wenn man solch ein Theater schon aufführen muß, dann ist mir eine selige Frau Burjan noch allmal einleuchtender als ein seliges krampfadernheilendes Ex-Kaiserlein

albeit
30.01.2012 11:43

nach 2000 Jahren Kaiser - am Schluss waren es ein katholischer, ein evangelischer und ein orthodoxer, wird da auf allen Seiten begriffen, dass nun wieder rechtmäßige republikanische Verhälnisse in den Römischen Republiken eingekehrten und die Volkstribunen auf Lebenszeit heute wieder nur mehr - wie ursprünglich - auf Zeit gewählte Staatspräsidenten sind ?

Micha Do
 
30.01.2012 12:58

I bin halt eher a Republikaner als a Monarchist.
Sowas ist für manche ja immer noch revolutionär...
Den Monarchisten zum Trost: Otto Habsburg hat die Demokratie ja auch als Zeiterscheinung betrachtet, welche wieder vergeht.Jedenfalls mal in einem Interview.
Wahrscheinlich hatte er sogar recht.
:-)
MfG

albeit
30.01.2012 14:55

wenn den Regierungen das Geld ausgeht und über die Verwaltungen nicht mehr regieren können, kommt es darauf an, wie die Bürger Sich verhalten

gibt es große Revolten und viele Tote ist vielen einsichtig, dass es ohne Regierung nicht geht

dann wird weiter entsprechend Kraft verwendet eine Regierung zu haben

geht es ohne Regierung gut und besser ... ist jeder frei und Wir sparen die Verwaltung

Bundeskanzler Faymann will den Grechen möglicherweise weiter helfen

man muss nicht unbedingt dagegen sein, wenn so auch Österreich schneller so weit kommt, den Staat - das regiert Werden - nicht mehr finanzieren zu können

mit Gruß
Georg

albeit
30.01.2012 14:34

Sie sollen an die Schweiz denken: es ist vorbei

Mit Gruß
Georg

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