Sunniten beenden Parlamentsboykott

29. Jänner 2012, 19:21

"Zeichen des guten Willens"

Bagdad - Die irakischen Sunniten haben ihren Boykott des Parlaments beendet und damit die politische Krise des Landes etwas entspannt. Eine Sprecherin des Bündnisses Al-Iraqiya sagte am Sonntag, der Schritt sei ein Zeichen des guten Willens. Bei einem späteren Treffen solle auch über eine Rückkehr der sunnitischen Minister in das Kabinett beraten werden. Die Wiederaufnahme der Parlamentsarbeit ebnet den Weg für Gespräche zwischen den zerstrittenen Gruppen der Sunniten, Schiiten und Kurden.

Die Krise kam kurz nach dem Abzug der US-Truppen im Dezember auf. Die Regierung des schiitischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki ordnete die Festnahme eines sunnitischen Vizepräsidenten an und beantragte im Parlament, den ebenfalls sunnitischen Vize-Regierungschef aus dem Amt zu entfernen. Maliki begründete dies mit rechtlichen Gründen, Kritiker unterstellten ihm politische Motive. Viele Sunniten fühlen sich von der neuen Führung des Landes benachteiligt. Sie fürchten, Maliki könne versuchen, seine Macht auf ihre Kosten auszubauen. (APA/Reuters)

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30.1.2012, 01:08

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