Myschkin-Preis für Martin Balluch

Kritik an Schlachthöfen, das ist Humanismus

Kommentar der anderen | 29. Jänner 2012, 18:21
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    Thomas Macho: Der Mut zum Perspektivenwechsel macht den Humanisten aus.

Der Tierrechteaktivist Martin Balluch wird am Montag in Paris mit dem neu geschaffenen Myschkin-Preis ausgezeichnet - Thomas Macho würdigt in seiner Laudatio den Mut zur Grenzüberschreitung

Raskolnikow träumt. Er träumt von einem Ereignis, das er als Junge erlebt hatte: Der Fuhrmann Mikolka erschlägt sein Pferd mit einer eisernen Brechstange, nachdem er es ausgepeitscht - auf die Augen, auf das Maul - und mit der Deichselstange drangsaliert hat. Die Menge johlt. "Aber der arme kleine Junge ist außer sich. Schreiend bahnt er sich einen Weg durch die Menge, läuft zu der Braunen hin, umarmt ihren leblosen, blutüberströmten Kopf und küsst sie auf die Augen und auf die Lippen. (...) 'Ach, Papa! Wofür haben sie ... das arme Pferdchen ... erschlagen!' schluchzt er, aber sein Atem stockt, und die Worte entringen sich als Schrei seiner beklemmten Brust."

Mehr als zwei Jahrzehnte nach der Veröffentlichung des Romans Verbrechen und Strafe (1866) erlebt ein begeisterter Leser Dostojewskis - am 13. Februar 1887 hatte er aus Nizza an Heinrich Köselitz geschrieben: "Kennen Sie Dostoiewsky? Außer Stendhal hat Niemand mir so viel Vergnügen und Überraschung gemacht: ein Psychologe, mit dem 'ich mich verstehe'" - die gleiche Szene noch einmal. Am 3. Januar 1889 verlässt Friedrich Nietzsche sein Haus in der Via Carlo Alberto in Turin. In der Nähe kämpft ein Kutscher mit seinem störrischen Pferd; er verliert die Geduld und schlägt das Tier. Nietzsche sieht diese schreckliche Szene, läuft auf die Kutsche zu, wirft sich dem Pferd weinend um den Hals. Sein Vermieter bringt ihn nach Hause, wo er zwei Tage still und regungslos liegenbleibt, bevor er die bekannten Worte sagt: "Mutter, ich bin dumm." - Nietzsche lebte danach noch zehn stille Jahre; er starb am 25. August 1900, im Alter von 55 Jahren.

Die Erzählung dieser Geschichte bildet - bei schwarzer Leinwand - den Beginn des letzten Films, den der ungarische Regisseur Béla Tarr gedreht hat; er wurde am 15. Februar 2011 auf der 61. Berlinale uraufgeführt und mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet. Die Erzählung mündet in eine Frage. Wir wissen, was nach dem 3. Januar 1889 mit Nietzsche geschehen ist; wir wissen nichts vom Schicksal des Pferdes. Béla Tarrs Film erzählt vom Leben und Sterben dieses Pferdes, unter dem Titel: A Torinói Ló (The Turin Horse). Die Frage Béla Tarrs - was geschah mit dem Pferd von Turin? - akzentuiert einen Perspektivwechsel, der sich auch in den Credits manifestiert: Nach den Namen der drei Schauspieler - János Derzsi, Erika Bók und Mihály Kormos - erscheint der Name des Pferdes auf Leinwand und Filmplakat: Ricsi.

Perspektivwechsel

Ein solcher Perspektivwechsel, der sich weigert, die Tiere bloß als Requisiten menschlicher Geschichte wahrzunehmen, ist charakteristisch für das bisherige Leben und Werk des Österreichers Martin Balluch. In zahlreichen Artikeln und Einträgen im Internet wird er als "Aktivist" im Kampf um Tierrechte und Tierschutz bezeichnet; dabei wird freilich gern verschwiegen, dass dieser sogenannte "Aktivismus" das Ergebnis jahrelanger Studien der Naturwissenschaften und der Philosophie darstellt. Martin Balluch hat zunächst Mathematik, Physik und Astronomie an der Universität Wien studiert; im Jahr 1989 wurde er an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg zum Doktor der Physik promoviert.

Tierrechte und ihre Basis

Danach arbeitete er von 1990 bis 1997 als Universitätsassistent im Department of Applied Mathematics and Theoretical Physics an der Cambridge University. Eine zweite Promotion - im Fach Philosophie - folgte im Jahr 2005. Balluch hatte eine Dissertation zur Tierethik verfasst, die 2005 unter dem Titel Die Kontinuität von Bewusstsein. Das naturwissenschaftliche Argument für Tierrechte im Wiener Verlag Guthmann-Peterson publiziert wurde. 

In diesem Werk vertritt Martin Balluch - auf Grundlage logischer Argumente, aber auch unter Bezug auf aktuelle Beobachtungen und Experimente, von der Ethologie bis zur Neurobiologie - eine Haltung, die ich als "inklusiven Humanismus" charakterisieren will. Anders als der Anthropologie des 19. Jahrhunderts ging es dem Humanismus der Renaissance nicht um starre Grenzen zwischen Tieren, Menschen oder Engeln, sondern vielmehr um eine Great Chain of Being, wie sie Arthur O. Lovejoy in den William James Lectures von 1933 rekonstruierte. 

Schimpanse ohne Dokumente

"Inklusiv" ist daher ein Humanismus mit offenen Grenzen, der weder den Frauen noch den Kindern, weder den sogenannten Behinderten noch den sogenannten Wilden Rechte verwehren will: im Sinne einer Kritik an Rassismus und Sexismus, die notwendig zur Kritik am Speziesismus gesteigert werden kann, zur Kritik an Schlachthöfen, Pelz- und Mastfarmen, Tierparks oder Human Zoos, wie sie gegenwärtig in einer lehrreichen Ausstellung des Pariser Musée du Quai Branly gezeigt werden.

Inklusiver Humanismus? Zwei Jahre nach seiner Promotion zum Philosophen stellte Martin Balluch den gerichtlichen Antrag, als Sachwalter für den Schimpansen Hiasl (im Wiener Tierschutzhaus) anerkannt zu werden. Das Bezirksgericht lehnte den Antrag ab, weil der Schimpanse nicht über die nötigen Personaldokumente (Geburtsurkunde, Aufenthaltserlaubnis) für die Zuteilung eines Sachwalters verfüge; das Landesgericht (in zweiter Instanz) argumentierte dagegen, der Schimpanse sei ja nicht behindert, weshalb er keinen Sachwalter brauche.

Der Oberste Gerichtshof sprach schließlich dem Philosophen die Berechtigung ab, solche Anträge überhaupt zu stellen; und wie der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte urteilen wird, muss erst noch abgewartet werden. - Die Revanche der Justiz erfolgte rasch. Ein Jahr nach der Auseinandersetzung um Hiasl, am 21. Mai 2008, wurde Martin Balluch, gemeinsam mit zehn weiteren Akteuren der Tierrechtsbewegung, aufgrund des Vorwurfs der "Bildung einer kriminellen Organisation", die unter dem Decknamen Animal Liberation Front operiere, für mehr als drei Monate in Untersuchungshaft genommen. Nach einem weiteren Jahr, am 2. Mai 2011, wurden alle Angeklagten freigesprochen.

Teure Bereitschaft zur Öffnung der Grenzen

Die Haltung, die ich - vielleicht etwas hölzern - als inklusiven Humanismus bezeichnet habe, bezeugt jenen Geist praktizierter Generosität, den die Initiatoren des Myschkin-Preises ehren wollten: einen Geist der Empathie, der Anerkennung und Verzeihung, aber auch jenes traumatischen Entsetzens, das Nietzsche in Turin und den russischen Fürsten an der Bahre der ermordeten Nastassja überfiel. Die Bereitschaft zur Öffnung der Grenzen muss manchmal teuer bezahlt werden, sei es in Schweizer Sanatorien oder auch im Untersuchungsgefängnis von Wiener Neustadt. Sie verdient gerade darum unseren höchsten Respekt. (DER STANDARD, Printausgabe, 30.1.2012)

Autor

Thomas Macho, seit 1993 Professor für Kulturgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Der in Wien promovierte und in Klagenfurt habilitierte Philosoph war Mitbegründer des Hermann-von- Helmholtz-Zentrums für Kulturtechnik. Zuletzt erschien von ihm das Buch "Das Leben ist ungerecht" im Residenz Verlag.

Wissen: Der Myschkin-Preis

Der Myschkin-Preis soll soziales Engagement, beispielgebendes Verhalten in Kunst und Technik würdigen. Geehrt werden Personen, die zu einem Klima der Toleranz beitragen und die sich durch ihr Werk und ein vorbildliches Leben im Sinne altgriechischer Ethik und moderner humanistischer "Seelengröße" ausgezeichnet haben.

Der Preis wird heuer erstmals (danach jährlich) vergeben. Er wurde auf Privatinitiative von der Verlegerin Maren Sell in Paris, dem Medienphilosophen Peter Weibel (Karlsruhe), dem Amsterdamer Verleger René Gude und dem Unternehmer Jozsef Bugovics (Leipzig), der Ausstellungskuratorin Regina Haslinger (Wien) und dem Philosophen Peter Sloterdijk geschaffen. Die Verleihung findet im Théâtre de l'Odéon in Paris statt.

Namensgebend ist der junge Fürst Myschkin, Titelheld in Fjodor Dostojewskis Roman "Der Idiot", der in großer Menschenliebe dem intriganten Tun der Gesellschaft ausgeliefert ist. Mit Balluch werden der französische Résistance-Kämpfer, Diplomat und Lyriker Stéphane Hessel und der italienische Psychotherapeut Gaetano Benedetti ausgezeichnet.

Kommentar posten
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AchimStoesser
 
80
31.1.2012, 20:17

Ausgerechnet der verlogene Sektenfreund Balluch - siehe http://maqi.de/txt/ul.html - erhält so einen Preis - peinlich. Und Tierrechtler ist jemand, der mit seiner Spendensammeltierschutzorganisation *für* Tierproduktkonsum wirbt, schon gar nicht - http://tierrechtsforen.de/s/balluch

josefstalin
00
31.1.2012, 15:03
ich war auch immer tierlieb

exilkaerntner
00
30.1.2012, 21:18
hm!? haben die namensgeber...

des preises mal den idioten gelesen?
ich glaub mal nicht!
möge aber balluch, so viel ich ihn auch nicht leiden kann, ein solches schicksal wie dass des fürsten myschkin erspart bleiben.

so ist das
15
30.1.2012, 18:10
Herzlichen Glückwunsch!

Auch ich möchte Herrn Baluch meinen aufrichtigen Respekt erweisen und zum Preis herzlich gratulieren!
Männer Ihres Formats würden wir in der Politik brauchen!

goldene mitte
04
30.1.2012, 17:47
sowas war den österreichern immer schon wurscht.

wird halt der preis demontiert, wenn man der verleihung nicht zustimmt, hat ja bei der jelinek auch funktioniert.

ich bin nicht einer meinung mit balluch, aber sein einsatz verdient lob - und der staat verdient wieder einmal schimpf und schande.

ehrliche gratulation zum preis!

Humanist278a
48
30.1.2012, 15:48
Humanismus

wird von der ÖVP kriminalisiert und verfolgt, und mit dem Vatikan im Rücken lassen sich auch heute noch leicht Wehr- und Rechtlose ausbeuten und Geld zu machen. Gut dass es Zeitungen gibt, die den freien Geist Nahrung bieten sich mit wahren Werten auseinanderzusetzen. Danke Standard!

FrühpensionsTschuschnLesbenHausfrau
02
30.1.2012, 21:40
stimmt!

wenn die selbsternannten humanisten offensichtliche politische gegner wie die övp kriminalisieren wollen, so ist das in einem land, in dem jeder ein recht auf die freie äußerung seiner meinung hat, nicht zu dulden, und mit dem vatikan zwischen den zeilen lässt sich auch heute noch leicht vieles unbeliebt machen. gut, dass ich mich nicht mit ihren 'wahren werten' auseinandersetzen muss. danke, humanismus!

PegasusNbW
01
30.1.2012, 18:42
naja

wenn man sich anschaut, was der "humanismus" und die "aufklärung" so alles auf seinem kerbholz hat ist eine kriminalisierung ja nicht so abwägig.

den großen terror samt überwachungsstaat, den nationalismus, die kommunistischen schreckensherrschaften, den rassisitsichen antisemitismus (als ablösung des religiösen antisemitismus - ganz ohne antisemitismus kamen ja voltaire und seine gesinnungsgenossen ja doch nicht aus) usw...

exilkaerntner
21
30.1.2012, 17:30
an was nicht alles der vatikan schuld ist!!

sehr erstaunlich! schön dass man eine institution hat, die für alles der reibebaum sein kann!
macht das leben sehr einfach! zeugt aber nicht gerade von einem freien geist! und einem humanisten ist so ein posting unwürdigst!

relatio subsistens
13
30.1.2012, 16:29

Ja, klar, der Vatikan ist schuld an der Tierquälerei. So wie er im Grunde ja an allem Übel auf unserem Planeten schuld ist.

Solchen geistvollen Humanismus lob ich mir. Weiter so mit den wahren Werten!

Alpensaga_Wurzel
01
30.1.2012, 15:24
Balluch ein Fürst Myschkin?

Da bin ich mir nicht sicher, ob der Macho da dem Balluch nicht ein nettes Ei gelegt hat.

FrühpensionsTschuschnLesbenHausfrau
132
30.1.2012, 15:10
Es ist zwar sehr schön, wenn man sich mit

Naturwissenschaften und Philosophie akademisch auseinandersetzt.
Aber anscheinend ist es für einen TierRECHTsaktivisten zuviel verlangt, dass dieser sich auch mit dem RECHT auseinandersetzen soll.
Man darf sich dann aber halt auch nicht wundern, dass man sich genau dort, wo man sich zwar nicht auskennt aber trotzdem versucht kräftig umzurühren, die Finger verbrennt.

Staatssekretär
06
30.1.2012, 15:39

Falls sie jetzt von dem Fall "Hiasl" sprechen, dann dürfte das doch eher im Bereich der Provokation, Aufmerksamkeit erregen, Diskussion entfachen, sein.

Die meisten neuen Gesetze (oder Abschaffung der alten) haben wir deshalb, weil irgendjemand die Diskussion entfacht hat.

Denken sie nur an die Kärnter Ortstafeln - wäre da nicht jmd absichtlich zu schnell gefahren, gäbs die heute noch nicht.

FrühpensionsTschuschnLesbenHausfrau
40
30.1.2012, 16:04

genau darum gehts: das zeugt von einem absoluten unverständnis.

ein tier soll bevormundet werden, um eigentlich zu zeigen, dass tiere nicht bevormundet werden sollten? - wahrlich ein rechtsphilosophischer meisterstreich!

Miriam103
02
Es soll

ja wohl eher gezeigt werden, dass ein Tier, dessen Intelligenz bei weitem an die eines kleinen Kindes oder geistig Behinderten herankommt, ebenso wie diese ein Recht auf eine hinreichende Vertretung seiner Rechte (was nicht unbedingt ein Bevormundung sein muss, wenn dann jedoch eine Bevormundung in seinem Sinne) hat.

ZM
06
30.1.2012, 15:22

ich frage mich woher die Annahme kommt dass von TierRECHTsaktivisten das Gesetz gebrochen wurde?

Es wurde doch in einem lange dauernden Prozess festgestellt, dass die Aktionen RECHTMÄßIG waren.

Dass in jeder politischen Richtung "extremisten" und "hardliner" zu finden sind ist nicht deren Schuld.
Dafür kann man weder Balluch noch den VGT verantwortlich machen.

Nach diesem Prinzip kann man jede Organisation anklagen, inklusive jeder im Nationalraat vertrenen Partei.

Welche Anklage dann tatsächlich verfolgt wird ist wie üblich vom Vitamin B abhängig.
Soetwas nennt sich dann RECHTsstaat.

FrühpensionsTschuschnLesbenHausfrau
00
30.1.2012, 21:26

ich nehme nichts an - sie unterstellen! mir geht es nur auf die nerven, dass alles als verschworung dargestellt wird, siehe "Die Revanche der Justiz" oder "Nach diesem Prinzip kann man jede Organisation anklagen". das urteil beweist, dass man vom gegenteil ausgehen kann.
und ja, das war zum glück der RECHTsstaat, der hr. balluch es erlaubt, seine theorien zu äußern und der auch ein faires verfahren ermöglicht.

ZM
00
30.1.2012, 23:51

bitte versetzen Sie sich in die Situation mit einer Anklage konfrontiert zu sein, die sie finanziell ruiniert und für 1 1/2 Jahre Vollzeit beschäftigt obwohl Sie unschuldig sind.

zB eine langjährige Steuerprüfung die initiiert wurde weil die Konkurrenz einen guten Draht in das Ministerium hat.

Wenn Sie dann schlussendlich frei gesprochen werden, würden Sie das dann in Anbetracht des bereits erlittenen Schadens immer noch als "fair" bezeichnen?

ZM
17
30.1.2012, 14:48

Martin Balluch ist eine wirklich großartige Person.

Seine Methoden funktionieren - und das beste daran ist, sie sind demokratisch.

Wie im Film "der Prozess" so schön formuliert wurde:
Den "Randalierer" kann man schnell in eine radikale Ecke drängen - den "Intellektuellen" wiederum kann man schnell mundtot machen.
Aber die Kombination von beiden ist eine wirksame Waffe und ein Paradebeispiel für gelebten Aktivismus.

"Randalieren" ist niemals positiv und sollte vermieden werden. Wenn jedoch die Politik und Wirtschaft alle Forderungen nicht mal diskutiert sondern schlichtweg ignoriert - was bleibt dann noch über?

Luziwuzi
226
30.1.2012, 13:29
Es ist traurig,

dass wir in einer Zeit leben, wo wir nicht mehr in der Lage sind, zwischen Mensch und Tier zu unterscheiden.
Ein Zeichen der Geist-Abwesenheit unserer Zeit.

Harry Humboldt
113
30.1.2012, 15:36
Es ist traurig,

daß wir in einer Zeit (oder Kulktur) leben, wo so viele nicht in der Lage sind, zwischen Tier und leblosem Gegenstand zu unterscheiden.
Ein Zeichen der Geist-Abwesenheit unserer Zeit.

Staatssekretär
01
30.1.2012, 15:42

Ja, eine Seite weiter hinten versucht sogar jmd einzuwerfen, dass Plastik- statt Lederschuhe ja auch nichts besseres sind.

Weil Erdöl stammt ja schließlich auch von Tieren...

Staatssekretär
11
30.1.2012, 15:01

Der Beitrag könnte fast für die Definition der Bewertungsrubrik "unnötig" herhalten.

ZM
02
30.1.2012, 15:11

ok der Beitrag ist unglücklich formuliert, aber alles was man nicht versteht gleich schlecht zu machen ist mindestens genauso unnötig.

Es gibt kein Merkmal das den Mensch grundlegend von anderen Säugetieren und letztendlich allen Tieren unterscheidet.

- Tiere bauen Werkzeuge
- Tiere sind intelligent
- Tiere sind sozial
- Tiere spüren Schmerz und haben Sorgen
- Tiere können leiden

Dass sie trotzdem einen Unterschied machen könnte vielleicht an mangelndem Wissen zu diesem Thema liegen ?

Genetisch unterscheiden sich Mensch und Maus nur zu 1,92%

Ja wir sind nicht gleich aber SEHR ähnlich.

Mike 23
21
30.1.2012, 16:05
Menschen sind Tiere, keine Frage

Aber es sind Tiere mit besonderen Eigenschaften, die sie einmalig machen.
Die von Ihnen angefuehrten Punkte stimmen natuerlich, aber sind bei Tieren im Vergleich zu Menschen sehr gering ausgepraegt.

Und ganz interessant vielleicht fuer einen Tierschuetzer: Was ich noch nie bei einem Tier beobachten konnte, aber sehr wohl bei Menschen, ist das Mitleid, einer anderen Spezies gegenueber.

Auch Katze und Maus unterscheiden sich genetisch kaum. Und dennoch habe ich noch nie gesehen, dass eine Katze auf Gemuese umsteigt, weil ihr Maeuse so leid tun.
Es gibt eben doch Merkmale, die Menschen von anderen Tieren unterscheiden.
Michael

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