Zeitungsbericht

Irland will Bankenhilfen erst in zehn Jahren zurückzahlen

29. Jänner 2012, 14:29

Europäische Zentralbank soll 31 MilliardenEuro stunden

Dublin - Die irische Regierung will einem Medienbericht zufolge die milliardenschweren Kredite für die Bankenrettung erst in bis zu zehn Jahren zurückzahlen. Irland werde die Europäische Zentralbank (EZB) darum bitten, die Rückerstattung der Hilfen in Höhe von 31 Milliarden Euro für die angeschlagenen Geldhäuser erst in einem Jahrzehnt zu verlangen, berichtete die "Sunday Times".

Das irische Finanzministerium wollte zunächst keine Stellung nehmen.

Die Krise im Bankensektor hatte die irische Regierung zur Annahme der Rettungshilfen von EZB und Internationalem Währungsfonds (IWF) von 85 Mrd. Euro gezwungen. Wegen der verschärften Schuldenkrise wird vermutet, dass das Land weitere Unterstützung benötigen könnte. Derzeit diskutiert die Regierung verschiedene Möglichkeiten, um die Kosten für die Bankenrettung zu drücken. Dazu gehört unter anderem die Refinanzierung von Schuldscheinen, die verwendet wurden, um den heute abgewickelten Anglo Irish Bank und die Irish Nationwide Building Society zu Seite zu springen. Die Zinsen für die Scheine belaufen sich auf 17 Mrd. Euro. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 33
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kater bruno
00
29.2.2012, 06:52

Ich will meinen Kredit auch erst in 10 Jahren zurückzahlen. Gleiches Recht für ALLE

franz der freie
 
01
30.1.2012, 12:43
irland will die bankenhilfe nie zurückzahlen,

aber einen termin müssen sie schon nennen. da braucht niemand mit wert null auszubuchen. ob jemals gezahlt wird, interessiert doch keinen.

Fritz Meyer
11
30.1.2012, 08:37
Wo bleibt das Iren-Bashing?

Würde das Griechenland ankündigen, wäre das Forum schon wieder voll mit den üblichen Hetzpostings.

The Celt who came in out of the rain.
00
30.1.2012, 13:52

Es ist nicht nur das. Germany und der UK haben grosse Interesse gehabt, da sie an Irland irre viel Geld geliehen hat, die Banken in Irland zu retten.
Man darf nicht vergessen, Irland war nicht pleite, sowie Griechenland, das Geld was in der Staatskasse war, ca. 32 milliarden, haben sie auch gebraucht um die Banken zu retten.
Ich habe verwandten die in die Banken dort arbeiten sie waren damals unter riessigen Druck (von oben) so viel Mortages wie nur möglich zu verkaufen, mit idiotischen Bedingungen, bis zu 200% des Jahreseinkommen OHNE Eigenmittel und dann nur das Haus als Deckung!!!

Auch zu lesen gut
http://www.derwesten.de/wirtschaf... 73653.html

CEEIT
00
30.1.2012, 10:17
Griechenland hat schon wesentlich mehr und schlimmeres angekündigt,

und v.a. noch nie etwas eingehalten!

Walter Bimini
03
30.1.2012, 06:46
so ergeht es einem, wenn man einem bankrotteur geld leiht.

zuerst werden pünktliche raten versprochen und am ende sieht man den großteil des geliehenen geldes nie mehr. dasselbe kann man über griechenland und portugal sagen.

ROTWEISSROT
15
29.1.2012, 21:28
War Irland nicht laut Brüssel / EU einmal vor kurzer Zeit das "VORZEIGELAND" ???

es will noch immer niemand eingestehen daß der EURO ein Fehler war und daß eben soviele unterschiedliche Staaten ganz einfach ihre eigenen Währungen haben müssen um auf oder ab werten zu können.

Balkanjero
00
30.1.2012, 11:53

Wien und Kärnten brauchen auch keine 2 Währungen um auf und ab zu werten!! Warum sollten Staaten 2 Währungen haben müssen.............. verstehe die argumentlose Polemik nicht, aber vielleicht können Sie mir ja Nachhilfe in VWL geben.

Fritz Meyer
01
30.1.2012, 08:39
Ja.

Das Land, das nach Luxemburg am meisten von der EU profitiert. Vor allem auch durch massenhaften Betrug bei Landwirtschaftssubventionen, was damals anscheinend noch als "Kavaliersdelikt" galt.

GottSeiDank WeitWeg
04
30.1.2012, 06:53
.. bis die irische Regierung glaubte...

..sie müsse sich wagemutig vor die Banken stellen... wirtschaftlich ging es den Iren ja vor der "Bankenrettung" gut. Und die irischen Banken sind ja wegen Spekulationen im Ausland und nicht wegen Blasen im Inland in die Knie gegangen.

Walter Bimini
00
30.1.2012, 06:21
gut beobachtet, aber jedes eudssr vorzeigeland ist bisher noch abgestürztfrüher oder später in der

zuerst aber die tschechoslowakei ein vorzeigeland, dann polen, ungarn, irland, spanien usw

Franz Klug
05
29.1.2012, 20:29
Die Unternehmer dort zahlen zu wenig Steuern!

Iralnd hat ja immer geworben, dass man bei Ihnen investieren soll, da die Unternehmer fast keine Steuern zahlen brauchen. Also de facto sollen wir jetzt den irischen Unternehmern bzw. Investoren wieder mal die Gewinne finanzieren. Solange in der EU einzelne Staaten keine ordentlichen Steuern von Allen, also nicht nur Mwst, verlangen, sind wir die Deppen die ein einigermassen angemessenes Steuersystem, was noch fehlt ist Vermögenssteuer, betreiben. Da wirds dann halt schwer mit der Solidarität.
Aber in Richtung mehr Steuergerechtigkeit innerhalb der EU gibt es von keiner Partei politische Initiativen!
Der Eppler hat unlängst auf dieses Steuermißverhältnis, die Unsolidarität Irlands, in der SZ hingewiesen.

Walter Bimini
00
30.1.2012, 06:24
welche nennenswerten unternehmen gibt es in irland noch?

die bauindustrie ist zusammengebrochen und viele firmen sind mittlerweile in billigere länder weitergezogen.

franz der freie
 
00
30.1.2012, 12:46
die douglas flugzeugwerft.

die haben sie mit ihren niedrigen steuern und subventionen österreich abgeworben. und wir deppen haben noch dafür bezahlt.seither gibt es in schwechat einige hundert arbeitsplätze weniger.

Jan Sommer
00
29.1.2012, 22:25
12,5 % Körperschaftssteuer und ansonsten "normale" Sätze sind kein Skandal.

Was sagen Sie denn zu den
Flattaxes in:
Bulgarien 10%,
Zypern 10%,
Slowakei 19%,
oder die netten % bei unseren Nachbarn in Tschechien und Ungarn?
Immer wenns es Steuerwüsten gibt, werden die Steueroasen aufblühen!
js

CEEIT
00
30.1.2012, 10:19
Das Problem ist, dass nicht mal die 12,5% bezahlt werden.

Das ist aber global ein Problem. Die großen Unternehmen bezahlen alle zwischen 0 und 3%:

http://www.synercon.at/de/veranl... ngen/varia

Andreas Prucha
01
29.1.2012, 23:14

Das kann auf Dauer nicht funktionieren. Irgendwann bringen sich die Staaten damit gegenseitig im Unterbieten um. Übrig bleiben dann nur ein paar wenige vollgestopfte private Taschen und Staatsruinen.

Kurzfristig bringen niedrige Steuern sicher was - aber eben langfristig nicht.

Franz Klug
01
29.1.2012, 22:58
Das ist ja der Skandal, dass es in der EU keine

Körperschaftssteueruntergrenzen gibt.

Unsere Krise ist ja auch mitverursacht, dass die EU völlig versagt hat hier Grenzen einzuziehen. Dieser Unfug mit den Flattaxes führt dann dazu, dass wir dannn wieder die Unternehmergewinne, teilweise noch mit EU-Regionalmittel gefördert, bezahlen.
Hier sollte einmal eine Eu-weite Volksabstimmung gemacht werden: über die Mindest Steuer- und Sozialleistungen die ein Staat zu machen hat und ich bin sicher es kommt eine Lösung heraus die unserer sehr nahe liegt.
Die Mehrheit Europas will nämlich keinen Raubtierkapitalismus.

Thomas turnbichler
00
29.1.2012, 19:09
Die haben doch recht!

Den Griechen werden weitere 15 Milliarden geschoben und direkt den französichen, deutschen und italienischen Banken weitergereicht!

Und das irische Volk soll alles selber stemmen? Wo bleibt da die Solidarität?

Zweitens wissen auch die Iren: Der Euro ist schon so am Abgrund, warum sollen sie noch für diese Währung kämpfen?

Die wissen nämlich, der Euro ist nur noch eine Währung auf Zeit. Bald hat der Euro fertig, Stundung zum jetztigen Zeitpunkt am günstigsten.

Überall in Europa drohen nun endgültig die Dämme zu brechen. Wir haben zu lange gewartet und dieser Satanswährung gehuldigt und das Heilige gesehen. Nun zeigt er sein wahres Gesicht. Euro ist für Europa die grösste Friedensgefahr seit dem zweiten Weltkrieg!

Andreas Prucha
00
29.1.2012, 21:22

Naja, da sollt ma aber ned vergessen, dass Irland massives Steuerdumping betrieb und noch immer betreibt. Die Abgabenquote in Griechenland ist auch nicht besonders hoch, aber höher als die in Irland. In Irland beträgt sie knapp 29 %, in Griechenland 33 %. Durchschnitt in der Euro-Zone: Knapp 40 %.

Bertel Mann
03
29.1.2012, 18:53
Ach ja. Die Iren gibt es ja auch. Da spricht man aber nicht so gerne darüber. Schließlich war das mal der tolle neoliberale keltische Tiger...

Walter Bimini
01
30.1.2012, 06:29
allerdings sprechen die eurokraten aus anderen gründen nicht so gerne über irland - es ist nämlich so pleite wie man nur sein kann.

dasselbe gilt auch für spanien, portugal und ungarn um nur einige länder auzuzählen. auch italien, österreich, belgien, frankreich, .... stecken bis über beide ohren in schulden. selbst deutschland wird bald seinen schuldenberg nicht mehr lange vor sich herschieben können.

m g
01
29.1.2012, 18:21

Selbst wenn´s vielleicht eine dumme Frage ist, aber müssten nicht eigentlich die Banken diese Hilfsmittel zurückzahlen? Oder ist da der Staat dazwischen geschalten, damit den Instituten unabhängig von Zahlungsfähigkeit und -moral nichts passieren kann?

Andreas Prucha
00
29.1.2012, 21:24

War doch überall in Europa so. Manche Länder hats stärker getroffen als Andere. Irland war eben aufgrund des aufgeblähten Privatsektors besonders wild dran. Die sind von einer Staatsverschuldung von unter 30 % auf 100 % hochgeschnellt.

das ist fix
00
29.1.2012, 18:07
Wann

wurde die Vereinbarung getroffen?
Wenn jetzt eine Änderung angestrebt wird, dann stellt sich die Frage: Warum?

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