Deutsche Bahn will von Siemens "Gratis-ICE"

29. Jänner 2012, 12:33

Als Ausgleich für verspätete Lieferung bestellter Züge

Berlin - Die Deutsche Bahn verhandelt mit Siemens laut einem Zeitungsbericht über die Lieferung eines kostenlosen ICE-3-Zugs im Wert von etwa 30 Millionen Euro. Grund sind die andauernden Lieferschwierigkeiten bei Siemens, wie die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet. Der Bahn-Konzern wartet derzeit auf 16 ICE-Züge, die schon im vergangenen Herbst hätten ausgeliefert werden sollen. Wegen technischer Probleme bei Siemens sind die Züge aber wohl frühestens Ende 2012 fertig.

Der "Gratis-ICE" ist als Entschädigung gedacht - "alternativ erwartet man bei der Bahn eine 'monetäre Entschädigung' in gleicher Höhe", schreibt die "Bild am Sonntag". Ein Bahnsprecher bestätigte auf dpa-Anfrage, dass es Verhandlungen über einen 17. Zug gegeben habe. Konkrete Vereinbarungen seien bisher aber nicht getroffen worden. Ähnlich äußerte sich eine Siemens-Sprecherin.

Die Lieferschwierigkeiten seien auf Probleme mit einem Zulieferer bei der Zugsicherheitstechnik zurückzuführen, sagte die Sprecherin, und sorgten derzeit für Zulassungsprobleme. Rechtzeitig zum Winterfahrplanwechsel sollen aber zehn der bestellten Züge ausgeliefert werden. Die restlichen würden erst danach fertig. "Es ist uns sehr unangenehm, dass es diese Verzögerungen gibt, daher verhandeln wir mit der Bahn über einen Ausgleich dafür", sagte die Sprecherin, ließ jedoch die Frage nach dem Gratis-ICE offen. (APA)

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10 Postings
_oHo_
30
29.1.2012, 16:47
Bekomm ich auch einen zusätzlichen Zug, wenn die DB zu spät kommt?

Coleman Silk
316
29.1.2012, 14:29

wer den niedergang des siemens managments die letzten jahre (jahrzehnte) erlebt hat , weiß das es mit 99% wahrscheinlichkeit die unfähigkeit des managments ist und nicht "Probleme mit einem Zulieferer bei der Zugsicherheitstechnik."

die guten leute sind alle rausg'haut worden - zu teuer - und gewirtschaftet wird nur mehr bis zum nächsten quartal. hauptsache die nächsten 3,6, max 9 monate passen irgendwie, denn dann bin ich eh schon bei der nächsten firma die sprossenleiter ein wenig nach oben gefallen - halt die managment"philosphie" wie sei mittlerweile fast überall herrscht.

der_kleine_pariser
 
00
30.1.2012, 23:42

Blödsinn.

wenn man weiss, was diesen Zug von den anederen unterscheidet, kann sich auch ausrechnen, warum gerade der und kein anderer verspätet ausgeliefert wird.

anlumo
40
29.1.2012, 16:16

Ich hab schon in der HTL gelernt, dass man für jeden Zulieferer mindestens einen Ersatz haben muss. Wenn bei einem von diesen eher unsicher ist, ob er liefern kann, oder die Komponente kritisch ist, noch einen dritten.

Anscheinend hat das Siemens-Projektmanagement das nicht gewusst oder schon wieder vergessen…

Charly Firpo
00

Gerade in solchen Branchen sind Zulieferer so integriert, dass man nicht so einfach von heute auf morgen auf einen anderen switchen kann. Es geht hier nicht um irgendwelche C-Teile wie Schraubenmuttern oder Schmiermittel.... ;-)

Hat halt alles seine Vor- und Nachteile!

Auch lustig
02
29.1.2012, 17:24
ist ja hübsch...

was Sie auf der HTL gelernt haben. Sind Ihnen noch weitere, in der Praxis undurchführbare, Tipps untergekommen?

Sammie DL
11
29.1.2012, 17:04

ist wahrscheinlich ein Zulieferer, der eh zum Konzern gehört

Andreas Steinschaden
42
29.1.2012, 14:09
Wenn man aus jedem und allem rauspresst, was geht, ...

darf man sich nicht wundern,dass eine kleine Störung zu großen (teuren) Konsequenzen führt

Enrico Dal Vero
10
29.1.2012, 16:02
Problem ist nur - verfolgen Sie es einmal - wenn es keine kleinen Störungen sind,

sondern wie bei Siemens normaler Alltag. Egal wohin man schaut, auf der ganzen Welt, in allen Sparten, wimmelt es nur so von "kleinen" Störungen, die Milliarden kosten.

O5
52
29.1.2012, 14:49

Wer tut das denn nicht? Die Gewerkschaften sind ja auch stolz wenn sie bei jeder Kollektivvertragsverhandlung das Maximum rauspressen, genauso die Altenlobby wenns um die neueste Pensionserhöhung geht.

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