Tirol

Mauerrutsch im Zillertal: 35 Betroffene

29. Jänner 2012, 13:22
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    foto: apa/parigger

    Eine Stützmauer in Hart im Zillertal drohte am Sonntag abzustürzen. Die Bewohner der darunter liegenden Häuser wurden evakuiert.

Schneewall und Fangnetze werden errichtet - Behörden hoffen auf tiefere Temperaturen

Hart im Zillertal - Die Bewohner von neun Häusern im Tiroler Hart im Zillertal im Bezirk Schwaz haben am Samstagabend ihre Heime verlassen müssen, nachdem eine oberhalb der Gebäude liegende Stützmauer ins Rutschen geraten war.

Die Evakuierungsmaßnahmen für die insgesamt 35 Bewohner der betroffenen Häuser müssen "voraussichtlich bis Mittwoch in Kraft bleiben". In der Nacht auf Sonntag angebrachte provisorische Messpunkte zeigten Bewegungen des Geländes, innerhalb der vergangenen Stunden wurden Veränderungen von rund zehn Zentimetern registriert, berichtete der stellvertretende Bezirkshauptmann Wolfgang Löderle.

Anrainer hatten am Samstagabend bemerkt, dass sich die etwa zehn Meter lange Stützmauer aus Steinen und Beton bewegt hatte. Sie soll die in den vergangenen Jahren errichteten Häuser der sogenannten Unteren Wirtssiedlung schützen.

Von der Feuerwehr waren die Messpunkte in den Nachtstunden beobachtet worden. Der Hang selbst sei laut Löderle komplett durchfeuchtet. Die tieferen Temperaturen könnten daher zu einer Stabilisierung beitragen.

Bewohner durften Besitztümer retten

In den Vormittagsstunden waren der Landesgeologe, ein Geotechniker und Experten der Wildbach- und Lawinenverbauung an Ort und Stelle. Als erste Maßnahme wurde ein Schneewall errichtet, um die Gebäude vor ausbrechenden Findlingen oder Betonteilen zu schützen. Am Montag sollen dann Fangnetze von einer Spezialfirma angebracht werden. Der Geotechniker erstelle einen detaillierten Sanierungsplan, hieß es.

Für die Bewohner gab es am Sonntag die Möglichkeit, Habseligkeit aus ihren Häusern zu holen. Sie wurden dabei von Feuerwehrleuten begleitet. Die Gemeinde organisierte Ersatzwohnungen für jene, die nicht bei Bekannten oder Verwandten unterkommen konnten. (APA)

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weltwirtschaftswunder
20
30.1.2012, 09:57

2012 lässt grüßen...

Sammie DL
02
30.1.2012, 01:15
Tirol zerfällt

Eiblschrofen war nur der Anfang

aiuto
13
29.1.2012, 22:07
ich frage mich, wer in solcher exponierter Hanglage

Häuser bauen läßt. Da hat die Gemeinde sic<her Erklärungsbedarf.

Mathias Steinlaus
 
00
30.1.2012, 12:50
Problem:

Die geologischen Voraussetzungen haben sich in den letzten 10 Jahren verschlechtert.

Die Schweizer sind die ersten gewesen, die darauf aufmerksam gemacht haben, daß die Dauerfrostgrenze im Gestein "nach unten" wandert, und es somit zu mehr Felsstürzen und Erdrutschungen kommen wird.

Bisher hat es in Ö disbezüglich keine offizielle Stellungnahmen von Seitens der Behörden / Regierung gegeben. Die wissen das vermutlich besser, als schweizer Geologen ;-)

ad vocem
00
30.1.2012, 22:04

Hä?

Erstens meinen sie wohl, dass die "Dauerfrostgrenze" nach oben wandert, und nicht nach unten.

Zweitens ist das aber in dem Fall völlig unerheblich, weil das Zillertal wohl so um die 600m hoch liegt - und es wäre mir daher bislang verborgen geblieben, dass es bisher dort sowas wie Dauerfrost gegeben hätte ...

Mathias Steinlaus
 
00
31.1.2012, 11:23
*hust*

Wer Nachrichtensendungen sieht ist klar im Vorteil!

Erst gestern hat der Sprecher der zuständigen Behörden zugegeben, daß der Boden für die Jahreszeit zu durchnässt und zu locker ist.

Um zu verhindern, daß der ganze Hang nachgibt, hat sogar der Bürgermeister gesagt, daß hier noch einiges getan werden muß.

Darüber hinaus wird auf die kommende Kältewelle aus Russland gehofft, damit das Erdreich frostiger wird ...

Dort wohnen würde ich jetzt nicht mehr wollen ...

ad vocem
00
31.1.2012, 11:33

Ja, eh.

Aber das hat trotzdem nix mit Permafrost zu tun, auf 600m Seehöhe ...

e p4
01
30.1.2012, 14:20
steil ists in tirol bald einmal

wüßt nich das dort die verschiebung der dauerfrostgrenze eine erklärung sein sollte. scheint eher so das die oberhalb der straße gebauten - sichtlich neueren häuser - die abflußsituation, versickerung und durchfeuchtung, und auflast des oberhangs verändert haben.

Mathias Steinlaus
 
00
30.1.2012, 15:12
In Summe ..

... dürften viele Faktoren zusammen spielen ;-)

aiuto
00
30.1.2012, 13:39
naja, da werden unsere Experten

dann wohl tätig werden müssen !?

blatt spin.at
21
30.1.2012, 10:17

sie auch einer von denen, die alles anders und besser machen würden?

aiuto
10
30.1.2012, 11:56
nein, das behaupte ich nicht,

aber wie kommt die Allgemeinheit dazu, dass sie für die Fehler von Baubehörde etc.... bezahlt.

HenC
 
02
30.1.2012, 02:28

Karl-Friedrich Sattmann, eh klar ;)

herois
39
30.1.2012, 01:26

simma ausm burgenland?

aiuto
10
30.1.2012, 09:21
simma nicht aus dem Burgenland,

aber Recht muß Recht bleiben.

maggo22
113
29.1.2012, 22:53

Das wird aber im westlichen Bundesgebiet ein bissl Kopfschütteln auslösen, schon mal ein Seitental besucht?

aiuto
10
30.1.2012, 09:19
nichtsdestoweniger gehören die Baubehörde, etc... zur Verantwortung gezogen.

warum soll die Allgemeinheit dafür bezahlen ?

unterwegs in Österreich
09
29.1.2012, 18:09
Heutzutage haben die Leute keine Ahnung mehr vom Gelände

die haben da einen Grund oder einen Grund billig gekauft und wollen dort ein Haus hinstellen, egal ob der Grund in einer Gefahrenzone liegt oder nicht. Der Bürgermeister ist entweder gierig auf die zusätzlichen Einwohner (was ja Geld bringt) oder es gilt für ihn die Unschuldsvermutung und schon darf gebaut werden.

Wenn die Hütte dann mit der Lahn oder der Mure runterkommt, soll die Allgemeinheit über die Katastrophenhilfe oder die Versicherung einspringen.

Die Altvorderen haben die Ecken gekannt und respektiert, wos gefährlich war.

aiuto
01
30.1.2012, 11:58
Sie sagen ein wahres Wort...

billige Grundstücke,... unbedarfte oder geldgierige Bürgermeister, ...usw.
bezahlen darf den Schaden dann der unbeteiligte Bürger.

tramezzino
00
30.1.2012, 17:14

wenn einer sauft, raucht und frisst, darf die erhöhten arztkosten auch der "unbeteiligte bürger" zahlen...

aiuto
00
30.1.2012, 18:51
na und ?

das rechtfertigt noch lange nicht die Fehlentscheidungen oder Gefälligkeitsentscheidungen von örtlichen Baubehörden.

tramezzino
01
31.1.2012, 10:43

richtig, prinzipiell sollte jeder für sein fehlverhalten selber zahlen und nicht die öffentlichkeit.

SK26
21
30.1.2012, 08:27
hä?

als ob alle 2 minuten irgendwo ein Haus in Österreich einstürzen würde...pfff 100% gibts im Leben nicht, irgendwas wird immer schief gehen da können sie noch so übervorsichtig sein und nur daheim hocken...Leben ist Risiko, und endet mit dem Tod.

G. B. Corner
16
29.1.2012, 20:15

Na, soo viel schlauer waren unsere "Altvorderen" auch nicht - es hat auch früher schon schwere Lawinen- und Murenunglücke gegeben. Sie hatten allerdings den Vorteil, weniger zu sein und sich auf entsprechend günstigeren Siedlungsraum beschränken zu können.

Hitecut
10
30.1.2012, 10:07

Man sollte nicht die andere Ausgangslage ignorieren:

a) früher hatten die Leute nur einen Bruchteil der technischen Diagnosemöglichkeiten und mussten sich in der Regel rein auf ihren Erfahrungsschatz verlassen, aufgrund dessen sie dann aber zB auch nicht im Überschwemmungsgebiet gebaut haben.

b) früher sprang nicht die Allgemeinheit ein, wenn es dann zur Katastrophe kam, sondern man blieb selbst auf dem kompletten Schaden sitzen.

Heutzutage baut man in gefährlichen/beeinträchtigten Gebieten und beschwert sich dann, wenn etwas passiert. Seien es Überschwemmungsgebiete, unsichere Hanglagen oder Grundstücke neben Eisen- und Autobahnen.

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