Soldaten nehmen Außenbezirke der Hauptstadt unter Beschuss
Amman - Syrische Soldaten haben nach Darstellung von
Oppositionellen am Samstag Außenbezirke der Hauptstadt Damaskus unter
Beschuss genommen und dabei mindestens zwölf Menschen getötet. 30
Verletzte würden in Feldlazaretten behandelt, in denen es allerdings
keinen Strom mehr gebe, sagte ein Regierungsgegner der
Nachrichtenagentur Reuters. Bei rund der Hälfte der Toten habe es
sich um Zivilisten gehandelt, bei den übrigen Opfern um desertierte
Soldaten. Die Regierungstruppen hätten mit Flugabwehrgeschützen und
Mörsern die Stadtteile am östlichen Rand der Hauptstadt ins Visier
genommen.
Als Reaktion auf die unaufhörlich eskalierende Gewalt hatte die
Arabische Liga zuvor den Einsatz ihrer Beobachter unterbrochen. Ein
Vertreter der Liga sagte am Samstag, in einigen Tagen würden die
Mitglieder über einen Abzug der Kontrolleure debattieren. Die
Regierung in Damaskus geht seit fast einem Jahr gegen Demonstranten
vor. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen vom Dezember sind dabei
mehr als 5000 Menschen ums Leben gekommen. (APA/Reuters)