Opposition: Zwölf Tote nach heftigen Kämpfen in Damaskus

28. Jänner 2012, 23:17

Soldaten nehmen Außenbezirke der Hauptstadt unter Beschuss

Amman - Syrische Soldaten haben nach Darstellung von Oppositionellen am Samstag Außenbezirke der Hauptstadt Damaskus unter Beschuss genommen und dabei mindestens zwölf Menschen getötet. 30 Verletzte würden in Feldlazaretten behandelt, in denen es allerdings keinen Strom mehr gebe, sagte ein Regierungsgegner der Nachrichtenagentur Reuters. Bei rund der Hälfte der Toten habe es sich um Zivilisten gehandelt, bei den übrigen Opfern um desertierte Soldaten. Die Regierungstruppen hätten mit Flugabwehrgeschützen und Mörsern die Stadtteile am östlichen Rand der Hauptstadt ins Visier genommen.

Als Reaktion auf die unaufhörlich eskalierende Gewalt hatte die Arabische Liga zuvor den Einsatz ihrer Beobachter unterbrochen. Ein Vertreter der Liga sagte am Samstag, in einigen Tagen würden die Mitglieder über einen Abzug der Kontrolleure debattieren. Die Regierung in Damaskus geht seit fast einem Jahr gegen Demonstranten vor. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen vom Dezember sind dabei mehr als 5000 Menschen ums Leben gekommen. (APA/Reuters)

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