Republikanische Bewerber greifen sich in Wahlspots an
Tampa - Wenige Tage vor der nächsten Etappe im
Vorwahl-Rennen der US-Republikaner in Florida haben die
aussichtsreichsten Bewerber Mitt Romney und Newt Gingrich mit harten
Bandagen um die Wählergunst gekämpft. Romneys Lager erinnerte am
Samstag in einem neuen TV-Spot daran, dass Gingrich Ende der 90er
Jahren wegen Verstößen gegen die ethischen Richtlinien des Kongresses
zu einer hohen Geldstrafe verurteilt worden war. Gingrich hielt dem
Ex-Gouverneur von Massachusetts in Wahlspots dagegen seine
wechselnden Positionen bei Themen wie Abtreibung vor und warf ihm
Unehrlichkeit vor.
Nach einigem Auftrieb durch seinen Sieg bei den Vorwahlen vor
einer Woche in South Carolina war Gingrich in jüngsten Umfragen
wieder hinter seinen Rivalen zurückgefallen. Der Webseite
realclearpolitics.com zufolge lag der Ex-Chef des
Repräsentantenhauses im Schnitt bei 31 Prozent, während Romney auf 39
Prozent kam. Der christlich-konservative Ex-Senator Rick Santorum und
der texanische Abgeordnete Ron Paul waren mit elf beziehungsweise
knapp zehn Prozent abgeschlagen. Bei den Vorwahlen in Florida sind am
Dienstag alle republikanischen Parteimitglieder in dem
bevölkerungsreichen Staat zur Stimmabgabe aufgerufen.
Romney versuchte bei einem Wahlkampfauftritt vor ehemaligen
Soldaten am Samstag, mit einer harten außenpolitischen Linie zu
überzeugen. An seiner Seite hatte er den Vietnam-Veteran und
republikanischen Präsidentschaftsbewerber aus dem Jahr 2008, John
McCain. Dabei warf Romney Präsident Barack Obama vor, US-Gegnern wie
Iran, Venezuela und Nordkorea nicht entschlossen genug die Stirn zu
bieten. "Die Außenpolitik des schönen Gefallens klappt nicht
sonderlich gut", sagte Romney. Außerdem erklärte er, als Präsident
das Militärbudget nicht zu kürzen und die Truppenstärke um 100.000
Mann zu erhöhen. (APA)