Demo gegen WKR-Ball

Kritik an der Polizei

28. Jänner 2012 12:21
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    Demonstranten gegen den WKR-Ball.

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    Laut Österreichischer Hochschülerschaft habe sich die Polizei auf die Seite der Burschenschaftler gestellt.

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    Demonstration am Ballhausplatz.

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    Teile des Heldenplatzes waren von der Polizei gesichert. 

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    Ballbesucher auf dem Weg in die Hofburg.

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    Demonstration am Heldenplatz.

20 Demonstranten festgenommen - Ballgäste an Zufahrt gehindert

Wien - Bei den Demonstrationen gegen den WKR-Ball sind am Freitag 20 Demonstranten festgenommen und neun Personen verletzt worden. Heute gab es Kritik an der Polizei und zwar von beiden Seiten. Ballorganisator Guggenbichler bemängelte, dass , dass die sichere Zufahrt der Ballgäste nicht gewährleistet gewesen sei. Die ÖH hingegen warf der Polizei vor, sich auf die Seite der Burschenschafter geschlagen zu haben.

Nachdem die Protestaktion am Heldenplatz aufgrund technischer Probleme frühzeitig beendet worden war, zogen einzelne Gruppen durch die Innenstadt und hinderten Ballbesucher auf ihrem Weg in die Hofburg. Es kam auch zu mehreren Sachbeschädigungen. Nach Polizeiangaben nahmen rund 2.500 Personen an der Kundgebung gegen den Burschenschafterball teil. Die Demo-Organisatoren sprachen von bis zu 10.000 Menschen.

ÖH: "Polizei schlägt sich auf Seite der Burschenschafter"

Die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) kritisierte den Umgang mit den Demonstranten generell: "Die Polizei schlägt sich eindeutig auf die Seite der Burschenschafter. Dass ein erleichterter Zugang zur Hofburg wichtiger gewertet wird als ein legitimer Protest, ist empörend." SOS Mitmensch berichtete in einer Aussendung am Samstag davon, dass Aktivistinnen von einem Ballbesucher mit Pfefferspray attackiert worden seien. SOS Mitmensch zeigte sich über "das Nichteinschreiten" der Polizei "befremdet".

Deutscher mit Sprengsatz aufgegriffen

Im ersten Bezirk wurde ein Deutscher mit einem Sprengsatz in Dosenform aufgegriffen. Außerdem gab es einen "Brandanschlag" auf das Vereinslokal der Burschanschaft Bruna Sudetia. Laut Polizei wurden insgesamt neun Personen leicht verletzt, es handelte sich dabei um fünf Beamte, drei Ballgäste und einen Demonstranten.

Ballorganisator Udo Guggenbichler kritisierte die Einsatzkräfte und sprach von einem "demokratiepolitschen Skandal", denn die Polizei habe eine gesicherte Zufahrt der Ballgäste zur Hofburg nicht gewährleisten können. Dessen ungeachtet sei der Ball "ein wunderbares Fest für Freiheit und Demokratie" gewesen.

Einschreiten musste die Polizei auch auf dem Ball - aufgrund des von Verteidigungsminister Darabos (SPÖ) verhängtem Uniform-Verbots für Bundesheer-Angehörige. Zumindest von einem Gast wurden die persönlichen Daten aufgenommen, er muss nun mit Konsequenzen wie etwa einer Geldstrafe rechnen.

Wissenschaftsminister im Ehrenkomitee angeführt

Der Ehrenschutz für den umstrittenen Ball des Wiener Korporationsringes (WKR) durch Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) wurde offenbar ausdrücklich genehmigt. Man sei im Besitz einer dementsprechenden schriftlichen Erlaubnis, betonten die Ballorganisatoren Freitagnacht gegenüber der APA. Töchterle führte im Programmheft die Riege des "Akademischen Ehrenkomitees" an, war aber selbst nicht anwesend. Nach ihm angeführt waren außerdem der Präsident der Österreichischen Universitätskonferenz, Heinrich Schmidinger, sowie der Rektor der Montanuniversität Leoben, Wilfried Eichlseder.

Nach Bekanntwerden der Tatsache hatte Töchterle angekündigt, die Sache aufklären lassen zu wollen. "Das war keinesfalls die Intention des Ministers", betonte seine Sprecherin auch am Samstagvormittag. "Wir können das derzeit nicht nachvollziehen und bemühen uns um rasche Aufklärung", kündigte sie an.

Töchterle distanziert sich

Töchterle distanziert sich vom Beitritt zum "Akademischen Ehrenkomitee" vom Ball des Wiener Korporationsrings. Der Minister habe die von den Veranstaltern übermittelte Einladung zum Ball nicht angenommen und persönlich auch keine Erklärung unterschrieben, dem Ehrenkomitee beizutreten, hieß es in einer Aussendung am Samstag. Die den Veranstaltern vorliegende Unterlage sei "ohne Zustimmung des Ministers" erfolgt. "Das bedauere ich. Wir werden hier künftig mit der gebotenen Achtsamkeit vorgehen", erklärte der Ressortchef.

Schmidinger: "Kann mir das nicht erklären"

Heinrich Schmidinger, Präsident der Österreichischen Universitätenkonferenz (uniko), kann sich nicht erklären, warum sein Name im Programmheft des WKR-Balls aufscheint. "Ich distanziere mich davon und kann mir das nicht erklären", meinte er am Samstagvormittag gegenüber der APA. Eine Anfrage an das Büro der uniko schloss er aus.

"Ich lehne die Gesinnung der Ballveranstalter zutiefst ab. Ich habe das immer verurteilt", so Schmidinger, der gemeinsam mit Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (V) im "akademischen Ehrenkomitee" des Balls genannt wurde. Noch nicht ausschließen könne er eine Anfrage an sein Salzburger Sekretariat. "Dem gehe ich noch nach", so der Präsident der Universitätenkonferenz. (APA)

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Bemo-Fahrer
30.01.2012 00:45
1A Pressesprecher Polizei

Hahslinger, der Pressesprecher der Polizei, macht zumindest keinen Hehl daraus.
In der ZIB 24 Live-Schaltung betont er "...hier ist der Schutz der Person für jedermann gleichgültig."

http://www.youtube.com/watch?v=uPzWQf5tO04

lex nasa
 
31.01.2012 14:55
DAS ist der PRESSESPRECHER!!!!!!

der typ, der da grade so erbärmlich vor sich hin gestammelt und auf die fragen nicht geantwortet hat, keinen geraden, grammatikalisch und inhaltlich richtigen satz von sich geben konnte ist PRESSESPRECHER!!!

wir brauchen ganz dringend eine alternative zu dieser polizei und zwar rasch sonst schauts hier bald wieder zappenduster aus....

zett
13.02.2012 21:44

tja...jeder dorfgendarm wirkt nach 3 achterl souveräner...

WoS2u
30.01.2012 12:14

Stimmt nicht ganz. Das Wichtigste war ihm der Schutz der Kolleginnen und Kollegen wie er mehrmals betont hat.
Auch das schicke (kugelsichere?) Polizeiwesterl war unbedingt nötig - sonst hätte ihn jemand für einen linken Agitator gehalten...

Bababim
29.01.2012 15:27
werft ned alle in einen Topf...

Auf der Demo gabs Leute, die den Kommunismus den dem Nationalsozialismus (und vl auch der jetzigen Art der Demokratie) vorziehen.
Auf der Demo waren Menschen, die es als eine Frechheit empfanden, dass ein Ball an dem Holocaust-Leugner willkommen sind, in Österreich stattfindet.
Auf der Demo gab es Personen, die sich empörten, dass dieser Ball an den Befreiungsjahresttages von Ausschwitz stattfand.
Auf der Demo gab es Leute, die meinen, dass das Zulassen eines solchen Balles, eine indirekte Verletzung gegen die Menschenrechte ist.

Man sieht also: Es waren nicht alle Linke, nicht alle verherrlichten den Kommunismus und nicht alle waren gewaltbereite Jugendliche die nix besseres zu tun hatten.
Also bitte habt nen differenzierteren Blick...

wurm83
 
30.01.2012 10:21
ich bin schon immer ziemlich links

auch wenn ich schon mein lebtag arbeiten gehe ;)

ich habe in meinem freundkresi die verschiedensten politischen ansichten, wobei die meisten wohl gemäßigt links sind ein paar fpö wähler sind auch dabei...leider (die fpö wähler in meinem freundeskreis sind übrigens gleichzeitig die polizisten in meinem freundeskreis....)

das einzige was ich weder in meinem freundeskreis habe noch überhaupt einen kenne ist ein kommunist...

ist das nicht einfach ein beliebtes lügenmärchen der rechten um linke schlecht zu machen?
sicher gibts ein paar...ein paar gibt es immer...aber das sind WEIT unter 1%....

frage ans forum: gibt es hier einen einzigen der den kommunismus gut findet???

der junge unter den blättern
30.01.2012 11:32
sofern man kommunismus nicht mit dem kaum was mit kommunismus zu tun habenden stalinismus gleichsetzt, habens in mir mal 1 person gefunden, die den kommunismus net schlecht findet.

was soll an an dezentral organisierten system schlecht sein? ich mein ja, die meisten verstehen kommunismus genausowenig wie anarchismus, und denken,dass beide "organisationsformen" was grundschlechtes sin. die personen, die sowas behaupten, sind jedoch diejenigen, die nicht außerhalb eines hierarchischen systems leben könnten, und bedürfen einfach nur ordentlicher selbstreflexion im hinblick auf diese thematik.

hierarchie gewährt ein automatisches fortbestehen von herrschafts- und machtstrukturen, welche per se nur in an pyramidenartigen aufbau der gesellschaft (ergo genau wie wir sie haben) existieren kann. gedankliche kompetenzen werden auf höhere instanzen ausgelagert und die niedrigeren verdummen, weil sie nicht denken müssen.

wurm83
 
30.01.2012 12:56
schon klar

ich habe aber schon den kommunismus nach stalinistischem vorbild gemeint.

auf den beziehen sich ja auch die anfeindungen der FPÖ und nicht auf die grundlegende organisationsform!

der junge unter den blättern
30.01.2012 14:05

vergiss nicht, dass deine intentionen leider nicht im geschriebenen mitschwingen. wenn du vom stalinismus redest, solltest du ihn auch so benennen, und ihn somit von kommunismus abgrenzen.

vorurteile im bezug auf gewisse vorbehaftete begriffe lassen sich eben auch nicht aus der welt schaffen, indem man sie reproduziert - egal ob man eine solche reproduktion intentionierte, oder eben (wie in diesem fall anscheinend) nicht.

xernot
29.01.2012 14:06

wenn man es zulaessst, dass rechtsextreme am jahrestag der auschwitz befreiung in der hofburg in wien ihr groesstes fest abfeiern duerfen, darf man sich ueber diese reaktionen wirklich nicht wundern.

meine hochachtung an die demo-teilnehmer, dass das so ruhig abgegangen ist ... es haette mich nicht gewundert, wenn die wut noch wesentlich groesser gewesen waere ...

beeblebrox42
29.01.2012 13:56
Vorschlag: Wenn die Polizei so unfähig ist

lasst sie doch beim nächsten mal ganz weg.
Die friedliebenden Demonstranten werden ein nettes Spalier bilden und die Burschenschafter mit Buh-Rufen auf ihre Tanzveranstaltung gehen lassen. Die Burschenschafter als wahre Demokraten lassen die Meinung der Demonstranten gelten und kümmern sich nicht weiter drum. Am Rande kann beobachtet werden, wie ein Alter Herr in Couleur angeregt mit einer jungen Marxistin diskutiert dazwischen können Unbeteiligte Wiener und Touristen ungehindert spazieren gehen... sind ja alles ziviliserte friedliebende Menschen, die halt ihre Meinung kundtun wollen - Sarkasmus off

blueeyes82
29.01.2012 13:24
Ein Hoch auf unsre Linken

Körperverletzungen, Sachschaden. Ihr seid die wahre Gefahr, unserer Demokratie!

KeyOZ
29.01.2012 19:42
Blueeyes

wie passend nur immer diese Anglizismen Kamerad, tztz

Johnny Brainstorm
 
29.01.2012 14:14
Freakus T. He
31.01.2012 14:25
Danke für den Link

Das Kapitel über "Terrorismus" muss ma sich auf der Zunge zergehen lassen. Keine Zahlen, aber die größte Bedrohung von Allen?

zett
30.01.2012 23:33
absurd

der bericht ist ja das beste überhaupt:

4+6 Seiten "Rechtsextremismus" mit 1040 Anzeigen(davon 380 Sachbeschädigung/Körüerverletzungen...merkwürdigerweise andere Aufzählung als beim "Linksextremismus")

3+6 seiten "Linksextremismus" (340 anzeigen)

the best:
EXTRA 2+3 seiten nur für tierschützer(31 angezeigte straftaten..0 Körperverletzungen)

Witzig auch der Anstieg von 2009(3 anzeigen) auf 2010(31)...tja wer viel ermittelt, findet auch was...zumindest irgendwas, was man auch anzeigen kann.

Ich möchte hinzufügen, dass ich weder für Linke noch für Rechte Partei ergreifenwill-aber der Verfassungsschutz ist am rechten Auge halb blind(für die Tierschützer würde ich mittlerweile meine Hand ins feuer legen).

King David
29.01.2012 13:22
SOS Mitmensch

Und distanziert sich SOS Mitmensch auch von den kommunistischen Symbolen der Unterdrückung und Menschenverachtung, den Sachbeschädigungen oder ist diese Organisation zum Sprachrohr linker Propaganda geworden?

Rose Bud
31.01.2012 11:19
Nationalistische Retro-Folklore...

...abzulehnen, ist per se nicht links.

King David
31.01.2012 11:52

Kommunistische Unterdrückung und die Verherrlichung dieser Ideologie ist für eine "Menschenrechtsorganisation" aber die richtige Leitlinie?

Rose Bud
31.01.2012 12:32
Geh bitte...

...übertreib doch net so. "Kommunistische Unterdrückung" wird von SOS Mitmensch doch gar nicht "verherrlicht". Des is doch Blödsinn.

Die Rechten sollten endlich aufhören ihre ganzen historischen und jetzigen Schweinereien immer mit Stalin zu begründen.

King David
31.01.2012 14:59

Also unter einer roten Fahne mit den entsprechenden Symbolen zu demonstrieren, nenne ich aber klar so. Für mich ist das das gleiche als unter Nazi-Symbolen zu marschieren.

Beide Regime waren verachtungswert und haben Millionen Opfer verursacht. Das eine ist richtigerweise verboten, das andere wird relativiert und noch immer verherrlicht.

Rose Bud
31.01.2012 15:21
Relativier nur schön brav...

zett
30.01.2012 23:34

natürlich tun sie das.

King David
31.01.2012 07:22

Und wo bitte distanzieren sie sich? Bis jetzt habe ich noch keine einzige Zeile dazu lesen können. Aber Sie werden Ihre Behauptung sicherlich durch eine Quelle belegen können.

zett
31.01.2012 10:48

SOS Mitmensch unterscheidet nicht zwischen rechts und links(was auch immer das ist): "Ziel ist die Gleichberechtigung und Chancengleichheit aller Menschen."

Das "Problem" ist freilich, dass österreich eine nahe nationalsozialistische sowie eine austrofaschistische Vergangenheit hat(denen leider viele nachtrauern) und keine kommunistische.

Gegen etwas vorzugehen, dass es bei uns nicht gibt/gab ist schwierig oder unnötig.

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