Damen

Asarenka mit kurzem Prozess zum Titel

28. Jänner 2012 13:24
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    Ein großer Schritt für Wiktoria Asarenka.

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    Maria Scharapowa muss anerkennen.

Weißrussin lässt Maria Scharapowa im Finale wenig Chancen und holt nach einem Zweisatzsieg über die Russin ihren ersten Grand Slam Titel

Melbourne - Wiktoria Asarenka sank auf die Knie und konnte ihr Glück nicht fassen. Nach 82 Minuten Spielzeit hatte die erst 22-jährige Weißrussin ihr großes Ziel erreicht: Sie demontierte am Samstag vor 15.000 Zuschauern bei den Australian Open in Melbourne die aufgrund ihrer Erfahrung etwas höher eingeschätzte Maria Scharapowa (RUS/4) mit 6:3,6:0 und jubelte gleich in ihrem ersten Major-Finale über den ersten Grand-Slam-Sieg. Asarenka übernimmt damit am Montag auch erstmals die Spitze in der Damen-Weltrangliste und kassiert umgerechnet 1,87 Millionen Euro Preisgeld.

Dabei war sie rund 100 Minuten zuvor noch nervös in die Rod-Laver-Arena eingelaufen, schließlich war es ihr erster Auftritt in einem der vier großen Finale der Grand-Slams. Dementsprechend unsicher wirkte sie in den ersten Games und geriet im Kampf um die Nummer-1-Position zunächst mit 0:2,0:30 in Rückstand. Dann fing sich die 1,83 m große, gebürtige Minskerin mit Wohnsitz Monte Carlo aber zusehends und setzte zu einer Demontage der bestverdienenden Sportlerin der Welt an.

Nur noch ein Game überließ die bald in allen Belangen überlegende Asarenka ihrer Finalgegnerin, die in der Folge in ihrem sechsten Major-Endspiel völlig chancenlos war. Asarenka, die auch schon in Sydney gewonnen hat, hat damit bereits im jungen Jahr 2012 eine 12:0-Serie an Siegen stehen.

Maria verneigt sich

Scharapowa erwies sich wie so oft als hoch professionelle und sportliche Verliererin. "Wiktoria, ich gratuliere dir. Du hast so hart gearbeitet, um diesen Titel zu gewinnen", sagte die Russin und Asarenka bedankte sich danach für die netten Worte. "Ich bin sicher, wir werden noch viele Finali gegeneinander spielen", erklärte die neue Nummer 1, die im siebenten Aufeinandertreffen mit Scharapowa zum vierten Mal die Oberhand behalten hat.

"Ich könnte nicht glücklicher sein. Ich bin schon, seit ich bei den Juniorinnen war, immer gerne nach Australien gekommen und hatte ein tolles Monat. Ein Traum ist wahr geworden", meinte eine berührte Asarenka, die sich von Beginn weg Diskussionen ersparen wird, ob sie eine würdige Nummer 1 ist. Im Gegensatz zu Caroline Wozniacki, die insgesamt 67 Wochen Nummer 1 der Welt war, aber bisher noch kein Major gewonnen hat, hat sie zwei Fliegen auf einen Streich geschlagen. Das ist bisher erst zwei Spielerinnen (Martina Navratilova nach Wimbledon 1978 und Ana Ivanovic nach den French Open 2008) gelungen.

Hockey-Hilfe

"Vika", wie sie genannt wird, wurde der "Daphne Akhurst Memorial Cup", auf dem ihr Name eingraviert wird, von der früheren Weltklasse-Spielerin Martina Hingis überreicht. Melbourne war ihr insgesamt zehnter Titel und nach diesem Durchbruch könnte eine neue Ära im Damen-Tennis begonnen haben. Dazu passt auch, dass Asarenka im Halbfinale die am Jahresende endgültig zurücktretende Titelverteidigerin Kim Clijsters in drei Sätzen ausgeschaltet hat.

Asarenka wusste auch in der Stunde des Triumphs ihrer Crew zu danken. Sie erwähnte ihren Coach Sam Sumyk, unter dem sie in den letzten beiden Jahren härter und disziplinierter trainiert hatte. Und auch ihrer Großmutter dankte sie. Asarenka hat mit ihrer Oma gar einen Vertrag abgeschlossen, damit diese sich mit 71 endlich pensionieren ließ. Asarenka: "Es ist unglaublich, wie hart viele Leute arbeiten und arbeiten müssen. Und wir Tennisspielerinnen regen uns manchmal über Kleinigkeiten auf."

Sie wird aber wohl auch an den NHL-Goalie der Edmonton Oilers gedacht haben, dem sie ein Gutteil ihrer Karriere verdankt: Sie lernte den Russen Nikolai Chabibulin als damals 14-Jährige bei dessen Stanley-Cup-Sieg mit Tampa Bay kennen. Chabibulins weißrussische Frau hatte früher mit Asarenkas Mutter zusammen in Minsk Tennis gespielt. So erfuhren sie von den Problemen der Asarenkas, die sich in Weißrussland mit Funktionären überworfen hatten.

Die Chabibulins offerierten Asarenka Trainingsmöglichkeiten in den USA. Der Goalie übernahm alle Kosten für Coaching und Spesen. Asarenka lebte bei den Chabibulins und bezeichnet sie als "zweite Familie". Das Geld spielte dabei nie eine Rolle. Wenn sie es schaffe, könne sie es irgendwann einmal zurückzahlen, so lautete der Deal. Mittlerweile hat Asarenka schon 11,5 Mio. Dollar Preisgeld verdient und es wird wohl - so sie verletzungsfrei bleibt - noch weit mehr werden.

Für Scharapowa bleibt die bittere Erkenntnis, dass sie innerhalb eines Jahres gegen die zweite Major-Finaldebütantin verloren hat. Im Vorjahr in Wimbledon hatte sie sich als Favoritin der Tschechin Petra Kvitova beugen müssen. (APA)

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Roland Garros
29.01.2012 18:38
sharapova

unglaublich nervig, wie sie selbst vor'm return schon die faust ballt.

die einzig möglich steigerungsstufe wäre, wenn sie beginnt "während" der ballwechsel die faust zu zeigen.

niki123
30.01.2012 00:06

hab vergessen welche spielerin es war, aber die hat auch wenn die gegnerin einen unforced error gemacht hat ihre faust geballt. das ist find ich noch unsportlicher, als es vorm return zu machen.

Roland Garros
30.01.2012 09:03

unsportlich finde ich das faustballen vor'm return gar nicht, nur sehr nervig und unsympathisch! nun gut, es passt zu sharapovas insgesamten auftreten.

die gestiken der damen sind mittlerweile um einiges aggressiver und martialischer als jene der herren.

schon kurios - bis mitte der 90er gab's im damentennis keine faust und (mit ausnahme von seles) kein gekreische.

niki123
30.01.2012 11:51

ich find spielerinnen wie radwanska sowieso um welten sympathischer. aber dass die fans jetzt beginnen die spielerinnen (asarenka) zu verarschen ist find ich ein guter beginn. vielleicht tut sich ja was in den nächsten jahren.

madeingermany
29.01.2012 00:48
Sollten solche Spielerinnen nicht dazu gezwungen werden,

ihre Rackets mit ihren Stimmbändern zu bespannen?

Irre Gut
28.01.2012 23:58
Ich fand Asarenka das ganze Turnier ueber toll. Sie hat verdient gewonnen!

der unverbesserwisserliche
28.01.2012 23:08
Auch von mir Gratulation zu seinem Sieg!

UnitedNo.9
28.01.2012 22:37

ich hab das spiel nicht gesehen aber alleine nach den highlights wird mir klar hier geht es nur noch darum wer lauter schreit und fester auf den ball draufhaut.
es hat schon was komisches wenn sie anfangen zu gröhlen aber wie zum teufel kann man sich soetwas länger als 10min. geben.ich bin für ein schreiverbot auch wenn es schwer bis gar nicht durchsetzbar ist.

jerry springer
29.01.2012 00:58
die 91db von azarenka....

....schafft nadal locker.die diskussion geht aber immer nur ums damengröhlen, man könnte daher glatt vermuten, die diskussion hat eine rein sexistische basis:
es verstößt ja gegen eine männliche auffassung von weibilichkeit, die stilettos, pushups und leises stöhnen im schlafzimmer verlangt.

UnitedNo.9
29.01.2012 01:14

überzogen aber sie haben teilweise recht(erster satz und zweiter satz bis zum beistrich)
das stöhnen empfinde ich generell als störend und nadal mit azarenka zu vergleichen...

jerry springer
29.01.2012 01:25
ach so...

...91 db sind leiser, wenn nadal sie zsamröhrt. wenn sie das so stehen lassen möchten, weilt mein recht wohl länger als nur bis zum beistrich.

blub7
29.01.2012 14:35
höhere...

...frequenzen hört man deutlich besser raus...also subjektiv würde ich sagen, dass nadal bei WEITEM nicht so laut schreit...kann natürlich objektiv gemessen anders sein, ändert aber nix dran, dass es bei frauen stärker auffällt

I can no more - I break equal together...
28.01.2012 20:18
Djokovic - Murray ...

Der dritte Satz im Halbfinale hat, wenn ich mich nicht irre, 6 Minuten länger gedauert, als das Damenfinale...

rioja
28.01.2012 20:46

ja der dauerte um die 88 minuten

rioja
28.01.2012 20:14

djokovic - nadal wird wesentlich spannender hoffe ich

TrueFalse
28.01.2012 17:40
Dank dem geschreie eines sterbenden Tiers

kann man Damentennis leider heutzutage nicht mehr anschauen...

Roland Garros
28.01.2012 20:11

furchtbares gekreische und bei jedem (und 'vor' jedem -> sharapova) punkt die faust zeigen. das ist mittlerweile wirklich schon schwer auszuhalten.

wo sind die zeiten einer chris evert oder steffi graf! ;)

mit seles kam die schreierei.

TrueFalse
29.01.2012 00:12
Die letzte gute Tennisspielern der man noch zuschauen konnte

Ist noch Justin Henin gewesen.

Wurde auch mal schön von Wilander kommentiert. Man kann auch ohne diese Gekreische gute und harte Bälle spielen.

Aber erhlich, ich hab in letzter Zeit wirklich kein Damentennis mehr geschaut. Alleine die Zusammenfassung auf Eurosport war schon eine Zumutung für meine Ohren. Und dann noch vielleicht hunderte Dollar für sowas ausgeben um dann mit guten 100 Debizel bombardiert zu werden,.

azgio
28.01.2012 22:02

meine red! die beiden - evert und graf - sind bei den damen meine all-time favorites. so schöne grundschläge (evert) und eine so tolle beinarbeit (graf) hat's nie wieder gegeben!

Arnold Strong
28.01.2012 16:51

Einige hier sind echt lustig. Beschweren sich über das schlechte Niveau, und zwischendurch jammern sie immer wieder, die Spielerinnen wären nicht weiblich genug... Was jetzt?

azgio
28.01.2012 16:12
Einerseits/andererseits

Einerseits wurde dem Damentennis früher immer vorgeworfen, die Dichte sei zu gering, was ja auch stimmte. Andererseits gab es sehr attraktive und geradezu legendäre Langzeitduelle unterschiedlicher Spielerinnentypen: Evert, Navratilova, Graf, Seles, Hingis. Das ist heute vorbei. Die meisten haben nur einen Spielstil drauf, und fast alle heißen ic oder ova.

JohnPaul1
29.01.2012 10:14

Die Nummer 1 im Herrentennis heisst übrigens auch ic.

zest
28.01.2012 15:43
ball dreschen

a la 2012. wie langweilig. abschalten.

Wowo101
28.01.2012 16:14

Korrekt.
Abgesehen vom Material fand in diesem Sport eine schreckliche Rückentwicklung statt.

R.Kipling
28.01.2012 12:10
Das Damenfinale hat wieder gezeigt

wie technisch degeneriert das Damentennis mittlerweile ist!!

Keine Frage das Tempo Mitte des ersten Satzes war extrem hoch und spektakulär, das dauerte jedoch nur zwei Games.. Danach war klar, dass Asarenka heute, in diesem Bereich besser ist. Es kam jedoch überhaupt kein Versuch von Scharapowa das Tempo mal herauszunehmen, hohe Bälle einzustreuen, einen Slice zu spielen, kurze Winkelbälle zu schlagen, den Rhythmus zu wechseln um Asarenka aus ebendiesem zu bringen!!

Der Grund: die Damen können das heutzutage nicht mehr! Die einzige Strategie, die sie kennen ist auf jeden Ball so fest draufzugehen, wie sie können und wenn das die Gegnerin besser kann, dann hat sie keine Chance und Mittel mehr um zu gewinnen..

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