Ehrenschutz durch Töchterle laut Veranstalter genehmigt

28. Jänner 2012 11:03

Organisatoren verweisen auf angebliche schriftliche Zusage

Wien - Der Ehrenschutz für den umstrittenen Ball des Wiener Korporationsringes (WKR) durch Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (V) wurde offenbar ausdrücklich genehmigt. Man sei im Besitz einer dementsprechenden schriftlichen Erlaubnis, betonten die Ballorganisatoren Freitagnacht gegenüber der APA. Töchterle führte im Programmheft die Riege des "Akademischen Ehrenkomitees" an, war aber selbst nicht anwesend. Nach ihm angeführt waren außerdem der Präsident der Österreichischen Universitätskonferenz, Heinrich Schmidinger, sowie der Rektor der Montanuniversität Leoben, Wilfried Eichlseder.

Nach Bekanntwerden der Tatsache hatte Töchterle angekündigt, die Sache aufklären lassen zu wollen. "Das war keinesfalls die Intention des Ministers", betonte seine Sprecherin auch am Samstagvormittag. "Wir können das derzeit nicht nachvollziehen und bemühen uns um rasche Aufklärung", kündigte sie an.

Die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) kritisierte die Nennung Töchterles und Schmidingers im Ballprogramm scharf und sprach gegenüber der APA von einem "Skandal": "Wir sind schockiert. Töchterle und auch Schmidinger sollten sich schnellstmöglich dazu äußern", erklärte eine ÖH-Sprecherin am Samstagvormittag. Es liege in der Verantwortung des Ministers, "dem nachzugehen, wie es dazu gekommen ist und das klar zu stellen." (APA)

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16 Postings
da Ding
28.01.2012 20:18
unvorstellbar

Ich kann mit nicht vorstellen, dass Schmidinger mit dieser Veranstaltung auch nur das Geringste zu tun haben will. Er hat seit mehr als zehn Jahren als Rektor in bezug auf Rechtsextremismus und Antisemitismus stets eine eindeutige Position bezogen und mit der Gründung eines Zentrums für Jüdische Kulturgeschichte an der Uni Salzburg ganz andere Zeichen gesetzt. Hoffentlich wird die missbräuchliche Verwendung seines Namens für die Veranstalter Konsequenzen haben. Bezüglich Töcherle denke ich übrigens genauso.

FabrechaParteigibtsKane, gründen wir eine
28.01.2012 13:35
Töchterle kommt aus Tirol,

hat an der Universität Innsbruck studiert, dort, wo sich "schwarz und braun" immer schon gut arrangiert haben. Wieso soll er den WKR Ball nicht bewilligen? Er hat ja nichts anderes gelernt, als "appeasement" (oder anschmusen).

ceiberweiber.at
28.01.2012 13:48
laut presseaussendung

wurde ihm eine einladung geschickt, die er aber nicht angenommen hat, die haben ihn dennoch ins ehrenkomitee aufgenommen.

Der Chronist
31.01.2012 10:00

Das können die gar nicht ohne Zusage. Irgendjemand muss also in Töchterles Auftrag gegengezeichnet haben.

Althase
28.01.2012 12:56

Töchterle - mit Grauen wende ich mich ab
Als Minister bei so einer Veranstaltung den Ehrenvorsitz zu übernehmen ist ein Bekenntnis zur rechten Szene und eine Schande für dieses Land

karnickel
28.01.2012 12:38

Töchterle, Schmidinger, Eichlseder - sofort zu einem mehrjährigen Geschichteseminar mit ausgiebigen Führungen durch Mauthausen, Dachau, Buchenwald, Auschwitz.

Adam Markus
28.01.2012 12:28

Sollte die Geschichte stimmen sind diese Leite Rücktrittsreif.

Ich erwarte mir in so einem Fall auch, dass die ÖH mit diesen Personen nicht mehr verhandelt. Keinen Fußbreit dem Faschismus und keine Diskussion mit Rechtsextremen muss das Motto lauten!

Bitte drei Bier!
28.01.2012 12:38
Also wg. sowas wird in Österreich kein Minister zurücktreten

OliM
28.01.2012 11:39

Bravo!

Demokrit 007
28.01.2012 12:13
Für wen ?????????????????

Witz komm raus, du bist (noch nicht) umzingelt.

Demokrit 007
28.01.2012 11:25
Ich hoffe im Interesse der Genannten, ...

... dass sich der "Ehrenschutz" als Schlamperei oder Falschmeldung der FPÖ herausstellt. Ansonsten reicht dies an einen Rücktrittsgrund, für beide, heran. Beide wollen hoffentlich ja nicht jene "Ehre" schützen, die "Treue" heißt (SS-Spruch). Bei einem Philologen wie Töchterle kann ich mir es wirlich nicht vorstellen.

hardy ess
 
28.01.2012 13:13
himmlers vater

war auch altphilologe. das also wäre kein argument.

grüße

Der lachende Mann
28.01.2012 11:09

Töchterle ist doch auch ein Bursche. Manche lassen sich vom Namen täuschen.

Diego: Das alte Lager
 
28.01.2012 12:41
Ja, stimmt, jetzt wo du es sagst fällt es mir auch auf:

Er sollte sich schnellstens in "Töchter-Söhnele" umbenennen, sonst droht noch eine Anzeige von Heinisch-Hosek.

Der lachende Mann
28.01.2012 15:44

Das wird anders laufen: Töchterles Töchter bekommen keinen Quotenjob in irgendeinem Aufsichtsrat.

Demokrit 007
28.01.2012 12:12
Der Wortwitz ist gut, Gratulation.

Ich erwarte trotzdem ein Dementi von Töchterle, dass er kein "Burschi" ist.

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