Ein schmissiges Fest in der Hofburg

Reportage | K. Burgstaller, S. Pumberger, R. Schüller, R. Winkler-Hermaden,, 28. Jänner 2012, 13:22

  • Die Eröffnungsrede von Ball-Organisator Guggenbichler und FPÖ-Chef Strache wurde von einem Ball-Besucher bereits auf youtube gestellt.

  • Zum 59. Mal fand am Freitag der Ball des Wiener Korporations-Ringes statt. derStandard.at war vor Ort, ein Ballgast hat uns Fotos zur Verfügung gestellt.
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    Zum 59. Mal fand am Freitag der Ball des Wiener Korporations-Ringes statt. derStandard.at war vor Ort, ein Ballgast hat uns Fotos zur Verfügung gestellt.

  • Heinz-Christian Strache und Martin Graf waren nur zwei der Ehrengäste.
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    Heinz-Christian Strache und Martin Graf waren nur zwei der Ehrengäste.

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Disco, deutsche Balltouristen, Deckel am Kopf und ein Uniformskandal - Ein derStandard.at-Lokalaugenschein vom Burschenschafterball

"Pfui, Nazi". Die Worte einer älteren Dame hallen durch die Gassen der Wiener Innenstadt. Sie beschimpft uns, als wir uns auf den Weg in die Hofburg machen. Es ist Freitagabend. Die City ist großräumig abgesperrt. Nur mit einer Ballkarte kommen wir an den Polizisten vorbei. In voller Montur stehen sie hinter den Absperrungsgittern. Von fern hören wir Gegendemonstranten skandieren. 

Seit Wochen wird über den Ball des Wiener Korporationsrings, kurz WKR-Ball, debattiert. Während die Burschenschafter nichts dabei finden, ihr jährliches Tanzvergnügen in der Hofburg abzuhalten, protestieren Menschenrechtsgruppen gegen den "Rechtsextremisten-Aufmarsch". Für viele von ihnen ist es blanker Hohn, dass das bunte Treiben am Gedenktag der Auschwitz-Befreiung stattfindet.

Hektoliter Haarspray

Es war erstaunlich einfach, Karten für den WKR-Ball zu bekommen. In einer Burschenschafter-Bude haben wir sie gekauft, um 72 Euro das Stück. Offiziell wurde nur der Austria Presseagentur die Berichterstattung erlaubt.

Wir betreten die Hofburg. In den grell erleuchteten Eingangshallen werden wir von jungen Männern erwartet. Sie alle sind korporiert, tragen Smoking oder Frack, den Deckel und Coleurbänder. Mit einem Schlag fühlen wir uns in eine andere Welt, in eine andere Zeit versetzt. Die Damen sind elegant gekleidet, schwarze Kleider beherrschen die Szenerie. Ab und zu blitzen exzentrische Abendroben auf, die Festtagstracht blieb im Schrank. Von der schillernden Kleiderpracht des Opernballs ist nichts zu sehen. Sorgsam sind die Frisuren der Damen zu monströsen Kunstwerken getürmt - Hektoliter an Haarspray müssen wohl versprüht worden sein.

Ein besonders auffälliger Bursch trägt einen frischen Schmiss auf der Wange. Das Pflaster ist blutig, seine rechte Gesichtshälfte ist geschwollen. Ob seine Wunde nicht schmerzt, fragen wir ihn. Schon, aber da müsse man drüber stehen, sagt er stolz. Er lächelt etwas gequält und trägt seine Wunde wie einen Orden in den Saal.

"Anfahrtsprobleme" und eine Uniform

Der Ball in der Hofburg ist über mehrere Räume und Säle verteilt. Der große Festsaal ist mit Blumengestecken und einer schwarz-rot-goldenen Burschenschafterfahne geschmückt. Die Eröffnung verzögert sich um eine Stunde - wegen "Anfahrtsproblemen" einiger Ehrengäste, wie durchgesagt wird. Ein Raunen geht durch den Saal. Viele verlassen ihren Platz am Parkett und schlendern durch die Gänge der Hofburg. Einige stecken die Köpfe zusammen: Dass die Demonstranten Schuld an der Verzögerung haben, steht für die Anwesenden außer Frage. Man genehmigt sich ein Gläschen Sekt, plaudert und stimmt sich auf den Abend ein - ein Ball wie jeder andere, könnte man meinen. Wenn da nicht die seltsamen Kopfbedeckungen mancher Gäste wären: Schlumpfiges bis Strumpfiges schmückt hier so manchen Scheitel. Ansonsten dominieren klassische "Deckel" in den unterschiedlichsten Farben. Den Veranstaltern zufolge sind mehr als 3.000 Gäste in der Hofburg. Mehr als in den Jahren davor. Viele sind aus Deutschland angereist.

Um 22 Uhr hebt schließlich die Eröffnung an. Zuerst ziehen die Debütanten und Debütantinnen ein, später die Ehrengäste, darunter unzählige FPÖ-Granden: Parteichef Heinz-Christian Strache, Nationalratspräsident Martin Graf, Vater und Sohn Gudenus, Bundespräsidentschaftskandidatin Barbara Rosenkranz, Hilmar Kabas, die Wiener Landtagsabgeordnete Barbara Kappl und Chefideologe Andreas Mölzer. Der blaue Gemeinderat Wolfgang Jung erscheint im Frack, der von ihm angekündigte Uniform-Aufstand bleibt aus. Mutiger ist hingegen der Rieder Nationalratsabgeordnete Elmar Podgorschek. Stolz zeigt sich der Hauptmann der Miliz in seiner grauen Ausgehuniform und widersetzt sich damit der Weisung von Verteidigungsminister Norbert Darabos. Ihm droht eine Verwaltungsstrafe in Höhe von bis zu 700 Euro. Ein Foto, das Podgorschek in voller Montur zeigt, liegt derStandard.at vor. 

Internationale Gäste

Abseits des Uniform-Eklats gibt sich die internationale Rechte ein Stelldichein: Marine Le Pen, Anführerin des französischen "Front National", lässt sich für wenige Stunden blicken, der "Schwedendemokrat" Kent Ekeroth sowie Philip Claeys vom belgischen "Vlaams Belang" schwingen auf Einladung des FPÖ-Abgeordneten Franz Obermayr das Tanzbein. In seiner Festrede begrüßt Strache die internationalen Gäste nicht. Im Frack und mit Tönnchen am Kopf preist er die Ballgäste als "Demokraten und Leistungsträger" und verdammt die "antidemokratischen Gewalttäter" draußen vor den Toren der Hofburg.

Für ihn ist der Ball ein Zeichen für "Meinungsfreiheit". Die Burschenschafter würden auch in Zukunft "unbeirrbar" ihre Feiern abhalten. Das Publikum johlt - ein Heimspiel für Strache. Mit dem Sager "der Ball ist ein Symbol für die Liebe zu unserem Vaterland", heizt er die Stimmung im Prunksaal weiter an. Flankiert von Burschenschaftern aller Couleurs resümiert der Chef der österreichischen Freiheitlichen: "Wir alle, die wir hier anwesend sind, stehen zu unserer Kultur. Eine deutsche Kultur. Ein deutscher Kulturraum, der uns ausmacht." Das kommt gut an. Nicht nur bei den deutschen Gästen. Das Licht wird herunter gedimmt, mit Verve wird das Volkslied "Die Gedanken sind frei" angestimmt.

Deckel-Tanz

Der Ball ist eröffnet: Alles Rechtswalzer. Wer nicht gut führt, fällt auf dieser Tanzfläche auf. Während die Menge übers Parkett fegt, geht es einen Stock tiefer etwas deftiger zu. In der Disco stößt ein deutscher Korporierter auf den Geburtstag des letzten deutschen Kaisers an. "Unseren Wilhelm II.", wie der Mittdreißiger betont. Auf Platz zwei seiner Sympathieskala rangiert "der King" - Elvis Presley. Hartnäckig bittet er den DJ um einen Song des Rock 'n' Rollers. Sein Wunsch bleibt unerfüllt. Aus den Boxen dröhnen die Black Eyed Peas mit "It's gonna be a good, good night - Mazel tov."

Wir ziehen weiter. In dieser sehr speziellen Runde nicht aufzufallen, ist schwierig: Wir tragen keine Deckel, keine Couleur-Bänder, keine Schmisse. Viele scheinen das zu ignorieren, manchen betrachten uns argwöhnisch und einige reagieren sogar sehr ablehnend.

"Red jetzt kan Schas"

Wir beginnen ein Gespräch mit ein paar jungen korporierten Studenten von der Montan-Universität Leoben. Die Montanisten tragen Bergkittel. Sie witzeln darüber, dass der WKR-Ball im kommenden Jahr in Leoben und nicht in Wien stattfinden könnte. „Aber da passen nur 2.500 Leute rein", feixen sie. Angeheitert ziehen die jungen Herrn an ihren Glimmstängeln - bis plötzlich einer fragt: „Und von welcher Burschenschaft kommt ihr?" Diese Frage hören wir an diesem Abend nicht zum ersten Mal. Etwas holprig erklären wir, dass wir über einen Bekannten auf den Ball gekommen sind und uns das Geschehen einmal anschauen wollen. Das reicht zumindest einem der dreien nicht: „Pass auf, wos du sogst. Red jetzt kan Schas", warnt er seine Freunde. "Belangloses darfst sagen, sonst nix." Wir treten den geordneten Rückzug an. Tschick aus und zurück in das anonyme Getümmel des Ballsaals.

Verirrte Nicht-Chargierte

Neben uns gibt es auch andere Nicht-Chargierte am Ball, wenn es auch wenige sind. An der Bar in der Nähe des Festsaals hält sich ein Sportlehrer an seinen Lachsbrötchen fest. Die geforderte Fliege, der Deckel und das Couleurband fehlen. Ein Freund von ihm sei Burschenschafter, erzählt er schmatzend. "Der Ball ist ein schönes Fest, ich will mir das alles anschauen." Mit "dem Fechten" kann er wenig anfangen. "Ich brauche das nicht, um meine Ehre als Mann herzustellen, dafür bin ich viel zu eitel."

"Sind wir jetzt frei oder nicht?"

Mehr oder weniger unauffällig mengen sich Security-Kräfte unter die Gäste. Immer wieder werden Ballbesucher zurechtgewiesen. "Hören Sie auf zu filmen!", fährt ein Security einen Herren an, der sein Handy gezückt hat. Eine ältere Dame mischt sich ein: "Vorher haben wir von den freien Gedanken gesungen. Sind wir jetzt frei oder nicht?"

Je später die Stunde, desto rüder wird der Ton im feinen Ambiente. Gern vergessen manche Burschenschafter ihr mehr oder weniger gutes Benehmen, wenn sie über ihre "Feinde" schwadronieren. Die Schuldigen für die Proteste draußen vor der Tür sind rasch gefunden: "Der Herr Muzikant","die linken Demonstranten" und natürlich "die Medien, die Demonstrationen verharmlosen".

FPÖ-Chef Strache zeigt erstaunliche Standfestigkeit: Um drei Uhr morgens debattiert er in der Raucherbar leidenschaftlich in einer Runde. Zwei Stunden später hallt ein letztes Mal die Melodie der "Burschenherrlichkeit" durch die Säle der Hofburg:

O alte Burschenherrlichkeit,
Wohin bist du entschwunden,
Nie kehrst du wieder goldne Zeit,
So froh und ungebunden!
...

 

(derStandard.at, 28.1.2012)

Kommentar posten
Posting 676 bis 725 von 1869

die Wannsee-Konferenz fand auch unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

meine sehr geehrten damen und herren

dies ist SICHER kein fake-user-profil.
(darum auch die vielen stricherl!!)
schon 3 postings-alle zu diesem thema(innerhalb von 36min)!!
und diese dame -die links aufgewachsen ist- fühlt sich natürlich sofort verpflichtet(sie ist so klug geworden über die jahre), uns DIE WAHRHEIT über die burschis und deren ball zu erzählen.

es ist sicher KEIN frustrierter rechter der mit 17 verschiedenen profilen in diversen foren gschichtln druckt...

weil sie DORT war!!!!

:)

Sie haben also nix schlimmes gehört?

Wenn für Sie soetwas wie die Ansprache vom Strache ganz normal ist, dann sollten Sie sich vielleicht doch einige Gedanken wegen der genauen politischen Einordnung ihres Gedankenguts machen.

Ich denke nicht, dass ich meine politische einstellung

Vor einer online-community rechtfertigen muss. Ich bin liberal und höre mir mit grossem interesse immer alle meinungen an. Erfahrungsgemäss ist das für mich immer der richtige weg gewsen...Mehr oder weniger aggresive posts hier hin oder her. Wer selber nicht bereit ist sich andere meinungen anzuhören, was noch lange nicht bedeutet diesen zuzustimmen, ist selber schuld. Früher oder später bedeutet so eine einstellung immer stillstand in einer gesellschaft.

"soetwas wie".

Was genau? Kenne die Rede nicht, würde mich aber interessieren, welcher Satz von Strache es bspw. rechtfertigt, dass sämtliche Ballgäste seit Wochen als Nazis abgestempelt werden.

Lasst doch denen eine Freude, deren einzige Freude die ist, andere schlecht zu machen - weil sie selber im Leben nix zusammen gebracht haben

..und dann haben sie sich halt gedacht ah,da ist der tellerrand.danach haben sie den mutigen schritt getan und sind auf den naziball gegangen.brav.

unter uns

war es Ihnen, falls Sie wirklich dort waren und wirklich nicht rechts sind, nicht etwas peinlich, mit Scharen von Alt- und Jungnazis zu "feiern"?

Herr Nomenestomen,
vielleicht finden Sie, bevor Sie lange, aber leere Kampf-Postings verfassen, den Unterschied zwischen Headline und Fließtext heraus.

Headline 250 Zeichen
Fließtext 750 Zeichen

herr/frau "humpdump"

vielleicht finden sie irgendwann heraus was ein "Kampfposting" ist und was nicht- ist ja schon fast lächerlich meinen kommentar so zu bezeichen.

im übrigen bin ich eine junge frau- eher in linken kreisen aufgewachen, habe jedoch eine liberale einstellung entwickelt.

glauben sie ernsthaft,dass strache liberal ist?
und sie sehen sich da gut aufgehoben,als in linken kreisen aufgewachsene,junge dame?

sind sie sicher,dass sie nicht etwas desorientiert sind,in ihrer jugend,im geschlecht und in ihrer gesinnung?

Und als links- liberale Frau gehen Sie auf einen Ball, wo Sie a) von Rechtsextremisten umgeben sind und b) ihre Funktion auf die des Saalschmucks reduziert wird?

Gratuliere. Weit haben sie's gebracht.

Cool!
Frauen, die auf Burschenschaftenbällen ihr ehemaliges linkes Gedankengut zur Schau stellen, mag ich!

Na wenn Sie das sagen...

Anderseits, wenn Sie da tatsächlich nur aus Neugier hingegangen sind, also auch niemanden kannten, wie kommen Sie darauf, dass irgendjemand dort ausgerechnet Ihnen, einem völlig Fremden, seine viell. extremeren Ansichten auf die Nase bindet?

Wenn Sie sich über die Ideologie der Burschenschaftler, Landsmannschaften usw. informieren wollen ist so ein Ballbesuch eher sinnlos.

zu schnell

leider ist mein voriger Beitrag zu schnell online gegangen. Meine Frage: Straches Rede, war die anders als im Artikel beschrieben? Für mich ist das das Schlimmste. Wie die Leute reagiert haben, find ich eh nicht so dramatisch. Und wie lange waren Sie auf dem Ball?

Sie sind ja ein ganz lustiger. natürlich wurde hier straches rede nicht nachbearbeitet oder dergleichen. ich habe auch nie behauptet gut zuheissen, was dieser mensch von sich gibt (TUE ICH NÄMLICH ABSOLUT NICHT!). ich habe lediglich geschrieben, dass keiner meiner gesprächspartner (mir gegenüber) auch nur im entferntesten rechtsradikale kommentare von sich gegeben hat.

ja ist ja auch sehr üblich in diesen kreisen.

.mit wildfremden menschen über rechtsradikale themen zu sprechen..

was haben sie sich erwartet? dass die alle mit na+i-arbmninden gröhlend ihre parolen rausschrein?

der punkt ist, dass der ball kritisiert wird, weil einerseits der wkr organisator ist und unter anderem die rechtsradikale burschenschaft olympia (holocaust-leugner irving als gastredner; neona*iliederabende) und weil es ein internationales treffen der führenden europäischen rechtse*tremisten ist.

und sie waren eben teil davon

lustig, ja....

also lustig wollte ich eigentlich nicht sein. eher sehr ernst. Jedenfalls habe ich nicht einmal beim 2. Durchlesen des Artikels Ihr Problem gefunden. Dass der Standard nicht hingeht um ein Loblied auf den Ball zu singen, dürfte selbst dem unbedarftesten Standardleser klar sein.

Sagen Sie mal: hat eigentlich jemand Ihrer Gesprächspartner der Trotzki hochleben lassen? Weil, wenn nicht, dann dann bleibt nur der Schluss übrig, dass nicht nur keine Nazis am Ball waren, sondern auch keine Kommunisten.

Glaubens nicht, dass man den Ball mit ein bisserl Gespür an einem anderen Tag stattfinden hätte lassen können?

Mag sein, allerdings hat der HC gesagt, dass der Ball immer am letzten Freitag des Jänners stattgefunden hat... hab ich nicht überprüft.
Aber wenn es so ist, dann wäre ein Verschieben wegen dem Holocaust-Gedenktag ein Schuldeingeständnis.
Ist doch völlig klar, dass der Ball deshalb nicht verschoben wird.

Straches Rede

Was ist so schlimm daran, dass eine Zeitung sich auch verkaufen will und Quote braucht? Davon lebt auch derStandard. Und hier wird nun eine Plattform für alle diejenigen geboten (auch ihnen und mir), sich entsprechend seiner Möglichkeiten auszudrücken und es gut oder schlecht zu heissen.

im prinzip nur die erklärung und der wille des standards per se eine qualitätszeitung zu sein. ein satirischer beitrag wäre ja ganz nett, solange er nicht die einzige informationsquelle vom ball wäre...

ich vermisse bei der berichterstattung einfach die objektivität.

Bei dem Artikel war sicher nicht das Ziel, objektiv zu berichten. Dann hätte äquidistant und ausgewogen in Bezug auf Demonstranten und Ballbesuchern geschrieben werden müssen. Das ganze haette dann aber mehr einem wissenschaftlichen Artikel denn einem Headliner fuer den Onlinestandard geglichen.

Das Ziel war hier wohl der "Knüller" mit dem "boah-ey" Effekt auf Standard und nicht Krone-Niveau.

Viele halten die Burschenschafter für ein arbeitsscheues Gesindel, dass gemütlich über Freunderlwirtschaft und Protektion von den "Alten Herren" Posten in Anwaltskanzleien oder Parteiposten der FPÖ zugeschanzt bekommen.

viele halten ... und wie ?

mit recht !

Viele halten die SJ für arbeitsscheues Gesindel, dass (sic!) gemütlich über Freunderlwirtschaft und Protektion von den 'Genossen' Posten bei den ÖBB, im Orf, oder Parteiposten der SPÖ zugeschanzt bekommen.

Liebe Leute, grämt Euch nicht

diese Kasperln haben aus einer etwas enfternteren Perspektive überhaupt keine Wichtigkeit....

"diese Kasperln haben aus einer etwas enfternteren Perspektive überhaupt keine Wichtigkeit"

kann mensch so sehen oder auch nicht.
Generell finde ich ist der Protest gegen den WKR Ball, einer der erfolgreichsten gewesen. Es ist durch kreative Formen der Widerstands der Beginn des Balles verzögert worden repsektive die Anreise erschwert worden. Es ist erreicht worden eine Vielzahl von Menschen zu mobilisieren. Es ist erreicht worden, dass dieser Ball nächstes Jahr nicht mehr in der Hofburg stattfindet. Es ist erreicht worden, dass der Ball auch internationale Aufmerksamkeit erheischt und kritisch thematisiert wird. Und die Conclusio, das wichtigste überhaupt, es ist möglich etwas zu verändern, Widerstand gegen Rechtsextremismus, die FP und ihren Korruptionsstadl, zeigt Wirkung!!!

Genau genommen ist gar nichts erreicht worden.

Die FPÖ wird ihre Stimmen bei der nächsten Wahl bekommen, die BUrschenschaften werden einen anderen schönen Ort finden und noch feiern, wenn wir schon alle nicht mehr da sind.

Das Problem sind nicht die Burschenschaften, sondern das Wählerpotenzial der FPÖ, das von keiner anderen vernünftigen Partei (wenn es sowas überhaupt gibt), abgefangen werden kann.

Die sitzen im Parlament, möglicherweise bald in der Regierung!

bei etwas weniger aufregung wäre das nicht so.

nun, nicht wegen ihrer Leistung sondern aufgrund des Unwillens von Schwarz und Rot mit mutigen Entscheidungen das Land kooperativ zu gehen. Eigennutz wohin man schaut.

In Wahrheit braucht HC nur alle 2 Monate Fotos von schicken Girls mit ihm in der Karibik auf Facebook posten und ueber "zuviel Ausländer ueberall" reden. Es ist ganz easy. Gruen kann hoechstens organisch wachsen, da sie sich auf Randgruppenthemen fixieren, die eben nur Randgruppen anziehen.

liebe Leute, grämt Euch nicht

http://images.derstandard.at/2012/01/2... 545106.jpg

Also der in der Mitte schaut wie ein Zugschaffner aus. Der links von ihm ist wohl der Herr vom mobilen Boardservice? Welche Profession hat der dicke Herr rechts?

Teppichverkäufer in istanbul, nein doch eher in Mostar...

Das wirklich 'Lustige' ist ja,...

...dass Linke und Rechte genau gleich sind:
* Beide hassen die anderen bis aufs Blut, würden sie am Liebsten standesrechtlich erschiessen lassen.
* Sowohl Linke als auch Rechte sind antidemokratisch
* Beide Seiten haben eine ausgeprägte Gewaltaffinität
* Viele Mitglieder beider Seiten wissen eigentlich nicht wofür sie stehen, aber sie sind gegen die andere Seite.
* Sehr oft ist man gegen etwas, aber geschaffen hat man wenig
* Sowohl (extrem) Rechte als auch (extrem) Linke erkennen gewissen Leuten das Recht auf Leben aufgrund ihrer Gesinnung, Herkunft, Religion etc. ab.
* Beide sind emotional und argumentationslos.
* Beide Seiten werfen den Kontrahenten die von mir aufgezählten Argumente vor

Seifenstein, wir amüsieren uns heut wieder köstlich. Das Volk gegen das Volk. Es steht 15:15
Die Parteispenderlisten müssen unbedingt weiterhin geheim bleiben. Sonst kommt das blöde Volk noch drauf, wer Österreich tatsächlich regiert.

Sorry, aber in welcher Welt leben sie? Es wird ja gerade bei den Demos gegen derartige Veranstaltungen deutlich, wie unheimlich fragmentiert vor allem und gerade "die Linke" und "die rarikale Linke" sind... "Die Rechten" sind etwas homogener, aber mitunter auch ziemlich verfeindet: glauben Sie ein (!) rechter Skin würde auf den WKR-Ball gehen?

Somit passt ihre Auflistung für Individuen und einzelne Gruppen, jedoch nie für ganze Lager!!

zuerst informieren, dann bledsinn verzapfen!

Obivious Troll:

obivious Troll

Ja, etwas mehr Apfelsaft und etwas weniger Bewusstsein verändernde Getränke könnten nicht schaden!

Ich bin das, was man gemeinhin als "Linken" oder "radikalen Linken" bezeichnet.
-Ich will niemanden standesrechrechtlich erschießen, finde die Vorstellung grausig!
-Ich habe keine Gewaltaffinität, zumindest keine überdurschnittliche.
-Ich weiß ganz genau wofür ich stehe.
-Nahezu JedeR ist (politisch) eher gegen, denn für etwas.
-Ich erkenne niemanden das Recht auf Leben ab.
Argumente erkennt man an oder nicht, je nach Einstellung, so gehts ihnen auch.
-Sie werfen gerade ihren Kontrahenten ihre aufgezählten Argumente vor!!!
Und ich kenne viele Linke, die mir in diesen Punkten recht geben!!!!

und

ab wann beginnt für Sie Linksextremismus?

Wenn man "Nazis raus" o.Ä. schreit?
Wenn man an Demonstrationen gegen rechts teilnimmt?
Wenn man linke Musik hört?
Wenn man ein Che Guevara-Leiberl trägt?
Wenn man Böller wirft?
Wenn man mit einer Antifa-Flagge herumrennt?
Wenn man Gewalt ausübt?

Bitte definieren Sie zuerst, was Sie unter dem Terminus verstehen.

Das Che Hemd find ich generell ziemlich daneben....einen Massenmörder auf der Brust rumzutragen ist entweder ignorant oder zeugt von zweifelhafter Gesinnung.

Extremismus.

Ganz allgemein, fängt für mich dort an, wo man versucht mit nicht-demokratischen oder gesetzlich verankerten Mitteln eine andere Meinung zu supressieren und seine eigene politische Gesinnung zu fördern.

das heißt,

keiner meiner genannten Punkte mit Ausnahme von "Ausüben von Gewalt" fällt für Sie unter "Extremismus"? Ich persönlich bin jedenfalls dieser Auffassung: Demonstrationen sind demokratiepolitisch völlig legitim, es gibt ja nicht umsonst Meinungs- und Versammlungsfreiheit, solange man friedlich bleibt. Also sind Sie der Meinung von Strache und Co, die die Demonstranten als "Linksfaschisten" und was weiß ich was titulieren oder sehen Sie in der Aktion rein ein Bekenntnis zu bestimmten Werten? Würde mich interessieren...

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