Ein schmissiges Fest in der Hofburg

Reportage | K. Burgstaller, S. Pumberger, R. Schüller, R. Winkler-Hermaden,
28. Jänner 2012, 13:22

  • Die Eröffnungsrede von Ball-Organisator Guggenbichler und FPÖ-Chef Strache wurde von einem Ball-Besucher bereits auf youtube gestellt.

  • Zum 59. Mal fand am Freitag der Ball des Wiener Korporations-Ringes statt. derStandard.at war vor Ort, ein Ballgast hat uns Fotos zur Verfügung gestellt.
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    Zum 59. Mal fand am Freitag der Ball des Wiener Korporations-Ringes statt. derStandard.at war vor Ort, ein Ballgast hat uns Fotos zur Verfügung gestellt.

  • Heinz-Christian Strache und Martin Graf waren nur zwei der Ehrengäste.
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    Heinz-Christian Strache und Martin Graf waren nur zwei der Ehrengäste.

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Disco, deutsche Balltouristen, Deckel am Kopf und ein Uniformskandal - Ein derStandard.at-Lokalaugenschein vom Burschenschafterball

"Pfui, Nazi". Die Worte einer älteren Dame hallen durch die Gassen der Wiener Innenstadt. Sie beschimpft uns, als wir uns auf den Weg in die Hofburg machen. Es ist Freitagabend. Die City ist großräumig abgesperrt. Nur mit einer Ballkarte kommen wir an den Polizisten vorbei. In voller Montur stehen sie hinter den Absperrungsgittern. Von fern hören wir Gegendemonstranten skandieren. 

Seit Wochen wird über den Ball des Wiener Korporationsrings, kurz WKR-Ball, debattiert. Während die Burschenschafter nichts dabei finden, ihr jährliches Tanzvergnügen in der Hofburg abzuhalten, protestieren Menschenrechtsgruppen gegen den "Rechtsextremisten-Aufmarsch". Für viele von ihnen ist es blanker Hohn, dass das bunte Treiben am Gedenktag der Auschwitz-Befreiung stattfindet.

Hektoliter Haarspray

Es war erstaunlich einfach, Karten für den WKR-Ball zu bekommen. In einer Burschenschafter-Bude haben wir sie gekauft, um 72 Euro das Stück. Offiziell wurde nur der Austria Presseagentur die Berichterstattung erlaubt.

Wir betreten die Hofburg. In den grell erleuchteten Eingangshallen werden wir von jungen Männern erwartet. Sie alle sind korporiert, tragen Smoking oder Frack, den Deckel und Coleurbänder. Mit einem Schlag fühlen wir uns in eine andere Welt, in eine andere Zeit versetzt. Die Damen sind elegant gekleidet, schwarze Kleider beherrschen die Szenerie. Ab und zu blitzen exzentrische Abendroben auf, die Festtagstracht blieb im Schrank. Von der schillernden Kleiderpracht des Opernballs ist nichts zu sehen. Sorgsam sind die Frisuren der Damen zu monströsen Kunstwerken getürmt - Hektoliter an Haarspray müssen wohl versprüht worden sein.

Ein besonders auffälliger Bursch trägt einen frischen Schmiss auf der Wange. Das Pflaster ist blutig, seine rechte Gesichtshälfte ist geschwollen. Ob seine Wunde nicht schmerzt, fragen wir ihn. Schon, aber da müsse man drüber stehen, sagt er stolz. Er lächelt etwas gequält und trägt seine Wunde wie einen Orden in den Saal.

"Anfahrtsprobleme" und eine Uniform

Der Ball in der Hofburg ist über mehrere Räume und Säle verteilt. Der große Festsaal ist mit Blumengestecken und einer schwarz-rot-goldenen Burschenschafterfahne geschmückt. Die Eröffnung verzögert sich um eine Stunde - wegen "Anfahrtsproblemen" einiger Ehrengäste, wie durchgesagt wird. Ein Raunen geht durch den Saal. Viele verlassen ihren Platz am Parkett und schlendern durch die Gänge der Hofburg. Einige stecken die Köpfe zusammen: Dass die Demonstranten Schuld an der Verzögerung haben, steht für die Anwesenden außer Frage. Man genehmigt sich ein Gläschen Sekt, plaudert und stimmt sich auf den Abend ein - ein Ball wie jeder andere, könnte man meinen. Wenn da nicht die seltsamen Kopfbedeckungen mancher Gäste wären: Schlumpfiges bis Strumpfiges schmückt hier so manchen Scheitel. Ansonsten dominieren klassische "Deckel" in den unterschiedlichsten Farben. Den Veranstaltern zufolge sind mehr als 3.000 Gäste in der Hofburg. Mehr als in den Jahren davor. Viele sind aus Deutschland angereist.

Um 22 Uhr hebt schließlich die Eröffnung an. Zuerst ziehen die Debütanten und Debütantinnen ein, später die Ehrengäste, darunter unzählige FPÖ-Granden: Parteichef Heinz-Christian Strache, Nationalratspräsident Martin Graf, Vater und Sohn Gudenus, Bundespräsidentschaftskandidatin Barbara Rosenkranz, Hilmar Kabas, die Wiener Landtagsabgeordnete Barbara Kappl und Chefideologe Andreas Mölzer. Der blaue Gemeinderat Wolfgang Jung erscheint im Frack, der von ihm angekündigte Uniform-Aufstand bleibt aus. Mutiger ist hingegen der Rieder Nationalratsabgeordnete Elmar Podgorschek. Stolz zeigt sich der Hauptmann der Miliz in seiner grauen Ausgehuniform und widersetzt sich damit der Weisung von Verteidigungsminister Norbert Darabos. Ihm droht eine Verwaltungsstrafe in Höhe von bis zu 700 Euro. Ein Foto, das Podgorschek in voller Montur zeigt, liegt derStandard.at vor. 

Internationale Gäste

Abseits des Uniform-Eklats gibt sich die internationale Rechte ein Stelldichein: Marine Le Pen, Anführerin des französischen "Front National", lässt sich für wenige Stunden blicken, der "Schwedendemokrat" Kent Ekeroth sowie Philip Claeys vom belgischen "Vlaams Belang" schwingen auf Einladung des FPÖ-Abgeordneten Franz Obermayr das Tanzbein. In seiner Festrede begrüßt Strache die internationalen Gäste nicht. Im Frack und mit Tönnchen am Kopf preist er die Ballgäste als "Demokraten und Leistungsträger" und verdammt die "antidemokratischen Gewalttäter" draußen vor den Toren der Hofburg.

Für ihn ist der Ball ein Zeichen für "Meinungsfreiheit". Die Burschenschafter würden auch in Zukunft "unbeirrbar" ihre Feiern abhalten. Das Publikum johlt - ein Heimspiel für Strache. Mit dem Sager "der Ball ist ein Symbol für die Liebe zu unserem Vaterland", heizt er die Stimmung im Prunksaal weiter an. Flankiert von Burschenschaftern aller Couleurs resümiert der Chef der österreichischen Freiheitlichen: "Wir alle, die wir hier anwesend sind, stehen zu unserer Kultur. Eine deutsche Kultur. Ein deutscher Kulturraum, der uns ausmacht." Das kommt gut an. Nicht nur bei den deutschen Gästen. Das Licht wird herunter gedimmt, mit Verve wird das Volkslied "Die Gedanken sind frei" angestimmt.

Deckel-Tanz

Der Ball ist eröffnet: Alles Rechtswalzer. Wer nicht gut führt, fällt auf dieser Tanzfläche auf. Während die Menge übers Parkett fegt, geht es einen Stock tiefer etwas deftiger zu. In der Disco stößt ein deutscher Korporierter auf den Geburtstag des letzten deutschen Kaisers an. "Unseren Wilhelm II.", wie der Mittdreißiger betont. Auf Platz zwei seiner Sympathieskala rangiert "der King" - Elvis Presley. Hartnäckig bittet er den DJ um einen Song des Rock 'n' Rollers. Sein Wunsch bleibt unerfüllt. Aus den Boxen dröhnen die Black Eyed Peas mit "It's gonna be a good, good night - Mazel tov."

Wir ziehen weiter. In dieser sehr speziellen Runde nicht aufzufallen, ist schwierig: Wir tragen keine Deckel, keine Couleur-Bänder, keine Schmisse. Viele scheinen das zu ignorieren, manchen betrachten uns argwöhnisch und einige reagieren sogar sehr ablehnend.

"Red jetzt kan Schas"

Wir beginnen ein Gespräch mit ein paar jungen korporierten Studenten von der Montan-Universität Leoben. Die Montanisten tragen Bergkittel. Sie witzeln darüber, dass der WKR-Ball im kommenden Jahr in Leoben und nicht in Wien stattfinden könnte. „Aber da passen nur 2.500 Leute rein", feixen sie. Angeheitert ziehen die jungen Herrn an ihren Glimmstängeln - bis plötzlich einer fragt: „Und von welcher Burschenschaft kommt ihr?" Diese Frage hören wir an diesem Abend nicht zum ersten Mal. Etwas holprig erklären wir, dass wir über einen Bekannten auf den Ball gekommen sind und uns das Geschehen einmal anschauen wollen. Das reicht zumindest einem der dreien nicht: „Pass auf, wos du sogst. Red jetzt kan Schas", warnt er seine Freunde. "Belangloses darfst sagen, sonst nix." Wir treten den geordneten Rückzug an. Tschick aus und zurück in das anonyme Getümmel des Ballsaals.

Verirrte Nicht-Chargierte

Neben uns gibt es auch andere Nicht-Chargierte am Ball, wenn es auch wenige sind. An der Bar in der Nähe des Festsaals hält sich ein Sportlehrer an seinen Lachsbrötchen fest. Die geforderte Fliege, der Deckel und das Couleurband fehlen. Ein Freund von ihm sei Burschenschafter, erzählt er schmatzend. "Der Ball ist ein schönes Fest, ich will mir das alles anschauen." Mit "dem Fechten" kann er wenig anfangen. "Ich brauche das nicht, um meine Ehre als Mann herzustellen, dafür bin ich viel zu eitel."

"Sind wir jetzt frei oder nicht?"

Mehr oder weniger unauffällig mengen sich Security-Kräfte unter die Gäste. Immer wieder werden Ballbesucher zurechtgewiesen. "Hören Sie auf zu filmen!", fährt ein Security einen Herren an, der sein Handy gezückt hat. Eine ältere Dame mischt sich ein: "Vorher haben wir von den freien Gedanken gesungen. Sind wir jetzt frei oder nicht?"

Je später die Stunde, desto rüder wird der Ton im feinen Ambiente. Gern vergessen manche Burschenschafter ihr mehr oder weniger gutes Benehmen, wenn sie über ihre "Feinde" schwadronieren. Die Schuldigen für die Proteste draußen vor der Tür sind rasch gefunden: "Der Herr Muzikant","die linken Demonstranten" und natürlich "die Medien, die Demonstrationen verharmlosen".

FPÖ-Chef Strache zeigt erstaunliche Standfestigkeit: Um drei Uhr morgens debattiert er in der Raucherbar leidenschaftlich in einer Runde. Zwei Stunden später hallt ein letztes Mal die Melodie der "Burschenherrlichkeit" durch die Säle der Hofburg:

O alte Burschenherrlichkeit,
Wohin bist du entschwunden,
Nie kehrst du wieder goldne Zeit,
So froh und ungebunden!
...

 

(derStandard.at, 28.1.2012)

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Posting 426 bis 475 von 1872

Also erstens wuerde mich interessieren wo es genau den antifaschistischen konsens kin oesterrech gibt, ich sehe mit grauen einen stimmenstaerksten namens hc strache auf uns zuommen und wenn man in wien den urwienern zuhoert (das goldene wr herz) dann bemerke ich von dem konsens herzlich wenig, in den eliten vielleicht.

Und wieder einmal ist fraglich ob der ach so Tolle Minister

rechtsstaatlich gehandelt hat.

Ich hab es nicht genau Mitverfolgt, aber soweit mir bekannt wurde dieses Weisung nur in einem Interview veröffentlicht. Wenn das der Fall ist, dann hat der Hauptmann nichts falsch gemacht, sondern der tollste Minister aller Zeiten (ausgenommenen unser lieben blauen Minister)! Und seit Entacher wissen wir das es der Herr Minister nicht so genau nimmt mit dem Vorschriften und Rechtsstaatlichkeit.

quatsch

erstens sagen sie ja selbst, dass sie zu etwas posten, das sie nicht so genau mitverfolgt haben. warum denken sie dann, sie wüssten, was korrekt ist? es stand auch im standard, dass es eine ministerweisung vom 11.1. gibt, wonach keine uniformerlaubnis zu erteilen ist. es gibt kein recht von soldaten, selbst zu entscheiden, wo und wann sie im privaten bereich uniform anziehen dürfen und wo nicht - bei veranstaltungen von bund, ländern und gemeinden dürfen sie, bei allem anderen müssen sie um eine erlaubnis anfragen.

Ja gut dann ist die Strafe gerechtfertigt. Punkt

Aber daraus eine Staatsaffäre zu machen? Naja.

Die Deckel am Kopf haben die Ballbesucher kurioserweise just mit der jüdischen Kultur gemeinsam. Das scheint sie aber nicht weiter zu stören.

Kurios ist das schon - den auch Moslems kennen solche Kopfbedeckungen.

Und meine Oma hat auch immer ein Kopftuch getragen. ;)

Ich hab den Hr. Muzikant

noch nie mit einer so drolligen Verkleidung gesehen.

Haben Burschenschafter keine Großväter?

Habt ihr Burschenschafter nicht eure Großväter
gefragt wie es im Krieg war?

Wie viele haben gesagt, dass das die deutsche Kultur
vorbildlich ist?

Burschenschafter beleidigen die eigene Kultur und ihre Großeltern!!

Haben Burschenschafter keine Großväter? Viele haben keine, ihr wisst aber schon warum!

Nun,

die Großeltern von diesen, waren höchst wahrscheinlich bei der Partei oder selbst bei Burschenschaften.
Es gibt die Großväter die mit Überzeugung im Krieg waren und diese die zumindest im Laufe des Krieges begriffen habe was das Ganze sollte. Und natürlich diese die von Anfang an dagegen waren, aber nun mal ihre Pflicht fürs Vaterland leisten mussten.

gerade die übelsten Nazi-Schergen

haben keinen einzigen Tag an der Front verbracht,
sie waren in der Regel für Verbrechen hinter der Front
verantwortlich: Strafaktionen an Zivilbevölkerung
und natürlich die Deportationen.
Wie alle erfolgreichen Verbrecher haben sie natürlich auch gegenüber engsten Verwandten oder Freunden
nicht ausgeplaudert. Im übrigen habe auch normale
Frontsoldaten nicht gern über diese Zeit gesprochen:
die Traumatisierung und die Erkenntnis Jahre seines
Lebens einem mörderischen Verbrecherregime geopfert zu haben lässt viele Männer
in verbitterte Stummheit verfallen. Gerade in Österreich wurde nicht die geringste Anstrengung
unternommen diesen Rückkehrern eine minimale
psychologische Unterstützung zukommen zu lassen.

Sooo viel heiße Luft.

Der Ball ist ungefähr so wichtig wie wenn in China ein Reissack um fällt.

Von den ach so guten Gegnern findet im Hintergrund etwas viel schlimmeres statt.
http://futurezone.at/netzpolit... erstag.php

Das ist Demokratiepoltisch viel gefährlicher als ob der H.C wiedermal heiße Luft abgibt.

Es ist beides gefährlich. Während ich aber bei ACTA z.B. im Notfall auf die gute alte Post zurückgreifen kann, hat man jedoch im Falle eines voranschreitenden Rechtsextremismus weniger friedliche Möglichkeiten.

Österreich präsentiert sich international wieder prächtig.
Am Jahrestag der Auschwitzbefreiung geben sich in der Hofburg am Heldenplatz, in der auch der österreichische Bundespräsident residiert, die europäischen Rechtspopulisten mitsamt ihren Untertanen ein Stelldichein.

Insofern sind Demos dagegen schon deshalb erforderlich, um sich nicht vollkommen der Lächerlichkeit preiszugeben.

Und ohne Demos?

Würde kein Hahn danach krähen.

By the way.
Der Ball findet seit den 50igern statt. Den Gedenktag gibt es seit 2006. ;)

Und wo der Ball statt findet ist zweitrangig. Wenn der Ball im Kongresszentrum stattfinden würde hätte es mit Sicherheit die selben Proteste gegeben.

Was mich in rage bringt ist das alle mit gröllen, die Nazikeule ausgepackt wird und von anderen meiner Meinung nach wichtigeren Dingen abgelenkt wird.

Auf der erst Seite von derstandard.at sind drei Artikel über den depperten Ball. Aber keine über ACTA!!! Und das ist soweit ich bis dato Informationen sammeln konnte gefährlicher als der H.C und Konsorten.
http://www.youtube.com/watch?fea... Wqta3S9vcc

"Und ohne Demos?
Würde kein Hahn danach krähen."

Stimmt nicht.

In der französischen Presse wird davon ausführlich berichtet.

Warum

schenkt die Redaktion diesen Typen, die dem verlorenen Krieg nachtrauern, so viel Aufmerksamkeit?

Das die burschenschafter dem krieg nachtrauern, wage ich zu bezweifeln, deutschnationale gibts schon laenger als die nazis, lies doch mal unter burschaften in wikipedia. Zumal die meisten burschenschaften in der nazizeit verboten waren bzw sich dem ns studentenbund hat anschliessen muessen. Das heisst nicht, dass die burschenschafter nicht einverstanden mit dem naziregime waren, sie waren nur verboten. (am besten du liest selbst nach)

Wie bescheuert muss man eigentlich sein, um freiwillig solche lächerlichen Kopfbedeckungen zu tragen. Erinnert doch glatt an: http://www.coolest-homemade-costumes.com/coolest-h... mes18.html

Nur hier tragen kleine Kinder solche Kostüme. Rechtsextreme sind als wie kleine Kindergartenkinder, sowohl vom Aussehen wie vom Verhalten her. Und solche Leute kommen in Schlüsselpositionen. Dumme, rechtsextreme Kleinkinder!

Deutsche Kultur?

Gefällt mir, wenn der Tscheche Strache von der deutschen Kultur faselt!

Tja,

ich habe auch noch nie jemanden in Deutschland mit dieser eigenartigen Tracht herumlaufen gesehen. Da hat jemand einen gewissen modischen Wandel nicht so richtig mitbekommen

Die korporierten gibt in deutschland auch, interessant ist nur, dass es in graz gleich viel burschenschaften gibt wir in berlin und Und wien it mit 18 burschenschaften spitzenreiter.

Ueber mitgliederzahlen laesst sich nicht so leicht etwas rausfinden

Jedenfalls hat die Präsentation

dieser Gruppen nach außen aber schon gar nichts mehr mit moderner Deutscher Kultur zu tun, wenn man vielleicht vom Karneval im Rheinland absieht...

Ich glaub die burschenschaften stehen nicht fuer die moderene ;)

oder einfach, wenn der ÖSTERREICHISCHE politiker stolz auf seine DEUTSCHE kultur ist.

Wenn ich mir die über 1000 Postings alleine hier so ansehe, hat die Veranstaltung den gewünschten Werbeeffekt erzielt.

Wahnsinn, dass sowas überhaupt möglich ist.

hätte strache nicht schon im vorhinein über diesen ball geredet und wäre er nicht dort anwesend wäre auch das interesse an dem ball nicht derart groß gewesen.

Sollte Strache BK werden, dann bekäme diese Veranstaltung noch eine ganz andere Bedeutung und würde vermutlich zur Gänze im Fernsehen gesendet. Etwas zeitversetzt, selbstverständlich, um die nötigen Zensurmaßnahmen durchführen zu können.
Zustände wie im Kommunismus, nur unter anderem politischen Vorzeichen.

Eben. Die jeweilige Regierung schreibt/bestimmt die Linie. Irgendwann könnte es Straches Handschrift tragen. Und wem wärs primär zu verdanken???

Ein Ball, wie er nur in Austria sein kann.

Inzwischen misstraue ich auch denen, die meinen dort nicht dazu zu gehören.

Wäre gestern auch gerne gekommen, habe allerdings gehört, dass Wurstsemmmelverbot herrscht...

an dieses forum kann man nur eine message schicken:

wake up!

lasst euch doch bitte nicht mehr andere menschen als feindbilder vorsetzen - was soll der topfen? haben wir keine anderen probleme? was hindert uns daran uns mal auf die gemeinsamkeiten zu konzentrieren, statt immer das trennende in den vordergrund zu stellen? durchschaut doch mal dieses perfide spiel, anstatt es ständig zu spielen - kraxelt mal für einen moment aus eurer schublade, und vergleicht sie von einer anderen perspektive aus mit jener, in der euer vermeintlicher feind hockt - die schauen von aussen nämlich haargleich aus:-)
es wird sich nur was ändern, wenn wir uns ändern - und das ablegen der feindbilder ist der erste schritt - wer geht mit?

welche gemeinsamkeiten haben sie mit der partie?

mit welcher?

na mit der schmiss-partie, natürlich. von denen ist ja hier die rede.

siehe unten - exakt gleich viele gemeinsamkeiten wie mit der anderen partie, oder gleich viel wie die beiden partien untereinander - ist ja keine kunst, sind ja alles menschen - und selbst?

mir reicht's nicht, wenn jemand nur mensch ist um mich mit ihm zu solidarisieren, bin da anspruchsvoller. mit den schmiss-bubis hab ich absolut nix am hut.

bist also quasi was besseres, lt. selbstdefinition?

und nicht nur lt. selbstdefinition.

was besseres als die schmiss-partie? aber devinitiv.

es geht doch nicht um feindbilder..

es geht um ziele und inhalte, nur wer all seine inhalte verkauft, der kann auch ohne hintergrund sich dem extremismus öffnen, aber das ist der erste schritt in die falsche richtung..
man soll eben NICHT ignorieren wofür manche menschen eintreten, man soll NICHT ignorieren, dass es beim wkr-ball um einen ball geht der unter anderem auch von olympia mitgetragen wird. man soll NICHT ignorieren, dass die fpö dies als ihren inoffiziellen ball sieht und sich extremisten aus europa nach wien holt.

nur wenn man all seine inhalte verkauft und wenn man alles ignoriert, wofür man politisch sthet, dann kann man ihrem beitrag folgen...

es geht nicht um feinde.. es geht um das wofür man steht.

nö, nur wenn man endlich mal anfängt politik zu ignorieren, kann man meinen inhalten folgen;-)

des weiteren beruht dein informationsstand offensichtlich eher auf manipulativer propaganda als auf first hand experience - ist also prinzipiell mal eine hinterfragung durch dich selbst wert.

wofür man steht - das ist ein synonym für "wessen geistes kind man ist" bzw. welcher ideologie man anhängt - ideologie ist aber vermutlich nicht unsere evolutionär zugedachte aufgabe - wir sollten uns eher gemeinsam darauf konzentrieren, wie wir es schaffen auf dieser kugel zu überleben, ohne in dem prozess die gesamte kugel zum teufel zu jagen - wär das vielleicht ein ansatz für eine neue "ideologie", falls du wirklich eine solche benötigst?

"wie wir es schaffen auf dieser kugel zu überleben, ohne in dem prozess die gesamte kugel zum teufel zu jagen"

es sind doch gerade menschen wie sie, die auch schon anderen den weg zu eben diesem verbrechen geebnet haben.
menschen die ignorieren, dass andere für eine gewisse ideologie stehen und einfach nur auf kurzfristige ziele sich versteift haben.

und dann passiert, was eben passiert, wenn menschen an die hebel der macht kommen die eben einen gewissen hintergrund und damit verbundene ziele haben, dann auf einmal geht di ekugel in die luft und das nur, weil leute sich lieber nicht mit politik beschäftigen sondern lieber eitel wonne spielen wollen.

wir müssen uns der inhalte besinnen um eben unsere kugel auch am leben halten zu können.

"wenn man endlich mal anfängt politik zu ignorieren, kann man meinen inhalten folgen"

ähm. das ist was ich geschrieben habe.

wenn man politik ignoriert.. wenn man politik ignoriert, dann hat der adi super-tolle autobahnen gebaut... wenn man politik ignoriert, dann ist kommunismus toll.. wenn man wirklich jedne inhalt ausblendet und einfach nur wie ein inhaltsleeres partymonster durch die gegend läuft, dann macht ihr beitrag sinn, aber dafür müsste man alles aufgeben wofür man steht.

und wenn mein informationsstand auf propaganda basiert, dann widerlege mal.

a) ist olympia teil des wkr
b) gab es informationsabende mit holcoaustleugnern bei olympa
c) gab es wiederholt neona*iliederabend bei olympia
d) lud strache rechtsextremisten aus europa ein
etc.

wennst das spiel mal durchschaut hast reden wir weiter - derweil ist es eher sinnlos, weil du versuchst mit mir ein spiel zu spielen, bei dem ich nicht mehr mitspiele, weil ich halt schon durchschaut hab, wieso es dauernd gespielt wird, wem das dient, und wer will, daß wir es ewig weiterspielen.

du hasst deine vermeintlichen "gegenspieler" ohne zu erkennen, daß das spiel an sich scheixxe ist, und auch nur dieses spiel deinen gegenspieler und dich selbst zu dem gemacht hat, was ihr seid.

don´t hate the players, hate the game!

Ideologie

Higgs-Teilchen: kenn Sie den Unterschied von IDEOLOGIE und WERTEN?
Werte sind Aufrichtigkeit, Offenheit, Demokratieverständnis und diese Dinge.

die ersten 2 punkte sind valide, wobei sich offenheit auch dadurch definiert, welche rechte man anderen zusichert.
und beim demokratieverständnis scheitern wir schon wieder, weil das was wir heute haben nicht weiter von der ursprünglichen definition einer demokratie entfernt sein könnte, und daher der begriff "demokratie" zu einem dogma verkommen ist, einem religiösen glaubensgrundsatz, dem wir alle huldigen müssen, ohne sein wahres wesen jemals zu hinterfragen und ohne zu verstehen, wie eine demokratie funktionierte und warum das was wir haben weder eine solche ist, noch jemals als basis einer solchen dienen wird können.
wär ein eigener thread

es stellt sich wohl die frage,

ob sich gewisse leute nicht selbst in eine schublade stecken. da muss von außen oft gar nicht viel passieren.

naja, die meisten werden per geburt in ihr elternhaus, von ihrem sozialen umfeld, und später von politik und medien in ihre schublade gebettet, und die meisten hinterfragen das nie - darum reproduzieren wir unser system auch von generation zu generation.

dass du selbst in der "ich steh da drüber" Schublade steckst fällt dir nicht auf?

Auf welche Gemeinsamkeiten spielst du an? Dass wir alle Menschen sind und Luft zum Atmen braucehn?
Der erste Schritt, wohin?

Was er meint...

...ist dass das trennen der Leute in rechts links schlichtweg nichts bringt. Die Welt ist zu komplex als das man Meinungen so leicht teilen könnte. Die die sich dennoch für eine Seite entscheiden, wollen nur irgendwo dazugehören und fördern dieses ganze System lediglich...

Posting 426 bis 475 von 1872

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