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In ihrem Bezirk sei spartechnisch nichts zu machen, meint Ursula Stenzel.

Aber die Stadt, …

… die habe doch ein Werbebudget von mehreren hundert Millionen Euro.
Die Änderung der Citybusrouten ist einigen Bewohnern im ersten Bezirk ein Dorn im Auge. Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel (VP) nimmt Stellung zum Bürgerzorn. Julia Herrnböck stellte die Fragen.
***
Standard: Trotz Protesten fahren die Citybusse seit Jänner neue Routen. Wie ist die erste Bilanz?
Stenzel: Ich bekomme täglich Anrufe und E-Mails. Es geht um eine kleine Gruppe, die eventuell auch anders fahren könnte und unheimlich viel Wind macht. In Verhandlungen mit den Wiener Linien habe ich erreicht, dass der Schwedenplatz wieder angefahren wird und dass es weiterhin eine Durchquerung gibt. Jetzt merkt man, es ist zu wenig, um die Wogen zu glätten.
Standard: Ist eine Änderung also doch noch möglich?
Stenzel: Es ist kein Vorschlag vom Tisch. Nach einer angemessen Zeit wird evaluiert. Die Fußgängerzone wird seit elf Jahren vom Bezirk gewünscht.
Standard: Warum gibt es dann so viel Widerstand?
Stenzel: Wenn Sie irgendwem irgendwas wegnehmen, wird er empört sein. Für die Blaulicht-Organisationen kommt eine Durchquerung der Fußgängerzone definitiv nicht infrage.
Standard: Auch wenn das jahrelang funktioniert hat?
Stenzel: Ja. Die Fußgängerfrequenzen haben entscheidend zugenommen, deswegen fährt der Bus am Graben nicht mehr.
Standard: Hat die neue Linienführung etwas mit den Wünschen des Investors René Benko zu tun?
Stenzel: Das wird immer so gesagt, das ist eine krasse Ansicht. 2001 lag der erste Antrag in der Bezirksvertretung zur Erweiterung der Fußgängerzone. Herrn Benkos Projekte sind ein Anlass, aber nicht der Grund.
Standard: Ist der bürgerliche Widerstand im Ersten etwas Neues?
Stenzel: Es sind Leute, die betroffen sind. Es ist legitim, dass sie Wünsche äußern. Wer den Wirbel macht, ist die Opposition.
Standard: Warum macht der Erste beim Anrainer-Parken nicht mit?
Stenzel: Die Zehnprozentlösung reicht nicht. Ich will das Anrainer-Parken im ganzen Bezirk.
Standard: Wo sehen Sie Sparpotenziale in Ihrem Bezirk?
Stenzel: Wo wollen Sie im ersten Bezirk sparen? Bei Schulen? Kindergärten? Instandhaltungen? Im Wesentlichen bekommen die Bezirke nicht die entsprechenden Mittel für ihre Aufgaben. Dann muss man bei der Stadt um Sondermittel anfragen. Auf die Tour kann die Stadt ihre Schulden auf die Bezirke auslagern.
Standard: Sehen Sie Sparpotenzial bei der Stadt?
Stenzel: Och, da kann ich mir schon einiges vorstellen. Ich glaube der Werbeetat der Stadt ist ein sehr großer Posten.
Standard: Haben Sie eine Ahnung, wie groß der Etat ist?
Stenzel: Ja, das geht in hunderte Millionen Euro. Das ist sehr geschickt gemacht und läuft über Firmen wie Wien Holding und Wien Energie. Auch die Doppelgleisigkeiten im Verwaltungsapparat könnte man beseitigen. Es gibt zum Beispiel Vertragsfirmen der Stadt Wien, um die komme ich nicht rum. Die Bodenhülse für den Christbaum am Stephansplatz hat 10.000 Euro gekostet - dreimal so viel wie eine vergleichbare in einer niederösterreichischen Stadt. Aber wir müssen sie dort kaufen.
Standard: Ist es richtig, dass allein für die Sanierung der öffentlichen Toiletten im ersten Bezirk 500.000 Euro verwendet werden?
Stenzel: Ja. Ich werde durch diese unvermeidbaren Ausgaben in eine Schuldenfalle gedrängt. Der erste Bezirk hat einen enormen wirtschaftlichen Mehrwert für die Stadt. Davon sehen wir aber keinen Groschen. Wenn ich einen Teil kriegen würde, hätte ich kein Problem.
Standard: Wie kann der Erste als Wohnbezirk attraktiver werden?
Stenzel: Es gibt genügend Leute, die können und wollen dort wohnen. Ich sehe weniger einen Bewohnerschwund als eine soziale Umschichtung. Das kann man bedauern oder auch nicht. Aber ein stärkerer Mix wäre schön.
Standard: Nur zwei Lokale im Ersten dürfen bis 6 Uhr offen halten. Flex-Betreiber Peter Schachinger droht nun, nach Berlin zu gehen. Wäre das nicht ein Verlust?
Stenzel: Ob das Flex eine kulturelle Institution ist, sei dahingestellt. Drogen sind immer noch ein Problem. Ich sehe in der Standortverlegung keinen Verlust.
Standard: In welcher Funktion schreiben Sie für die "Bezirkszeitung"?
Stenzel: Als Bezirksvorsteherin. Ich gehöre zwar der ÖVP an, aber ich bin immer eine Quereinsteigerin geblieben und lasse mich von keiner Partei vereinnahmen.
Standard: In welche Richtung geht die ÖVP Wien mit dem neuen Obmann Manfred Juraczka?
Stenzel: Na hoffentlich in eine bessere - mehr will ich dazu gar nicht sagen. Ich war unglücklich mit dem Zustand der Stadt-ÖVP, weil ich glaube, dass sie bürgerliches Potenzial einfach liegengelassen hat. Ich orte die Bereitschaft, dass frustrierte Bürgerliche der FPÖ zulaufen. Die Leute aus dem Gemeindebau tun das sowieso. (Julia Herrnböck, DER STANDARD, Printausgabe, 28./29.1.2012)
Ursula Stenzel (66), ehemals ORF-Journalistin und ÖVP-Delegationsleiterin in Brüssel, ist seit 2005 Bezirksvorsteherin der Inneren Stadt.
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"..Ursula Stenzels Probleme mit "einer kleinen Gruppe, die viel Wind macht".."
Ist das jene Gruppe, welche auf die Freunderlwirtschaft der Frau Stenzel hinweist?
Immerhin hat ein Freund dieser Dame einen verglasten Gastraum gebaut, in der inneren Stadt und das OHNE Genehmigung.
Oder das Aquarium vom Landmann, gegen das sogar der Hausbesitzer war?
Wahrlich ein unangenehmer Wind Frau Stenzel...
Also wie man diese Linienführungen von 2A und 3A auch nur ansatzweise sinnvoll finden kann ist mir ein Rätsel. Natürlich kann man "anders fahren" - außen herum nämlich (das ist auf vielen Relationen in der Innenstadt jetzt ohnehin schneller), aber dazu brauch ich überhaupt keine Buslinien (und das ist IMHO auch der eigentliche Sinn dieser Aktion - denn dass die Fahrgastzahlen abstürzen werden ist mehr als vorhersehbar).
wer diese Linien nicht benutzt, dem ist auch wurscht, wie sehr sie im Kreis fahren.
Ist leider bei Bezirkspolitikern schon lange Usus, dass sie willkürliche bunte Striche und Haltestellenpunkte auf dem Stadtplan für eine tolle ÖV-Bedienung halten.
Man vergleiche nur den 12A.
9A, 12A, 80A, 82A, 94A, ... in Wien gibts einige solche "wie karre ich die Leute möglichst umständlich zur U-Bahn"-Buslinien.
Ad 2A/3A: Klar ist's in der City mit den ganzen schmalen Gässchen und EInbahnen nicht leicht eine vernünftige Streckenführung zu finen. Aber einfach alles in der Mitte auseinanderreißen machts sicher nicht besser. http://kurl.de/idave wäre immer noch die bessere Variante.
Stenzel wurde von der ÖVP aus Brüssel geholt, um den schon verloren geglaubten "Ersten" zu erhalten. Sie hat dieses Kunststück mit Hilfe jener "lautstarken Kleingruppen" zustande gebracht, die zu verraten sie jetzt die ÖVP dauernd nötigt. Sie wehrt sich dagegen mit dem Mut der Verzweiflung (siehe Luegerplatz, Autobusführung), hat aber dabei natürlich auch gebundene Hände. Wer auf sie eindrischt, schreit am falschen Bein hurra. Die Wiener ÖVP-Granden wird's freuen.
Dass Alkohol für Wiener Kommunalpolitiker die letzte Lösung ist, weiß man schon lange. Wiens Bürgermeister, von Gratz angefangen bis in die Gegenwart, geben davon ein beredtes Zeugnis. Komisch, dass das nur bei der Stenzel thematisiert wird. Alkoholmissbrauch für Parteipolitik?
Soll Sie doch saufen.
Zum Grausen sind aber Aussagen wie die, dass "jemand der so schwer arbeitet wie sie, natürlich auf Kosten des Steuerzahlers in Luxushotels nächtigen muss, und nicht in einem Kellerloch, wie irgendein Flüchtling"
Prost!
Worin liegt der Mehrwert des ersten Bezirks, wenn er nach Stenzls Forderungen zum größten Geriatriezentrum für gutbetuchte geworden ist?
Darf man die Drogenproblematik eigentlich auch noch ansprechen, wenn die Stenzl bsoffn mit Parteifreunden übern Graben torkelt?
Stenzel spricht ein wahres Wort gelassen aus, die FPÖ hat zulauf bei den sozial ausgegrenzten aus dem Gemeindebau und bei der Millionär_innen und Wohlhabend aus dem rechten Lager!
beide Gruppen wollen das gleiche: Migrant_innen raus!
die armen Arbeiter_innen glauben so wieder Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben, die reichen Schnössel wollen aber billige Saisinarbeiter_innen, die man ausbeuten und wieder heimschicken kann, wenn sie ausgedient haben....
der erste bezirk wird wie zur kaiserzeit regiert … kommt ein investor daheim, wird gleich die fußgängerzone ausgerufen und eine buslinie verlegt.
bitte alle konten von frau stenzel sperren und auf provisionen überprüfen lassen.
Jetzt gibt es in dieser Stadt noch ein zwei schwarze Bastionen, und diese Partei ist dumm genug eine völlig ungeeignete, verschrobene, hinterwäldlerische Person einzusetzen, die sogar dem eigenen Clientel auf den Wecker geht.
Stellt sie ins Museum, dort gehört sie hin!
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