Prozess gegen Ex-Diktator Rios Montt eröffnet

27. Jänner 2012, 17:48

1.700 Morde, Vergewaltigungen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit werden verhandelt - Angeklagter schwieg zu Anschuldigungen der Staatsanwaltschaft

Guatemala-Stadt - Ein Gericht in Guatemala hat am Donnerstag gegen den früheren General und Diktator Efrain Rios Montt (85) einen Prozess wegen Völkermordes eröffnet. Nach einer ersten Anhörung entschied die Richterin aber, dass Rios Montt wegen seines Alters während des Verfahrens nur unter Hausarrest gestellt wird. Während der ersten Anhörung hatte der Ex-General zuvor zu den Anschuldigungen der Staatsanwaltschaft geschwiegen.

Rios Montt, der sich 1982 an die Macht geputscht hatte, wird vorgeworfen, für Massenmorde an der Maya-Bevölkerungsgruppe der Ixil verantwortlich zu sein. Konkret geht es um mehr als 1.700 Morde, aber auch um Vergewaltigungen und schwere Verbrechen gegen die Menschlichkeit. "Es gibt rationale Anzeichen seiner (Rios Montts) möglichen Beteiligung an den Ereignissen, die die Staatsanwaltschaft vorgetragen hat", sagte die Richterin Patricia Flores.

Während des 30-jährigen Bürgerkrieges mit insgesamt rund 200.000 Toten hatten die Militärregime in Guatemala zahlreiche Dörfer regelrecht ausradiert, um zu verhindern, dass sich die Stämme mit der linken Guerilla verbündeten. Der Krieg endete 1996.

Der Ex-General hatte sich dank seiner Immunität als Abgeordneter bisher der Justiz entzogen. Im neuen Parlament, das am 14. Jänner zusammentrat, ist er nicht mehr vertreten, da er im November des vergangenen Jahres nicht wiedergewählt worden war. (APA)

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4 Postings
Einmal rein, nie mehr raus

Erst wurde en masse gemordet und danach spielt man den Unschuldigen und hatte natürlich von alledem von nichts gewusst.
Gefängnis rein und nie mehr raus.
Erlebe verdient dasselbe unmenschliche Schicksal

Selbstmitleid, die einzige Form von Mitleid die Menschen von diesem Schlag kennen

Ein weiterer glorreicher Absolvent

der Traditionsausbildung der "School of Americas" in Fort Benning

Wiki:
"It has been documented that as many as one and a half million Maya peasants were uprooted from their homes,[21] and that many were forced to live in re-education concentration camps and to work in the fields of Guatemalan land barons."

Brate nur schön in deinem Sud vor Gericht, du Massenmörder

Dein Freund Reagan kann dir nimmer helfen.

Der hat nichts zu fürchten.

Sein Einfluss in sämtliche Machtstrukturen des Landes ist zu groß.
Der Hausarrest (wahrscheinlich wird er sich gar nicht drum kümmern und nicht daran halten) wird im ziemlich egal sein und ins Ausland darf er ja als international gesuchter Verbrecher sowieso nicht, sonst geht er wriklich in Häfn.

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