Wiener Innenstadt

Ende der "Wurschtbürgerphase"

27. Jänner 2012 18:51

Widerstand und Gegenwind im ersten Bezirk

Wien - Seit Jahresbeginn fahren die drei Innenstadtbusse 1A, 2A und 3A neue Routen. Ursprünglich wurde die Station Schwedenplatz nicht mehr angefahren, aufgrund von Protesten wurde sie jedoch wieder aufgenommen.

Bürgerinitiativen in der Inneren Stadt werfen Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel (VP) vor, die Bezirksgestaltung nach den Wünschen privater Investoren auszurichten. Immobilien-Tycoon René Benko errichtet am Hof ein Nobeleinkaufszentrum - die Bognergasse wird dadurch zur Fußgängerzone, in der die Busse künftig nicht mehr fahren dürfen.

"Wir haben die Wurscht- und Wutbürgerphasen durchlaufen und sind Veränderungsbürger geworden", sagt Karl Newole von der Liste "Wir im Ersten". Erstmals im Oktober 2010 angetreten, erreichte die Initiative 6,6 Prozent bei der Bezirksvertretungswahl. Newole kritisiert neben der "Vermozartkugelung" der Innenstadt die "intransparente Budgetpolitik". "Wir Bürger sollten wissen, was mit unserem Geld passiert. Es gibt genügend, die das interessiert."

So viele sind es nicht mehr: Seit den 1950er-Jahren hat sich die Bewohnerzahl im ersten Bezirk auf 17.500 halbiert. (juh, DER STANDARD, Printausgabe, 28./29.1.2012)

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10 Postings
Vorstadtmama
 
30.01.2012 11:18
Warnung an das Rathaus:

Die Wurschtbürgerphase ist auch in den anderen Bezirken vorbei.

dorfkramer
28.01.2012 17:09
Vorbild für München

Auch in München reicht es langsam im Ersten Bezirk Altstadt-Lehel. Man sollte wirklich überlegen, ob man nicht eine ähnliche Initiative wie in Wien aufmacht, um den kulturellen Verfall zu stoppen.

http://dorfkramer.blogspot.com/2011/12/b... _2883.html

Cooper the Bloom1
 
28.01.2012 01:08
Eibt überhaupt keinen vernünftigen Grund, warum die Busse

nicht wie bisher die Fußgängerzone befahren könnten. Sogar in Istanbul klappt das mit einer Straßenbahn problemlos, und dort sind beileibe mehr Menschen unterwegs, als in Wien, selbst an einem Weihnachtssamstag. Die Busse sollten nicht nur zum Schwedenplatz fahren, sondern auch über die Brücke, vielleicht zum Karmelitermarkt, im neunten Bezirk bis zur Porzellandgasse und im 3. Bezirk bis Wien Mitte. Warum der 1 A am Luegerplatz wieder umdreht, versteht niemand!!! So wäre der 1. Bezirk vernünftig ins Verkehrsnetz eingebunden und es würden vielleicht weniger Leute mit dem Auto fahren!

baumfreund1
30.01.2012 22:55
ist nicht die SIGNA und ihr Bauvorhaben in der abgebrannten Länderbankzentrale der Grund für die Änderungen?

..."alles wird in Wien toleriert"

Vorstadtmama
 
30.01.2012 11:21

Istambul als Vorbild in Sachen Fußgängerschutz? Für die Grünen vielleicht, denn da sich dort niemand an die Verkehrsregeln hält, herrscht echter "Shared Space" (größere Verkehrsmittel haben Vorfahrt, die Ampeln gelten nicht..)

Angelika70
28.01.2012 14:52

Istanbul gut und schön. Aber auch in Linz fährt die Bim durch die Fußgängerzone Landstraße und es funktioniert. ;)

Papp Kamerad
29.01.2012 08:58
Graz detto!

Vorstadtmama
 
30.01.2012 11:22

Wien ist halt ein bisserl größer...

Graf Robert von Donnerstag-Dachsenstein
30.01.2012 12:50

In Wien eh auch.

Parzelle
27.01.2012 22:52
So ein frecher kerl.......

......die Frau Bezirksvorsteherin wird das Geld schon gerecht verwalten.

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