Kepler-Teleskop entdeckt große Bandbreite an Exoplaneten

29. Jänner 2012, 17:49
  • Artikelbild
    vergrößern 1000x560
    illustration: nasa ames/dan fabrycky, uc santa cruz

    Überblick über die orbitalen Positionen der Planeten in den von "Kepler" untersuchten Sternsystemen.

NASA-Forscher schließen aus Funden, dass die Milchstraße mit Planeten "vollgepackt" ist

Washington - Vielen mag noch die Ehrfurcht gebietende Zahl von mehr als 100 Milliarden Planeten, die laut jüngsten Berechnungen um die Sterne der Milchstraße kreisen, in den Ohren klingen. Und das ist nicht einmal die Zahl der Planeten insgesamt, sondern nur jener, die innerhalb der sogenannten "bewohnbaren Zone" um ihren jeweiligen Stern liegen. Die Gesamtzahl aller Planeten in der Milchstraße ist noch einmal wesentlich höher. Planetensysteme seien keine Ausnahme, sondern die Regel, folgerten die Astronomen, die die Berechnung durchgeführt hatten.

Kein Wunder also, dass laufend neue Exoplaneten entdeckt werden. 26 bislang unbekannte Planeten in elf verschiedenen Sternsystemen vermeldete dieser Tage das Team des "Kepler"-Weltraumteleskops. Dabei verteilen sich die neu entdeckten Welten nahezu über das gesamte Spektrum: Einige von ihnen verfügen laut NASA über einen Radius, der nur eineinhalbmal so groß ist wie der der Erde. Andere übertreffen dagegen noch den Jupiter. 15 liegen größenmäßig zwischen der Erde und dem Neptun - bei diesen bedarf es weiterer Untersuchungen, um zu bestimmen, ob es sich um Gas- oder Gesteinsplaneten handelt. 

Enge Bahnen

Die Orbits sind durchaus unterschiedlich: Einige umkreisen ihren Mutterstern alle sechs Tage, andere alle 143 Tage. Allerdings haben alle diese Planeten die Gemeinsamkeit, dass sie ihren Stern in einem relativ engen Orbit - nämlich in geringerem Abstand als dem zwischen Sonne und Venus - umkreisen.

Keiner der Planeten ist ein Einzelgänger: In den untersuchten Systemen, die sich zwischen 1.000 und 10.000 Lichtjahre von uns entfernt befinden, sind jeweils mindestens zwei bis fünf Planeten vorhanden. Das nach den bisherigen Beobachtungsmöglichkeiten umfangreichste System ist das von Kepler-33, einem Stern, der älter und massereicher als unsere Sonne ist und von mindestens fünf Planeten umkreist wird. Darunter auch einem von der verlockend geringen Größe von 1,5 Erddurchmessern - allerdings zieht diese vermeintliche Schwesterwelt unserer Erde auf einer Bahn um den Stern, die enger ist als die des Merkur um die Sonne.

Das Gerät

"Kepler" sucht seit März 2009 mit der größten Kamera, die jemals in den Weltraum gebracht wurde, nach einer "zweiten Erde" im All. Das nach dem deutschen Astronomen Johannes Kepler benannte Teleskop kann mit seiner 95-Megapixel-Kamera den leichten Dimmer-Effekt erfassen, der entsteht, wenn ein Planet von der Erde aus gesehen vor seinem Stern vorbeizieht. Insgesamt hat das Teleskop bereits mehr als 60 Planeten und über 2.000 mögliche Kandidaten aufgespürt. Auch das "Kepler"-Team stimmt daher in die eingangs getroffene Aussage ein: Die Milchstraße sei "vollgepackt" mit Planeten. (red)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 229
1 2 3 4 5 6
gebdensenfdazu
01
31.1.2012, 21:51

Ich sehe hier nur Atome
Links oben Beryillium
gleich darunter Bor
und nochmals darunter Lithium

:)

ramsy2
01
31.1.2012, 16:50
bewohnbare planeten

wäre es nicht pragmatischer, einen planeten zu bauen (erde 2) anstatt nach einem erd-ähnlichen planeten zu suchen? nach dem bau eines erd-klons hätten wir immer noch 5 milliarden jahre zeit, einen ersatz-planeten zu finden, bis das licht der sonne erlischt.

Zombieland
00

der Todesstern?

Sie sind doch der Rührer!
01

..und um die Bevölkerung von der Erde auf die Kopie zu bringen (freiwillig), müssen sie Gratis-T-Shirts austeilen - Narf!

Dr. Heat
01
Baustoff???

Woraus besteht denn unser Planet nun letztendlich??? Schon mal die Erde seziert???

Yes we try
01

Slarty Bartfass hätte gerade etwas Zeit übrig ...

sterngucker
 
02
Das wird daran scheitern,

daß Sie es niemals schaffen, von allen Baubehörden des Planeten Baugenehmigungen zu bekommen.

Sie sind doch der Rührer!
02

Der Plan für den Bau liegt übrigens im zuständigen Planungsamt auf Alpha Centauri.

ramsy2
00
uno

dafür bräuchte es dann einen einstimmigen uno-beschluss

erebos
00
31.1.2012, 23:44

Und woher das Material nehmen?
Da müsste man heranschaffen, umwandeln in brauchbares Material, etc....
Brauchbar sind in nächster Umgebung der Mars und bedingt die Venus. Aber selbst der Mars ist ohne Magnetfeld eher schwierig und die Venus einfach verdammt heiss.
Raumstationen kann man sich bauen, aber allzuviele Menschen haben da nicht platz und gegen einen Sonnenuntergang an einem Meer haben die nichts vergleichbares zu bieten. ;)

Grantscherben
00
30.1.2012, 18:21

jedem Mensch seinen eigenen Planeten bzw. mehr als 10 Planeten pro Maxl gehen sich da aus *g*

Asparuch Edler von Leschnikoff
34
30.1.2012, 16:47

"Einige umkreisen ihren Mutterstern alle sechs Tage, andere alle 143 Tage. "

Und dazwischen stengans ;)?

StGarg
 
90
30.1.2012, 16:22

Und die Warscheinlichkeit, dass es auf einem dieser Planeten intellilgents Leben gibt liegt bei exakt 50%:

Entweder es gibt es, oder es gibt es nicht!

<trollface>

M. P.1
04
31.1.2012, 00:47
Wahrscheinlichkeitsrechnung rulez

Mit demselben Argument kommen oft die religiös Verwirrten daher.

Nämlich "Es gibt 2 Möglichkeiten, entweder es gibt einen Gott, oder es gibt keinen Gott, daher liegt die Wahrscheinlichkeit, dass es einen Gott gibt, bei 50 %".

Nun mein Milchmädchen-Beispiel: entweder man ist Kaiser von China, oder man ist es nicht, ergo ist die Wahrscheinlichkeit 50 %, dass ich Kaiser von China bin. Entweder ist man Kaiser von Japan, oder man ist es nicht, wiederum ist die Wahrscheinlichkeit 50 %, dass ich Kaiser von Japan bin. Also ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich entweder Kaiser von China oder von Japan bin, bereits bei 75 %.

Fügen wir noch ein paar Länder dazu, und schon bin ich mit an Sicherheit Grenzender Wahrscheinlichkeit Kaiser.

Monsterkontrolle
01

jetzt will ich es aber wissen, bist Du nun Kaiser oder nicht?

M. P.1
00

Wie gesagt: mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit.

MASCH49
 
00
Ahhh, ja ...

jetz versteh' ich, warum Achilles die Schilkröte
nicht überholen konnte.

Bitte Bitte
01
31.1.2012, 07:12
Falls einmal ein Jakobiner an Ihre Tür klopft

würde ich anders herum argumentieren ...

collector1
21
30.1.2012, 21:30

Diese Wahrscheinlichkeit ist hoch,
bei 100 Milliarden habitablen Planeten sind 50% immerhin 50 Milliarden, viel zu hoch.
Ich würde die Zahl auf ca. 1% schätzen, kommt immer noch 1 Milliarde raus, 1% davon hat höher entwickelts Leben sind 10 Millionen Planeten. 1% davon hat intelligentes Leben hervorgebracht sind 100.000 Zivilisationen. 1% davon hat interstellare Zivilisationen hervorgebracht sind 1000 Planeten mit interstellaren Zivilisationen und das nur in unserer Galaxie.

Rainer Battler
00
30.1.2012, 14:32

das fermi-paradoxon wird immer unerklärlicher.

warum verdammt ist es da draußen so still ...

rudolf schladming
 
00
31.1.2012, 10:54

weil wir was am ohr haben.

erebos
02
30.1.2012, 18:29

Still ist es da draussen deshalb, weil Zivilisationen vermutlich nur wenige Jahrzehnte "unkontrolliert" Signale ins All schicken, die distanzen riesig sind und die Signalstärke sehr bald mit der Entfernung nachlässt.
D.h. um eine zivilisation zu "hören" müsste sie zufällig in dieser Entwicklungsphase sein, sehr strake Signale aussenden und in Nachbarschaft von wenigen Lichtjahren sein (was nur eine eher begrenzte Zahl von Sternen umfasst).
Was die Besiedelung anbelangt ist anzunehmen, daß auch hier die Barriere der Lichtgeschwindigkeit gilt und deshalb noch niemand bis zu uns vorgedrungen ist bzw. man uns absichtlich in Ruhe lässt.

Monsterkontrolle
00

jetzt will ich es aber wissen, bist Du nun Kaiser oder nicht?

Monsterkontrolle
00

ups, zorri. sollte weiter oben rein.

higgs - wozu?
52
30.1.2012, 17:29

naja, wir nehmen ja nur 5% wahr - was ist wenn sich das wirklich intelligente leben in den restlichen 95% abspielt - also völlig andere frequenzbereiche besiedelt, als jene die wir messen und sehen können?

ganz abgesehen davon, daß ein blick auf unser verhalten genügen würde, um die frage der mangelnden kontaktfreude zu klären;-)

und wer sagt denn überhapt, daß kein kontakt besteht?
http://www.youtube.com/watch?v=z97WBLxVMww

wobei das natürlich auch amerikanische regierungspropaganda sein könnte.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 229
1 2 3 4 5 6

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.