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Kairo - Auf dem zentralen Kairoer Tahrir-Platz haben am Freitag erneut tausende Ägypter für eine Übergabe der Macht an eine zivile Regierung demonstriert. Mehr als 60 Oppositionsgruppen riefen zum Protest auf. Die ägyptische Demokratiebewegung wirft dem Militärrat massive Menschenrechtsverletzungen seit dem Sturz von Präsident Hosni Mubarak im Februar vor.
Nach Angaben von Menschenrechtsgruppen wurden in den vergangenen Monaten rund 90 Demonstranten bei gewaltsamen Auseinandersetzungen getötet. Mindestens 12.000 Zivilisten sollen zudem von Militärgerichten abgeurteilt worden sein.
Die Menschenrechts-und Gefangenenhilfe-Organisation Amnesty International schrieb in einem 62-Seiten-Bericht, die ägyptischen Militärmachthaber hätten die in die Revolution gesetzten Erwartungen nicht nur enttäuscht, sondern die Unterdrückung sogar noch verschärft: "Die neuen Machthaber haben die Unterdrückung aus der Mubarak-Ära fortgesetzt, teils sogar verstärkt". (APA)
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