Mitarbeiter von Baufirma in von islamistischem Terror erschütterter Stadt Kano verschleppt
Berlin - Das Auswärtige Amt in Berlin hat die Entführung eines
Deutschen in Nigeria bestätigt. Weitere Einzelheiten wollte ein Sprecher am
Freitag allerdings nicht nennen. Der Mannheimer Bau- und Dienstleistungskonzern
Bilfinger Berger hatte zuvor erklärt, dass es sich um einen nach Nigeria
entsandten Mitarbeiter handeln könnte.
Nach Informationen des US-Nachrichtensenders CNN wurde der Mann in der jüngst
von Terroranschlägen erschütterten Millionenstadt Kano im Norden des Landes
verschleppt. Es gebe bisheraber noch keine Hinweise darauf, ob die Entführung
auf das Konto von Kriminellen oder der radikalislamischen Sekte Boko Haram gehe.
Bei Anschlägen der Sekte waren zuletzt mehr als 190 Menschen getötet und viele
andere verletzt worden.
Das Auswärtige Amt ist derzeit mit mehreren Entführungsfällen befasst. In
Pakistan soll ein deutscher Entwicklungshelfer verschleppt worden sein. In
Äthiopien werden seit einem Überfall auf eine Reisegruppe in der vergangenen
Woche zwei Deutsche vermisst. Der Sprecher des Auswärtigen Amts sprach
diesbezüglich aber immer noch vom Verdacht einer Entführung. (APA)