Immer neue Probleme

Russland verschiebt bemannte Flüge zur ISS

27. Jänner 2012, 14:35

"Sojus"-Kapsel undicht - Satellitenstart wegen Kabelbruchs ebenfalls ausgesetzt

Moskau - Wegen neuer technischer Probleme hat Russland zwei bemannte Weltraumflüge und den Start einer Trägerrakete mit einem niederländischen Satelliten verschoben. Durch die Pannen müssten drei der sechs Crew-Mitglieder der Internationalen Raumstation ISS bis April - und damit einen Monat länger als geplant - im All bleiben, wie die Raumfahrtbehörde Roskosmos mitteilte. Die ISS-Crewmitglieder Anton Schkaplerow und Anatoli Iwanischin (beide Russland) sowie Dan Burbank (USA) sollten ursprünglich im März zur Erde zurückkehren. Außer ihnen sind derzeit noch Oleg Kononenko (Russland), Donald Pettit (USA) und Andre Kuipers (Niederlande) an Bord.

Der für den 30. März vorgesehene Start der russischen Kosmonauten Gennadi Padalka und Sergej Rewin sowie des US-Astronauten Joseph Acaba zur ISS kann nun jedoch frühestens Ende April stattfinden, hieß es. Grund sei eine undichte "Sojus"-Landekapsel. Damit verzögere sich auch ein Flug von drei weiteren Raumfahrern zur ISS, der für den 30. Mai geplant war, teilte Roskosmos mit. Zudem werde der bereits für diesen Samstag vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan geplante Start einer "Proton"-Rakete mit einem niederländischen Kommunikationssatelliten verschoben. Grund sei ein Kurzschluss nach einem Kabelbruch.

Der Start eines unbemannten Raumtransporters vom Typ "Progress" in Baikonur war Tags zuvor problemlos verlaufen. Der Frachter mit mehr als 2,6 Tonnen Nachschub für die sechsköpfige ISS-Crew an Bord soll in der Nacht zu diesem Samstag andocken. Nach der Ankunft müsse die ISS am Sonntag wegen Weltraumschrotts ein Ausweichmanöver fliegen, teilte Roskosmos darüberhinaus mit. Grund seien Trümmer des chinesischen Satelliten "Fengyun-1C", der 2007 von einer chinesischen Rakete zerstört worden war. (APA/red)

DERHETZER1
04
27.1.2012, 15:10

nun, auch die russen sind vor technischen problemen nicht gefeit. viele standard.at poster haben ja immer wieder die nasa für verzögerungen und pannen im zusammenhang mit dem space-shuttle kritisiert und auf die vermeintlich "bessere" und "fähigere" russische raumfahrt verwiesen. in diesem zusammenhang sollte darauf hingewiesen werden, dass die technik der shuttles weitaus aufwendiger und komplexer war, als es die derzeitigen bemannten systeme auf russischer seite je waren.

dennoch hoffe ich, dass die russen zur alten zuverlässigkeit zurückfinden, bzw. dass rußland noch irgendwo ein budget für neuentwicklungen findet.

Martin Rosenkranz
10
27.1.2012, 23:13
Dann sollen sie die undichte Kapsel

gegen F-16 eintauschen - die sind viel besser....

Martin Müller10
 
01
27.1.2012, 18:34
Ein gutes Entwicklungsteam pappt nicht alles rein was möglich ist

sondern lässt alles weg was nicht unbedingt notwendig ist.

Trurl
00
27.1.2012, 23:22

Das klassische KISS-Prinzip!
;)

Arno Pagenstecher
21
27.1.2012, 20:51
Na Gott sei Dank haben diese Techniker...

...nix zur Computerentwicklung beigetragen, sonst würde das Internet auf Dampfmaschinenbasis und mit Rauchsignalen laufen. Aber gut, Ihr Hirn funktioniert ja auch mit den Basisfunktionen: atmen, verdauen, Dumpfmails tippsen. Eh leiwand: So gesehen sind Sie das biologische Paradigma der russischen Raumfahrt...

Martin Müller10
 
13
27.1.2012, 22:20
Herr Pagenstecher ich hoffe Sie stechen Pagen nur im gegenseitigen

Einvernehmen. Zur Funktionsweise und Zuverlässigkeit von komplexen Systemen haben Sie offensichtlich nichts beizutragen.

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