Zeugnisverteilung

Österreichs Fußballer kennen die Regeln nicht

27. Jänner 2012, 14:58
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    foto: apa

    Bei Rapids Harald Pichler blieben nach einer von Schiedsrichter Oliver Drachta verabreichten Gelben Karte offenbar noch einige Fragen offen.

Schiedsrichter-Boss Hantschk: "Es interessiert sie nicht" - Kritik auch an säumigen Klubs

Lara - Österreichs Fußballern mangelt an der nötigen Regelkenntnis. Das sagt Johann Hantschk, und der ist immerhin der Chef der hiesigen Schiedsrichter. "Die Regelkenntnis ist schlecht, es interessiert sie einfach nicht. Wenn man 'Mensch ärgere dich nicht' spielt, muss man sich vorher die Regeln anschauen. Fußballer machen das eigentlich nicht, das ist paradox, aber so ist es", so Hantschk.

Das Interesse an Regelkunde scheint bei den Klubs ganz allgemein nicht sehr ausgeprägt zu sein. Das Angebot der Schiedsrichter, in der Türkei zu einem Meinungsaustausch und Regeldiskussionen zusammenzutreffen, wurde von keinem einzigen der sieben Vereine, die dieser Tage dort ebenso wie die Referees ihre Saison-Vorbereitung abslovieren, angenommen.

Dem noch nicht genug haben laut Hantschk mit Meister Sturm Graz, Salzburg, Austria, Admira, Wacker Innsbruck, Mattersburg und dem LASK sieben Vereine der ersten beiden österreichischen Ligen noch immer nicht die einmal pro Saison verpflichtende Regelschulung durchgeführt. "Den Spielern und Trainern soll man jetzt vor der Frühjahrssaison die Schwerpunkte erklären, die schon seit einem halben Jahr gelten. Wir haben erfahren, dass ein paar Spieler und Trainer diese gar nicht gekannt haben", ärgerte sich Hantschk über die fehlende Mitarbeit der Teams.

Solche Treffen - Kapfenberg machte die Schulung am Donnerstag in Side - sind aus seiner Sicht äußerst wichtig. "Wir wollen partnerschaftlich agieren. Aufeinanderzugehen, miteinander kommunizieren und Verständnis für den anderen haben. Die Spieler können ihre Sorgen kundtun, und wir sagen aus unserer Sicht was falsch läuft oder verbessert gehört", meinte der 72-jährige Vorsitzende der Schiedsrichterkommission des ÖFB.

Im Herbst standen die Schiedsrichter mehrmals in der Kritik, bei kaum einem Referee wurde kein Fehler aufgedeckt - zu einem Großteil freilich mit technischen Hilfsmitteln hinterher. "Fehlerquellen, die im Herbst passiert sind, arbeiten wir auf, um den Ärger im Frühjahr nicht wieder zu haben", betonte Hantschk.

Zu diesem Behufe versammeln sich Österreichs Elitereferees daher täglich im Lehrsaal. Doch auch an Kraft und Kondition wird in Lara gearbeitet, wo sich die Unparteiischen bereits zum 14. Mal den letzten Schliff geben. (APA/red)

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Sawyer
01

wenn man das spiel schon nicht beherrscht, wieso soll man die regeln können :P

black jack
00
29.1.2012, 19:47
Regelkenntnis!

Beispiel:

Ein Tormann möchte den Ball mit der Hand auswerfen; dummerweise rutscht er ihm aus der Hand und kullert aufs eigene Tor (vgl Koncilia bei der WM 1982).

Wenn der Ball ins Tor kullert, ist das ein Eigentor oder wird das Spiel mit Eckball für die gegnerische Mannschaft fortgesetzt?

Übrigens der damalige ORF-Kommentator hat die Regeln auch nicht gekannt.

Galileo Ratio
00
31.1.2012, 00:21

Regel 10. Einfach.

Schwieriger: Team A wechselt den Tormann ohne den Schiri zu informieren. Vor der naechsten Spielunterbrechung faellt ein Tor. Danach informiert der Assistent den Schiri ueber den unerlaubten Wechsel. Zaehlt das Tor?

mangusta
00
30.1.2012, 09:36
ecke..

detto, wenn ein eigener spieler einen einwurf direkt, ohne berührung des tormanns, ins tor befördert...

Galileo Ratio
00
31.1.2012, 00:07

Also das sind eher einfache Fragen, weil man die direkt aus dem Regelbuch rauslesen kann. Aus welchen Situationen kann man DIREKT ein Tor erziehlen -- steht woertlich im Buch. Problematischer sind Auslegungssachen.

Aber darum ging es ja nicht in diesem Artikel. Wie oft sehen Sie Schirikritik weil einer einen Ball direkt ins Tor wirft und der Schiri korrekt auf Abstoss entscheidet.

Lobo Paso
 
00
29.1.2012, 12:46
Naja, nur die Spieler kritisieren ist aber nicht akzeptabel!

Das Ganze ist ja nicht nur auf nationaler Ebene so, sondern auch international........und Schiedsrichter sollen sich da nicht ausnehmen! Sieht man jetzt wieder beim Afrikacup - jede Menge Fehlentscheidungen!

Wenn´s jemand nicht weiß - EuroSport zeigt den Afrikacup.

Galileo Ratio
00
31.1.2012, 00:23

Der Schiri weiss ja dass er nicht perfekt ist. Aber er kennt das Regelwerk. Der Spieler kennt es nicht, konzentriert sich auf was ganz Anderes und reisst dann die Gosch'n auf. Darum geht es in diesem Artikel.

Herr Karl der Erste
00
30.1.2012, 10:21
Nur weil öszterreichische Spieler zu faul / blöd für Regelkunde den schwarzen Peter ins Ausland schieben? Das ist eine typisch österreichische Reaktion.

thrylos
00
29.1.2012, 09:04

Sicher sollten die Fussballer die Regeln kennen, aber für den Ausgang eines Spiels ist es nicht von Bedeutung ob der Spieler A die genaue Länge / Breite des Tores weiss, sondern wie der Schiri pfeift.
Bei 99% der strittigen Pfiffen geht es um einen Elfer und der Abseitsregel und die kennt jeder Trottel. Dass die Fussballer bei jeder knappen Entscheidung reklamieren hat nicht mit Unwissenheit zu tun, sondern mit dem Versuch den Schiri zu kritisieren, damit er später "es" wieder gutmacht.

echt1
03
28.1.2012, 16:03

ich glaube nicht, dass die fußballer nicht die regeln kennen. viel mehr bin ich der meinung, dass sie ganz einfach eine andere wahrnehmung ihrer taten haben. ist mir letztens wieder beim spanischen cupspiel real-barca aufgefallen. rutscht da einer mit einem anrand von hinten schräg hinein ohne rücksicht auf verluste und wundert sich, warum er die gelbe kriegt.

Galileo Ratio
00

Absolut nicht! Ich habe Jahre lang gepfiffen auf RL Niveau und was man da zu hoeren bekommt ist unglaublich. Die sind ahnungslos.

Auch in der BL. Die vielen Daxbacher Aussagen nach dem Elfer fuer Rapid RE was der Schiri darf und nicht darf in Zusammenarbeit mit dem Assistenten! Unglaublich peinlich, aber bei den Gehaeltern ist denen das eben egal.

joseba beloki
01
28.1.2012, 22:12

es ist zwar nicht sportlich fair, aber die kicker haben recht damit.
100%ig sicher ist sich der schiri nämlich nie, so gut kann er gar nicht pfeifen. und beim nächsten mal kompeniert er dann ein bißchen.
tut ers nicht sondern stellt jeden reklamierer raus, folgt die mediale kopfwäsche (des schiris, nicht des reklamierers). beim nächsten mal kompensiert er dann ein bißchen. und es gibt ein nächstes mal, so viele eliteschiris gibts nämlich nicht.

Galileo Ratio
00

Absolut. Aber nicht absichtlich, sondern im Hinterkopf. Wenn ein Spieler nicht reklamiert fuehlt man sich echt bestaetigt. Wenn er reklamiert dankt man sich dass es einen nicht schert, aber im Hinterkopf sind die Gedanken eben doch da.

Fiji 75
01
28.1.2012, 13:30
Manuel Schüttengruber: 'Das größte Übel ist die Zeitlupe!'

Mit 14 Jahren die Schiedsrichterprüfung absolviert, leitete der heute 28-jährige Linzer Manuel Schüttengruber vor einem Jahr sein erstes Bundesligaspiel. 90minuten.at sprach mit einem der hoffnungsvollsten österreichischen Schiedsrichtertalente über notwendige Qualifikationen eines Schiedsrichters, persönliche Ansichten und aktuelle Problemfälle im Fußball.

http://www.90minuten.at/index.php... e-zeitlupe

bayer48
00
28.1.2012, 10:53
gehört Regelkunde

nicht zur Stellenbeschreibung eines Postens in den Gewerbe ???

Mac McMack
17
28.1.2012, 10:44
für ein spiel

das man nicht kann braucht man auch die regeln nicht kennen.

captivity of negativity
32
28.1.2012, 09:12

Die Schiris haben in der Sache eine dermassene Unglaubwürdigkeit, dass ich wirklich lachen muss. Wann ist passives Abseits, wann aktiv? Wann ist es Torraub und Rot? Frag keine Schiris die wissens nicht. Und wenn eine Neuerung eingeführt wird, zB. Gelb wegen Ellbogen, wirds oft nicht durchgezogen.

Galileo Ratio
00

Der Unfug stinkt zum Himmel. Jeder Schiri der von einem Verband zugelassen wird ist auf Herz und Nieren geprueft und wird staendig Kontrollen unterzogen. Jeder kennt die 4 Kriterien fuer Torraub (kaum ein Spieler oder Fan); jeder kennt die Bilder fuer aktives und passives Abseits im Buch und im Schiri Handbuch (und natuerlich auch den genauen Wortlaut und die 3 Kriterien). Woher Sie den Stumpfsinn nehmen ist mir ein Raetsel. Wahrscheinlich frei erfunden weil's gerade gut klingt.

derjungeroemer
00
28.1.2012, 08:17

ein persönliches kennenlernen, ein anfreunden ist gar nicht notwendig, kann sogar genau in die falsche richtung gehen, wenn ein schiri mit einem spieler verhabert ist.
korrekt und gerecht, das reicht.

mehr einfühlungsvermögen in den job, in die situation des anderen könnte allerdings nicht schaden.

der echte
22
28.1.2012, 06:25

und wie viele schiris kennen die regel nicht, oder wenden sie falsch an?

Maexchen
00
28.1.2012, 02:22
typisch oder?

einer weis es und alle anderen versuchen es ihm auszureden... So schauts aus...

Du schiri gib a koartn... wos er tan hat is eh wurscht...

Ganz ehrlich: ist das nicht eh klar dass wenns einer weis alle anderen es nicht wissen müssen??
(auf österreichischen fußball bezogen und ironisch gemeint...)

Austrianer was sonst.....
42
27.1.2012, 23:03
Österreichs Fußballer kennen nicht nur die Regeln nicht,

sie können auch nicht kicken!

Herr Karl der Erste
00
30.1.2012, 10:21
Bravo!

Einer_ders_weiß
00
29.1.2012, 22:20
Der Nick erklärt alles...

Affe&Affe
00
28.1.2012, 18:54
Aber geh, woher willst du denn das so genau wissen...?

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