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Ursprünglich hatte Giang Nguyen den so reduziert wie fröhlich gestalteten "Hanoi Express" in Wien-Alsergrund als schnelle Garküche konzipiert, in der ein auf die klassischen, zarten Rollen und würzigen Spießchen reduziertes Angebot gefahren wurde. Aber irgendwann hat es ihn halt doch gejuckt, neben dem "Good Morning Vietnam" auch hier zu zeigen, wie variantenreich und vielschichtig vietnamesisches Essen bei aller Leichtigkeit sein kann.
Seit kurzem ist das Hanoi Express deshalb ein richtiges, gemütliches (wenngleich dezidiert modernes) Restaurant, mit Holzboden, wo bisher Beton war, und Ledermöbeln, wo zuvor buntes Plastik regierte. Die Rollen und Spieße sind nach wie vor eine Klasse für sich, besondere Freude macht dabei, dass Giang bei den Spießen jenseits des üblichen Billigfleischs (Hendl, Schwein, Rind) auch Kaninchen, Reh, sogar ganz kurz angegrillte Jakobsmuscheln und mehr im Programm hat - ausgesprochen fein und individuell gewürzt übrigens.
So richtig zur Sache aber geht es bei den Spezialitäten des Hauses, bei wunderbar saftig gebratenem Seeteufel mit einer fantastischen Sternanissauce etwa, bei gegrilltem Lungenbraten mit Zitronengras oder gar einer in Kokosmilch auf den Glaspunkt gedämpften Langustine mit Ginseng. (Severin Corti, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 28.1.2012)
Hanoi Express, Sechsschimmelgasse 16, 1090 Wien, Tel.: 01/307 31 61, So-Fr 12-14.30 und 18-23 Uhr, www.hanoiexpress.at
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Nun, auf die Kritik hin war ich heute mittags dort und kann nur sagen ...
hatte ein Mittagsmenü - Thunfisch mit Paprika und Gemüse, Galgant: Der Reis war so schmierig und kalt (!) und die Sauce ziemlich scharf ohne Vorwarnung in der Speisekarte.
Die Vorspeise, eine Chickenrolle mit Sauce extra geschmacklich sehr unauffällig.
Die Nachspeise eine wahrscheinlich verdickte Kokosmilch mit einem kleinen Knöderl auch kein Reißer.
Das Glas Wasser kostet 70 Cent (!).
Angesprochen auf den kalten Reis, hat mich die Dame gebeten, das nächste Mal das zu sagen, dann wärmt man ihn auf (ohne Kommentar).
Also an ein Sinohouse beim Ronacher kommt es lange nicht ran!! (zB Ente in Green Curry)
Ob das Billig-Reh oder -Haserl soviel besser ist? Oder der Billig-Lungenbraten, der dann teuer verkauft wird? Leider muss man hierzulande beim auswärtigen Essen weitgehend auf vegetarisch umsteigen, da Fleischqualität und -herkunft weitgehend intransparent sind. Besonders schade bei einer doch fleischlastigen Küche wie der Vietnamesischen und einem grundsätzlich ziemlich tollen Lokal.
Es ist mittlerweile sehr modern geworden, dem Konsumenten Verantwortungslosigkeit vorzuwerfen, bzw. sämtliche Verantwortung zu übertragen.
Ich halte es ebenso für sehr sinnvoll, die Herkunft der Lebensmittel auf der Speisekarte zu vermerken.
Aber wissen Sie denn immer ganz genau wo Ihr Gemüse herkommt?
Es könnte ja in Spanien produziert worden sein, was ökologisch gesehen der Supergau ist.
Das Beste wäre es wohl, würde ich meine Lebensmittel alle selbst produzieren. Dann müsste ich mir nichts vorwerfen lassen.
fleisch in sehr guter qualität ist schon seit längerem in ö erhältlich und wird auch in genügend lokalen serviert. natürlich kostet gutes fleisch entsprechend.
sogar bei rindfleisch, welches in österreich lange zeit nicht besonders war (kaum fleischrassen, nicht gereiftes fleisch etc.) bekommt man heute sehr gute qualität.
Und im Gegensatz zu anderen asiatischen Küchen schon viel Fleisch bzw. auch Fisch (und das ist ja auch mehr als fragwürdig, qualitätstechnisch, in Ö zu essen).
Wenn Sie einen Blick auf die Hanoi-Speisekarte werfen, wissen Sie auch, dass da (zwecks österr. Seele) nochmals ordentlich was draufgelegt wurde, Richtung Fleisch!
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