Grund für diplomatische Spannungen: US-amerikanische Mitarbeiter von NGOs durften nicht ausreisen
Washington - Ausreiseverbote aus Ägypten für Mitarbeiter von Nicht-Regierungsorganisationen der USA belasten die Beziehungen zwischen Washington und Kairo. Wie die "New York Times" schreibt, drohte die Regierung von US-Präsident Obama Ägypten ausdrücklich damit, die jährliche Militärhilfe zurückzuhalten. Kairo erhält in diesem Rahmen eine Finanzspritze von rund 1,3 Milliarden Dollar.
Vom Ausreiseverbot betroffen ist auch der Sohn des US-Verkehrsministers LaHood. Sam LaHood sei bereits Samstag daran gehindert worden, in Kairo ein Flugzeug nach Dubai zu besteigen. Hintergrund der Ausreiseverbote sind Untersuchungen gegen mehrere Nicht-Regierungsorganisationen.
Wie die "New York Times" weiter unter Berufung auf drei informierte Personen schreibt, hatte Obama den Chef des ägyptischen Militärrats, Feldmarschall Mohammed Hussein Tantawi, gewarnt. Die diesjährige Militärhilfe hänge davon ab, dass Ägypten fühlbare Schritte in Richtung Demokratie mache. Obama habe sich speziell auf die strafrechtlichen Untersuchungen gegen mehrere Pro-Demokratie-Gruppe bezogen, die von ausländischen Geldgebern finanziert würden. Dazu gehört auch das International Republican Institute, dessen Ägyptenchef Sam LaHood ist. Tantawi scheine Obama aber nicht geglaubt zu haben, schreibt das Blatt. (APA)