"Green Award" für MA 22

Digitaler Umweltstadtplan ausgezeichnet

27. Jänner 2012, 12:50

"Wien Umweltgut" liefert Daten und Hintergrundwissen zu Umweltthemen in Wien

Mit dem Sonderpreis "Green Award 2012" wurde am Donnerstag der digitale Umweltstadtplan "Wien Umweltgut" der MA 22 im Rahmen des "eAward 2012" ausgezeichnet. Das eingereichte Projekt der Wiener Umweltschutzabteilung erhielt den Preis insbesondere in Hinblick auf seine Bedeutung als "Planungsinstrument für eine nachhaltige Gebäudenutzung".

Wien Umweltgut (www.umweltschutz.wien.at/umweltgut) ist eine kostenlose Internetapplikation, die Zugang zu vielfältigen Umweltthemen bietet. So hat die Wiener Umweltschutzabteilung unter dem Schwerpunkt "Dächer nutzen" den Gründachpotenzialkataster und den Solarpotenzialkataster hier eingerichtet. Beide Applikationen können als Planungsinstrumente für eine nachhaltige Gebäudenutzung eingesetzt werden. Mittels dieser beiden Kataster ist es allen Bürgerinnen und Bürgern möglich, per Mausklick abzufragen, ob eine Dachfläche geeignet ist, begrünt zu werden bzw. sich für eine Solarenergienutzung eignet.

Fachliche Kooperation

Entwickelt wurde Wien Umweltgut von der Wiener Umweltschutzabteilung in Kooperation mit weiteren Fachabteilungen der Stadt Wien. Die Datengrundlagen für die beiden Kataster - das digitale Oberflächenmodell von Wien - hat die Stadtvermessung der Stadt Wien (MA 41) zur Verfügung gestellt.

Vor allem in dichtbebauten Gebieten mit geringem Grünanteil können begrünte Dächer einen wertvollen Beitrag zum Kleinklima leisten. Darüber hinaus haben begrünte Dächer eine wichtige Erholungsfunktion für die NutzerInnen und schaffen grüne Nischen für Vögel und Insekten. Entscheidend für eine Begrünung ist Dachneigung und Größe der Dachfläche. Die Wiener Umweltschutzabteilung etwa hat auf einer Dachfläche des Amtsgebäudes in der Dresdnerstraße ein rund 360 m2 großes Gründach angelegt. Auf dem ehemaligen Kiesdach ist ein Versuchsgarten entstanden, in dem unterschiedliche Substrate, Kräutermischungen und Bewässerungsvarianten erforscht werden.

Im Solarpotenzialkataster können für jedes Gebäude in Wien drei wichtige Kriterien abgefragt werden, die für die mögliche Planung einer Solaranlage entscheidend sind: die Grundfläche des Gebäudes, die für eine Solarnutzung "gut" geeignet sind sowie die "sehr gut" geeigneten Teile der Dachflächen. Im Kataster werden alle Dachflächen in Wien dargestellt, die sich für die Errichtung einer Solaranlage prinzipiell eignen. Er weist auch darauf hin, wenn die Errichtung einer Solaranlage durch verschiedene gesetzliche Regelungen (wie zum Beispiel Schutzzonen) eingeschränkt ist.

Nachhaltig nutzen

Aufgebaut wie der Stadtplan Wien, lassen sich auf Wien Umweltgut unzählige Daten und Hintergrundwissen zu Umweltthemen in Wien abrufen und miteinander verknüpfen. Das Portal steht allen Bürgerinnen und Bürger kostenlos zur Verfügung, das Angebot wird laufend erweitert. Aufgerufen werden können z. B. Informationen zu den Wiener Schutzgebieten, Naturdenkmälern oder geschützen Lebensräumen, alle Luftmessstationen Wiens mit stündlich aktualisierten Daten, umweltfreundliche Tourismus- und Gastronomiebetriebe oder alle Wanderwege der Stadt Wien. Auch der Baumkataster der Stadt Wien ist in das Umweltgut eingebettet. Alle aufgerufenen Abfragen lassen sich miteinander verknüpfen, per Mausklick zeigt das Netz der öffentlichen Verkehrsmittel an, wie man umweltfreundlich zu seinem Ziel gelangt.  (red)

Wer sich für eine Dachbegrünung oder ein Solardach entschieden hat, kann mit Fördermitteln der Stadt Wien rechnen. Förderungen für Dachbegrünungen werden von den Wiener Stadtgärten (MA 42) vergeben. Photovoltaik- oder solarthermische Anlagen zur Warmwasserbereitung werden aus Mitteln der Wiener Ökostrom- bzw. Solarthermieförderung gefördert. Anträge für diese Förderungen gibt es bei der MA 20 (Energieplanung) bzw. der MA 25 (Stadterneuerung und Prüfstelle für Wohnhäuser). Weitere Informationen zur nachhaltigen Nutzung von Dächern in Wien bietet die MA 22 auf ihrer Website.

Infos zum Green Award:

award.report.at

baumfreund1
00
wenn man nicht vorher alle Bäume für Bauvorhaben umschneidet

müsste man nicht nachher die Dächer begrünen!

Was nützt den Leuten im ersten Stock die Begrünung der Dachterrasse eines Hochhauses?

Das ist nur eine Farce!

Sam Deer
 
00
28.1.2012, 06:01
Total aktuell

Die zugrunde liegenden Pläne sind mindestens 10 Jahre alt. Damit kann man heute bei der Planung kein Blumenstöckel mehr gewinnen. :O)

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