Schweizer Bahn deckt zusätzlichen Strombedarf nur mit Wasserkraft ab

27. Jänner 2012, 12:27
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    foto: reuters/arnd wiegmann

    Ab 2013 benötigt die SBB wegen des Angebotsausbaus zusätzliche 400 GWh Strom. Die SBB will diesen Mehrbedarf ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Quellen decken.

Ausbau des Angebots verlangt jährlichen Stromverbrauch, der jenem von rund 100.000 Schweizer Haushalten entspricht

Bern - Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) werden mehr Strom aus erneuerbaren Energiequellen beziehen. Dessen Anteil am Gesamtverbrauch erhöht sich ab 2013 von heute 75 auf mehr als 80 Prozent, wie die Schweizerischen Bundesbahnen am Freitag mitteilten.

Ab 2013 benötigt die SBB wegen des Angebotsausbaus zusätzliche 400 GWh Strom. Dies entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von rund 100.000 Schweizer Haushalten. Die SBB will diesen Mehrbedarf ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Quellen decken.

Nachweis musste erbracht werden

Sie hat deshalb einen langfristigen Bezugsvertrag mit dem französischen Anbieter Electricite de France (EDF) abgeschlossen. Bei der Auswahl des Anbieters kamen laut SBB nur Unternehmen infrage, die den zusätzlichen Bedarf ausschließlich und nachweisbar mit Strom aus erneuerbaren Quellen decken können.

Der gesamte Strom, den EDF ab 2013 an die SBB liefert, wird aus dem Wasserkraftwerk Kembs am Rhein, 20 Kilometer nördlich von Basel, stammen. Der zwischen der SBB und EDF unterzeichnete Vertrag läuft bis ins Jahr 2022.

Die SBB ist der größte Stromverbraucher der Schweiz. Züge und Anlagen verbrauchen derzeit jährlich etwa 2.400 GWh. Etwa ein Viertel stammt aus in- und ausländischen Atomkraftwerken, der Rest aus Wasserkraftwerken. (APA)

Klappe zu, Lindwurm tot.
01
27.1.2012, 16:57

An EDF würde ich mich wenden, wenn ich Atomstrom haben möchte, aber nicht, wenn es um regenerative Energiequellen geht ...

der burli
00
27.1.2012, 12:46
hihiiii und wer benerkt ob EDF den strom "aus dem Wasserkraftwerk Kembs am Rhein" nicht nochmal wo verkauft? strom mit mascherl? - ächz

peak oil
20
27.1.2012, 12:34
die schlechte(ste) nachricht:

ein ansehnlicher anteil dieser "wasserkraft" kommt aus pumpspeicherkraftwerken, wo mit überschüssigem atomstrom das wasser in die berge gepumpt wird, damit die schwerkraft bei bedarf wieder zu strom umgewandelt wird.

Grininger
00
27.1.2012, 16:51
Immer diese Ammenmärchen

Bitte der Ausschnitt aus dem Gesetz:

Die Stromkennzeichnung wird von § 78 und § 79 des Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetzes geregelt. In § 79 Absatz 7 heißt es:

Als Nachweis für Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern werden ausschließlich Herkunftsnachweise gemäß § 8 und § 9 des Ökostromgesetzes bzw. gemäß den Bestimmungen in Art. 15 der EU-Richtlinie 2009/28/EG anerkannt.

Die für § 8 und § 9 des Ökostromgesetzes relevante Definition ist in § 5 gegeben, wo es ausdrücklich heißt:

ausgenommen ist Strom, der als Ergebnis der Speicherung in Speichersystemen gewonnen wird

Staatssekretär
01
27.1.2012, 13:37

Und das ist schlecht?

Soll man mit dem Überschüssigen Strom die Gehsteige heizen, oder die Badeseen?

HansPeter10
00
27.1.2012, 13:17

Tss, die Schwerkraft wird zu Strom ?? Hobbyphysiker !

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