Wiener Gold

Big Phil is back

Regina Bruckner, 27. Jänner 2012, 13:17
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    foto: derstandard.at/bruckner

    Der größte "Wiener Philharmoniker" wiegt ca. 31 Kilogramm, misst 37 Zentimeter im Durchmesser und hat einen Nennwert von 100.000 Euro.
    Zurzeit ist die Münze 1,3 Millionen Euro wert. Üblicherweise wird er in einer pro aurum-Filiale in München aufbewahrt.

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    foto: apa/techt

    Weltweit gibt es nur 15 Stück der Goldmünze, 14 Exemplare gingen an Käufer in die USA, Japan und Deutschland. Ein Stück wird im Münzmuseum der Nationalbank in Wien aufbewahrt. Die Riesenmünze wurde 2004 geprägt.

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    Wie auch die kleineren Vorbilder des "Big Phil", zeigt die Vorderseite der Münze die Orgel im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins und die Rückseite verschiedene Instrumente.

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    foto: bruckner

    Gold kommt bei vielen verunsicherten Anlegern immer noch recht gut an: Claus Gabler mit einem Goldbarren im Wert von 43.000 Euro.

31 Kilogramm und 1,3 Millionen Euro schwer: Die größte Goldmünze Europas, ein Wiener Philharmoniker, ist auf Kurzbesuch in der Bundeshauptstadt

Wien - Der weitere Verlauf des Goldpreises bleibt Anlass für viele Spekulationen und Analysen. Die Meinungen über die Preisentwicklung des Edelmetalls gehen fundamental auseinander. Ronald Stöferle, Goldexperte der Erste Bank, rechnet nach der Korrektur zu Jahresende schon für die Jahresmitte mit einem Preis von 2.000, längerfristig mit 2.300 Dollar pro Unze.

Andere Experten erwarten hingegen für den Goldpreis 2012 eher Ungemach. Nach einer Reuters-Umfrage von Mitte Dezember könnte der Preis in den nächsten Monaten unter 1.500 Dollar sinken. "Wir vermuten, dass 2012 sich der Goldpreis unter allen Metallpreisen am schlechtesten entwickeln wird", erklärte Christoph Eibl, CEO und Partner des Schweizer Rohstoff-Hedgefonds Tiberius Anfang Jänner. Im September 2011 hatte der Goldpreis mit 1.920 Dollar ein Rekordhoch erreicht. Am Donnerstag kletterte er mit 1729,76 Dollar wieder auf den höchsten Stand seit Anfang Dezember.

Geschäftsbelebende Unsicherheit

Wer eher ein Indiz für eine Entwicklung nach oben sucht, könnte es im Umzug des Edelmetallhändlers pro aurum von der Wiener Peripherie ins Zentrum im 1. Wiener Bezirk sehen. "Solange die Politik weiterhin für große Unsicherheit sorgt, ist für unser Geschäft gesorgt", sagt Geschäftsstellenleiter Claus Gabler anlässlich der Eröffnung des Geschäftslokals an der Seilerstätte. Ein in diesem Sinne geschäftsschädigendes Verhalten scheint er eher nicht zu erwarten. Gekauft werden kann hier nur physisches Gold - von der Goldmünze bis zum Barren. Kunden sind hier nicht nur Banken, sondern seit geraumer Zeit verunsicherte Privatkunden, betont Gabler. "Menschen, die mit Fonds Geld verloren haben und jetzt nicht wissen, wie sie ihr Erspartes sichern sollen." Über Geschäftszahlen wird keine Auskunft erteilt. Nur soviel: Der Umsatz hat sich im Vorjahr verdoppelt.

Nachbarn aus dem Osten

Geschäftsbelebend wirken sich laut Gabler durchaus auch dramatische Entwicklungen wie jene in Ungarn aus. „Als der Forint jüngst sehr gefallen ist, sind viele ungarische Kunden zu uns gekommen." Menschen aus den östlichen Nachbarländern zählt man hier verstärkt zur Käuferschicht. Gekauft und verkauft wird zum aktuellen Kurs, wobei das Verhältnis von Kaufen zu Verkaufen derzeit bei 40:1 liegt. Die Skepsis der Kunden gegenüber den nicht unbedingt risikolosen Goldkauf dürfte also weit hinter der Angst vor der großen allgemeinen Unsicherheit zurückstehen.

Wer schnell ist und Gold nur anschauen, aber nicht kaufen will, bekommt am Freitag den "Big Phil" zu sehen. Eingelassen in eine große Glasscheibe, ist die größte Goldmünze Europas, ein Wiener Philharmoniker, für einen Tag zurück in seine Heimat gekehrt. Mit 37 Zentimetern Umfang könnte man das Prachtstück sogar mit den Armen umschließen. Und wäre es nicht 31 Kilogramm schwer, würde es sogar seine Funktion als offizielles Zahlungsmittel der Republik Österreich erfüllen können. Mit einem Nennwert von 100.000 Euro würde sich das eine oder andere Kleinod damit ausgehen. (Regina Bruckner, derStandard.at, 27.1.2012)

pro aurum ist ein im September 2003 gegründetes Unternehmen mit Hauptsitz in München. Das Unternehmen zählt sich zu den ersten privaten Handelshäusern für Münzen, Barren und Edelmetalle im deutschsprachigen Raum.

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21 Postings
peace & love
13
28.1.2012, 11:33
'Die Skepsis der Kunden gegenüber den nicht unbedingt risikolosen Goldkauf'

diese goldbasher. jetzt tun sie so, als wäre goldkauf 'riskant'.

diese nebelwerfer sollten mal nachschauen, was im jahr 2000 für gold bezahlt wurde und weiter griechische bonds kaufen.

unfassbar, was hier verzapft wird.

Walter Bimini
01
29.1.2012, 13:20
die medien machen die propaganda für die staaten

und die staaten haben gar kein interesse am steigenden goldpreis. ohne fiat money zerfallen die heutigen aufgeblähten bürokratien zu asche.

Andrej Stoltz
11
28.1.2012, 11:18
Geschmacklosigkeit.

Man kann mit Gold und anderen, auch preiswerteren Metallen viele schöne Sachen machen: Schmuck, Medaillen, Münzen...

Aber dieser Kanaldeckel ist eine Geschmacklosigkeit zum beeindrucken von Parvenüs.

Dazu noch in der ekelhaften, lieblosen Philharmonikerprägung.

Dabei war die Münze Österreich früher mal top, als man noch gescheite Medailleure arbeiten liess: Bodlak, Grienauer...

Peter_23
00
28.1.2012, 14:44
Sie haben völlig Recht.

Die Münze Österreich hat in der Qualität in den letzten Jahren deutlich nachgelassen. Diese "Philharmoniker" sind, wie Sie schreiben, wirklich nur kleine Kanaldeckelprägungen. Wenn das ein Volksschüler als Übungsaufgabe macht, wärs ja ganz nett. Aber so ist das wirklich nur peinlich.

Wer Gold zwecks Anlage von der Münze Österreich kaufen will, sollte dies in Goldbarren (100g aufwärts) tun und die Münzen a la Philharmoniker liegen lassen. ProAurum verkauft meines Wissen auch nur die Münze-AT Goldbarren, aber eine spur teurer als direkte bei der Mint.

Bei den Goldbarren geht es nur um den Materialwert, Prägungen spielen da keine Rolle. Das passt besser zur Münze Österreich.

DirtyHarry
00
28.1.2012, 12:35
"preiswertere Metalle"

Der Philharmoniker ist - und war nie, eine Numismatikermünze, sondern eine Anlagemünze - da ist ein riesengroßer Unterschied, den leider wenige realisieren.

Andrej Stoltz
00
28.1.2012, 13:08
Die MA hat doch neben der Umlaufprägung immer schon von Anlageprodukten gelebt.

Was sind die Mariatheresientaler und das ganze Joseph-Dukatenzeug anderes als Anlagemünzen ?
Aber die konnte man wenigstens noch ansehen ohne Augenkrebs zu bekommen.

Vergleich des verkitscht-billigen Philharmonikers mit anderen modernen Bullions:
http://silvereaglepro.com/images/Am... _Bulli.gif
http://en.numista.com/catalogue... /g1212.jpg
http://images.madeinchina.com/p/728/340... 2728_0.jpg

Gibt noch andere, aber der Philharmoniker ist Abstand der langweiligst-spiessigste, auch wenn er vielleicht ein paar Cents billiger ist.
Und als 100 kg Stück eine Peinlichkeit.

DirtyHarry
00
29.1.2012, 12:09

Sorry, aber der Mariatheresientaler ist keine Anlagemünze, diese Münze war einmal Umlaufgeld - und wird jetzt aus numismatischen Gründen geprägt.
Deshalb hat die Münze Österreich im Jahr 2008 den Silber-Philharmoniker herausgegeben - weil sie auch bei den Silber-Anlagemünzen vertreten sein wollte.
"Hardcore-Edelmetall-Anlegern" ist das Münzbild egal, die wollen Feinsilber zum günstigsten Preis, wenn geht von einer staatlichen Münzanstalt hergestellt - und da ist der Philharmoniker gut positioniert.

Andrej Stoltz
00
28.1.2012, 13:10

31 kg

thatslife
00
27.1.2012, 20:42
wieviel zahlt aurum eigentlich für die werbung?

allein schon die schlagzeile "is back" und "kurzbesuch". da ein exemplar sowieso im nationalbankmuseum liegt braucht gar keine zurückkommen da immer schon eine da war.

Peter_23
00
28.1.2012, 10:31
Offensichtlich hat Proaurum zuviel Geld

Renegade Hardware Ltd.
02
27.1.2012, 18:54
Das Einkaufswagerl zu der Münze würd ich gerne sehen...

Kahuna
00
27.1.2012, 18:12
Scha wieda ein Goldartikel...

DirtyHarry
00
28.1.2012, 12:32
anti

meistens sind es anti-gold-artikel, welche in den mainstreammedien auftauchen

Walter Bimini
00
29.1.2012, 13:27
trotzdem hat er nicht ganz unrecht

denn selbst die beste propaganda gegen etwas macht letzten endes auch immer mehr menschen darauf aufmerksam. das war ja auch das problem, das die medien mit haider - jörg ( damit niemand auf die idee kommt es sei erich haider gemeint ) - hatten.

Etsch
00
27.1.2012, 16:19
Warum Nennwert von 100.000 verwenden

Wenn der Materialwert fast 1.300.000 beträgt ist mir schleierhaft. Also ich hätte schon 100.000 über wenn ihr ihn verkaufen möchtet ;-)

Ist übrigens egal wie der Preis des Goldes in Dollar ist. Interessant ist der Europreis und der wird meiner Meinung steigen nachdem Griechenland und Portugal im Konkurs sind. danach könnte der Euro wieder stärker werden.

DirtyHarry
00
28.1.2012, 12:38

Der Nennwert ist bei allen Anlagemünzen eine "Hausnummer" - ohne Bedeutung.
Anm.: Der Standardphilharmoniker hatte einen Nennwert von ATS 2000,- d.h. mit der Eurowährungsreform wurde der Nennwert nochmals um 31% reduziert...

wuestenfuchs
00
27.1.2012, 19:13

weil der nennwert und der materialwert nicht das geringste miteinander zu tun haben.

ist bei einer normalen 1 euro-münze ja auch nicht anders.

Peter_23
00
28.1.2012, 10:29
Ja.

Wenn Sie aber in Euro (Münzen) anlegen wollen, dann bitte nicht in 1 Euro-Münzen. Deren Materialwert zu Nennwert ist doch zu schlecht.

Sondern dann legen Sie in 10 cent-Münzen an. Die haben derzeit unter allen Euro-Scheidemünzen den höchsten Materialwert (ca. 3,5 cent Materialwert, primär durch das Kupfer, bei 10 cent Münze) Ausserdem ist das Einschmelzen der Cent-Münzen leichter, da keine Verbundmünze wie die 1,- und 2.- Euro-Münzen (da muss man vor dem Einschmelzen erst den Aussenring trennen)

Bin schon gespannt, wann die Münzverschlechterung bei den 10cent-Münzen einsetzen wird.

timurinamanu
02
27.1.2012, 13:57
also in Euro gemessen steht Gold derzeit fast so gut da, wie in seiner Spitzenzeit

siehe
http://www.finanzen.net/rohstoffe... preis/euro

andkos
00
28.1.2012, 11:39
allerdings

das vergessen viele experten und auch jounalisten

der goldpreis wird zwar in USD gemacht, aber die schwankung zwischen USD und EUR ist teilweise recht hoch und da wir bei uns in EUR bezahlen, demensprechend signifikant

wie gesagt, in EUR gesehen ist der Goldpreis fast wieder auf all-time-high

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