Royal Bank of Scotland

RBS-Chef erhält fast eine Million Pfund Bonus

27. Jänner 2012 11:39
  • Artikelbild
    Foto: ap

    Ein Demonstrant in der Aufmachung einer "fat cat" protestiert vor einigen Tagen vor der RBS gegen die hohen Bonus-Zahlungen der Bank.

Geldinstitut wurde 2008 mit Steuergeldern gerettet

London - Der Chef der verstaatlichten britischen Royal Bank of Scotland (RBS) erhält einen Bonus von 963.000 Pfund (1,149 Mio. Euro). Die Sonderzahlung komme zum regulären Jahresgehalt von 1,2 Mio. Pfund hinzu und werde in Form von Aktien ausgezahlt, teilte die Großbank am Donnerstagabend mit. RBS-Chef Stephen Hester erhält damit demnach aber nur noch einen halb so hohen Bonus wie noch im vergangenen Jahr.

Die Zahlung ist trotzdem höchst umstritten. Premierminister David Cameron hatte angesichts öffentlicher Kritik versprochen, Hester solle "viel weniger als im vergangenen Jahr" erhalten. Das Unternehmen teilte nun mit, der Verwaltungsrat sei sich der "Schwierigkeiten" bewusst, "die widersprüchlichen Ziele aller unserer Anteilseigner zu versöhnen". Die RBS gehört zu 83 Prozent dem britischen Staat, seit dieser die Bank in der Finanzkrise 2008 vor dem Kollaps bewahrte.

Die Bank erklärte, der Bonus für Hester "spiegelt die Fortschritte in den mit unseren Anteilseignern vereinbarten Kategorien wider". Der Bankchef sei für den Kollaps des Unternehmens und die notwendige Rettung durch den Staat nicht verantwortlich gewesen, betonte die RBS. (APA)

Kommentar posten
18 Postings
hexe caracas
27.01.2012 21:25
Hauptsache die Aktie ist im Keller

und unzählige Anleger haben ihr Vermögen legal verloren...eigentlich müsste man diese Leute enteignen und den Anlegern etwas zuschießen...

Aguirre74
27.01.2012 18:38

Der und seinesgleichen bezahlen also den Cameron?

Keyser
27.01.2012 18:10

Und wos woa sei Leistung? :-)

Tintifax der ... Druide!
 
27.01.2012 17:16

Gerade die RBS hats notwendig... mit einem Aktienpreis von 0,33 Euro ... müssten die nicht eigentlich bald sowieso einen reverse split machen?

Jedenfalls kann ich mit gut vorstellen, dass die britische Regierung noch vor Ende des Jahres wieder was zuschießen muss, so wie die Bank offenbar dasteht...

Andreas W
27.01.2012 16:58
Wieso nur so wenig? Ich bin entsetzt!

Das sind ja grad mal etwas mehr als 2 Mio Pfund im Jahr; wo sind denn nur die Zeiten, als diese Leistungstraeger 10, 15, 20 Mio und mehr reingeschoben bekommen haben???

WIESO TRIFFT EINE KRISE IMMER DIE FALSCHEN???

Christian Pongracz
27.01.2012 22:11

Keine Sorge, sobald die Aktie wieder an Fahrt gewinnt ist die Million sehr bald verzehnfacht. Bei dem Aktienpreis kanns ja nur mehr wert werden.

unkenrufe
27.01.2012 13:31
wie viel kriegt der / kriegen die,

die ihm den job verschafft haben?

HansPeter10
27.01.2012 13:21

Naja, es gibt doch die Meinung, dass man diese Leute gut bezahlen muss, sonst bedienen sie sich selbst. Der Schaden könnte dann grösser sein.

RFD
27.01.2012 16:50
Ihre Argumentation greift aus zweierlei Gründen nicht:

Erstens kennt Gier keine Grenzen.
Zweitens müsste ich dann mein Hab und Gut gleich vor die Türe stellen, um Diebstahl vorzubeugen.

HansPeter10
27.01.2012 17:17

Ob meine Argumentation greift ist mir wurscht, es ist so.

standardantwort
27.01.2012 12:56

Die Mitarbeiter waren aber auch nicht verantwortlich. Und die Steuerzahler schon gar nicht. Wo bleibt der Bonus für alle anderen?

taripay
27.01.2012 12:37
talknet
27.01.2012 12:26

Bei solchen Berichten frage ich mich oft um wieviel schlechter den Job ein junger WU-Absolvent, um 24000/Jahr netto, machen hätte können.

Hubert Hawkins
27.01.2012 13:23

Es gäbe wahrscheinlich viele Leute, die das im Team bei geringeren Kosten gleich gut oder besser machen könnten. Und wenn der Arbeitsmarkt ein solcher wäre, dann würden wir das auch ab und zu sehen. In der Realität scheitert ihr WU-Absolvent daran, dass er die falschen Leute kennt.

Marquis de Sade
 
27.01.2012 11:59

was mich immer so ärgert: schuld ist der, der gibt. Nicht der, der nimmt. Mann sollte mal die Leute anprangern, die Verträge unterzeichnen, die solche Bonuszahlungen bzw die Bedingungen für diese Boni hinterfragen.

Wenn mir mein Arbeitgeber 1mio anbietet, nehm ichs auch.

Andreas Prucha
27.01.2012 16:47

Eben. Aber es gäbe doch eine relativ einfache Lösung: Absurd hohe Steuern auf absurd hohe Gehälter und Boni.

Tintifax der ... Druide!
 
27.01.2012 17:14

Sehe ich ganz genau so!

daydreamer07
27.01.2012 12:45
ganz richtig

ganz richtig herr marquis, und hier stellt sich dann auch die frage was die jenigen erhalten, die solche bonis genehmigen? wenn man sich öster. gepflogenheiten ansieht, kann man sicher sein, daß der beschenkte mit zuwendungen an seine sponsoren auch nicht knausrig sein wird....eine hand wäscht die andere

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.