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Jetzt hat es sich ausgeraucht in den Wiener Taxis - aber nicht ausgestunken.
Nach Amtsgebäuden, Zügen und Wirtshäusern sind nun also Taxis rauchfrei. Seit Jahresbeginn ist Pofeln in Mietkutschen untersagt. Endlich! Vorbei die Zeiten, da es dem vielfahrenden Fahrgast das Wasser in die Augen treibt, weil die Fahrgastzelle mit Smart bis zur Unsterblichkeit eingeräuchert und eingeäschert wurde.
Bis der über Jahre sorgfältig und mit Hingabe eingehauchte kalte Dunst endgültig verweht, wird es freilich noch ein Weilchen dauern. Wohl werden die rollenden Stinker mit bräunlichgrauem Himmel und tendenziell klebriger Kunststoffverkleidung (welche Farbe hatten die eigentlich, bevor sie zu Räucherkammern wurden?) weniger. An Mief mangelt es trotzdem nicht.
Denn Stallgeruch ist treu. Der hängt, fast muss man sagen: leider, eben nicht nur von verheiztem Tabak ab.
Im Gegenteil, mit Verhängung des mobilen Rauchverbots trat die olfaktorische Komponente der Chauffeure (weiter) in den Vordergrund. Und die entspricht, das lässt sich insbesondere im Winter erfahren, vielfach nicht den Mindeststandards der zivilisierten Welt. Das ist bitter. Kaum sind die Süchtler, die keine zehn Minuten ohne Zigarette auskommen, ausgebremst, sind die mit Hingabe transpirierenden Taxler im Vormarsch. So eine Stadtfahrt wird schnell zum Härtetest.
Sitzt man einmal in solch einer strengen Kammer drin, ist es zu spät. Luftanhalten schützt zwar vor gefährlichen Gerüchen, aber nicht eine Viertelstunde lang. Also Fenster auf. Geht auch nicht. Der elektrische Fensterheber ist bei solchen Typen prinzipiell deaktiviert. Schließlich ist dem echten Schweißler die Frischluft, was dem Teufel das Weihwasser. Da hilft kein Deo, kein Wunderbaum. Aber vielleicht eine Rauchwolke. (Luise Ungerböck, DER STANDARD, Automobil, 27.1.2012)
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Scheinbar fehlt als Ergänzung noch ein Gesetz, dass der Fensterhebel des Fahrgastes während einer Fahrt funktionieren muss - und ein sanftes Waldduft-Deo für den Taxifahrer könnte auch noch Vorschrift sein.
Wow, dann fehlt eigentlich nur das Glöckchen für das Baby, damit es im Auto besser schläft.
hier hat sie definitiv recht.
Es ist leider keineswegs die Ausnahme, dass die Fahrer auf's widerlichste stinken. Und da braucht niemand mit "Menschen schwitzen eben" kommen... Wenn ich beruflich Menschen mit nur 1m Körperabstand kutschiere, so sollte ich doch als Mindestanfordung an mich selbst auch ein bisschen Pflege stellen?
Ist das zu viel verlangt oder ist man dann gleich inhuman?
Ich habe eine einfache, effiziente Technik entwickelt:
Wenns im Taxi grauslich ist, steig ich wieder aus.
Am Stand sowieso kein Thema (wobei ich da idR eh ein gepflegtes Taxi finden kann), beim Bestellen zahl ich dem Typen halt seine 2,50, beschwer mich am Telefon über den Zustand / Geruch und verlang einen neuen Wagen.
Und es funktioniert!
weiss jemand wie das genau im gesetz steht?
das rauchverbot kann ja nur für taxis welche nicht "ausser dienst" sind gelten.
wenn ich als taxler mit dem taxi nach schichtende und "ausser dienst" schild rauch ist das mein reines privatvergnügen und mir kann die innung samt MiliNRs den buckel runterrutschen, oder?
"wenn sie den wunsch von fahrgästen nach einem nicht nach kalten rauch stinkenden taxi konsequent ignorieren,"
1. fahr ich seit 15 jahren nicht mehr somit eh wurscht.
2. "wunsch der fahrgäste": der wird auch ignoriert wenn ein raucher NICHT RAUCHEN DARF...
3. war dem taxler immmer schon untersagt WÄHREND des transportes zu rauchen. aber nicht dem kunden.
4. per funk gabs immer die möglichkeit nicht/raucher zu bestellen standplatz -> freie auswahl.
hat jahrzehnte geklappt, aber durch die hysterie ists ja wichtiger im taxi wirtshaus etc die leut gegeneinander aufzuhetzen.
im übrigen fragens mal nächtes mal den taxler wieviele fahrgäste es gibt die stinken!!! da ist der rauch eher als geruchshemmer zu sehen.
Mir ist schon klar, dass die TaxilenkerInnen immer als das "Böse unter der Sonne" gelten.
Aber ich würde allen "KritikerInnen" einmal wünschen, dass sie eine 12-Stunden-Schicht in einem Taxi verbringen dürfen. Besonders schlimm ist es natürlich in den Nächten von FR auf SA und von SA auf SO. Was man da an "Gerüchen", an Proleten, an Dummheit und an Frechheiten erleben muss, lässt jeden Menschen zum Misanthropen werden. Da kann man über so eine Kritik der "Steuerfrau" nur mehr milde lächeln - und sich denken "Ihre Probleme möchten wir haben!" ...
Noch schlimmer ist es beim Fliegen wo 100-200-300 Menschen nicht nur schwitzen und riechen, sondern noch unzähligen Parfums stinken, zwischendurch auf die Toilette gehen und sich nochmals kräftig eindüfteln. Der bleibt einem richtig der Atem weg.
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