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vergrößern 700x435Wie ein Haus zum Krafwerk werden könnte: mit Photovoltaik-Anlage und Windrad am Dach.
Eine kleine Überlegung zum heurigen "Jahr der erneuerbaren Energie für alle", das von der UNO ausgerufen wurde: In Zukunft sollte es selbstverständlich sein, dass Gebäude nicht nur Energie verbrauchen, sondern selbst auch Energie erzeugen. Nämlich mindestens so viel Energie, wie in ihrem Inneren verbraucht wird. Es wird beispielsweise undenkbar sein, dass ein südseitiges Dach oder auch eine südseitige Fassade nur unproduktives Mauerwerk mit Verputz sind. Oder es werden Klein-Windkraftwerke auf dem Dach montiert. Oder es wird im Keller eine Mini-Kraft-Wärme-Kupplung installiert - beispielsweise eine Pelletsanlage, die nicht nur Wärme, sondern auch Strom erzeugt.
Damit diese Vision Wirklichkeit werden kann, braucht es vor allem eines: Eindeutige Vorschriften. Sprich: Die eigene Eigenenergieversorgung zumindest von Neubauten wird in der Bauordnung vorgeschrieben.
Was angeblich dagegen spricht
Der Aufschrei, der einer derartigen Forderung folgt, ist unausweichlich. Die Gegenargumente sind bekannt und alt:
Unwirtschaftliche Toiletten
Gut, akzeptieren wir diese Argumente - aber dann bitteschön auch wirklich konsequent. Schaffen wir doch dann auch diese ebenso "unsinnige" Vorschrift ab, dass in Häusern bzw. Wohnungen auch Toiletten eingebaut werden müssen. Erstens ist dies ein massiver dirigistischer Eingriff und zweitens sind Toiletten noch weitaus unwirtschaftlicher als Photovoltaikanlagen. Die Investitionskosten einer Toilette kommen nie wieder herein.
Im Gegenteil: Klos verursachen sogar massive Folgekosten, die ihren Einwohnern aufgebürdet werden. Denn Toiletten verursachen Abwässer, die in Kläranlagen behandelt werden müssen und für deren Transport ein unglaublich aufwändiges Kanalnetz errichtet und erhalten werden muss. Die Bewohner müssen also nicht nur für die Installationskosten aufkommen, sondern in der Folge auch Abwassergebühren zahlen. Außerdem müssen sie auch noch Wassergebühren zahlen, damit die Fäkalien weggespült werden können. Wirtschaftlich gesehen ist das doch der reine Wahnsinn.
Ohne Toiletten geht's halt nicht
Aber ohne Toiletten geht‘s halt nicht, heißt es dann. Und? Ein Haus ohne Energieversorgung ist auch undenkbar - ohne Strom geht's halt auch nicht. Wo ist der Unterschied? Doch, es gibt einen: Im Gegensatz zu Toiletten verursachen Photovoltaikanlagen keinen Schmutz - sondern erzeugen Strom. Ist eine Photovoltaikanlage erst einmal eingebaut, spart sie Betriebskosten - oder bringt sogar Geld herein, wenn der Strom ins Netz eingespeist wird.
Kurz: Wird ein Haus gebaut, gibt es Vorschriften für den Wasseranschluss, für den Stromanschluss, ja sogar für Autoabstellplätze - warum in aller Welt sollte es keine Vorschrift für die Stromerzeugung geben? (Roman David-Freihsl, derStandard.at, 27.1.2012)
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http://goo.gl/yMDWd
WVDS:
http://www.youtube.com/watch?v=M... re=related
Photovoltaik:
http://www.youtube.com/watch?v=W... re=related
http://derstandard.at/130329105... aikanlagen
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaf... 84850.html
Genau diese schizophrene Haltung, welche ich mir auch selbst attestiere, ist das Hauptproblem warum Reformpläne eigentlch keine Chance haben.
Als Beispiel fällt mir ein Ferienhaus ein, welches in der schönen grünen Steiermark steht. Am Dach ist eine Solarheizung installiert, welche im Winter das Wasser auf 46°C erwärmt, und das Haus wird mit Holz beheizt. Für die Einheimischen ist es "sehr verdächtig was die Zuagrast'n da tuan." Die Installation von Windrädern wird mit "Die haben ja keine Ahnung von der Gegend" kommentiert.
Dort ist man nur mit Ölheizung "normal", sogar heizen mit Holz gilt schon als "Öko".
Vom Nachbarn der eine Gasheizung und Photovoltaik besitzt will ich gar nicht anfangen.
Ich würde ein Energie+ Haus bauen wollen
Denn eine Solaranlage, die im Winter eine Wassertemperatur von 48Grad schafft, ist ordentlich überdimensioniert und damit ordentlich teuer.
Es wäre sehr wahrscheinlich, das sie das Wasser *billiger* mit Strom (so vorhanden) oder Holz warm machen.
>Ich würde ein Energie+ Haus bauen wollen
Tun sie das, aber mit ihrem Geld bitte :)
Die Warmwasseranlage in einem Ferienhaus ist vielleicht nur dann überdimensioniert, wenn es selten bewohnt ist.
Ich habe eine Warmwasseranlage in einem Haus, wo ständig 4 Personen leben. Wir haben bei Wolken und Nebel kein Solar-Warmwasser, da müssen wir mit Gas dazuheizen.
Aber an sonnigen Wintertagen (sind wirklich sehr oft) heizt die Sonne das Wasser im 500 Liter-Boiler auf 43° (da hatte es draussen -12° ! ) auf. Jeden zweiten Tag lassen wir die Differenz auf 60° durch Gas nachbessern (um Bakterien im Boiler zu vermeiden).
Wir betreiben die Anlage problemlos seit 1993.
Sie wird sicher noch 20 weitere Jahre jeweils 8 Monate kostenlos Solar-Warmwasser mit 60° liefern und im Winter zumindest effektiv vorwärmen.
Ergänzung: Wir haben eine 10m²-Anlage. Mir wäre es auch garnicht wichtig, dass sich die Anlage "rechnet" (obwohl sie das tut).
Vergleich zu Autos: Autos rechnen sich in der Regel nie. Die meisten Autobesitzer arbeiten 3-6 Monate/Jahr für das Auto ... um meist unnötig herumzufahren.
Ökologisches Verhalten ist in der Regel auch sehr wirtschaftlich - nicht nur volkswirtschaftlich, sondern auch privat. Zumindest ist das unsere Erfahrung in der Familie mit 2 nun schon erwachsenen Kindern.
Ausserdem wird äusserst viel Zeit eingespart, die ich für Freizeit und Erholung nutzen kann.
Viele meiner Bekannten arbeiten im Hamsterrad um einem "Lebensstandard" nachzuhecheln, der Sie abhängig und krank macht. Schade.
Wenn sie die Anlage und den Puffer gross genug machen können sie auch im tiefsten Winter warmes Wasser haben, aber ob das dann billiger ist als gleich mit Erdgas Warmwasser zu machen bezweifle ich.
und hätte man vor 20 Jahren begonnen, dann wäre die Forschung heute schon so weit, dass es wirtschaftlich wäre. Diese Rechnungen sind immer total falsch. Man kann zwei Systeme nur dann vergleichen, wenn man die gleichen Voraussetzungen schafft.
Offtopic Beispiel: Ottomotor VS Elektromotor
Hätte man zur gleichen Zeit mit dem gleichen Kapital und dem gleichen Knowhow in beide Systeme investiert, dann würde es Ottomotoren heute nicht mehr geben und die Probleme, die wir heute noch mit Elektromotoren haben, wären längst als Kinderkrankheiten Schnee von gestern!
Per Gesetz beschließen. In 10 Jahren haben wir die Technik soweit, dass es nicht mehr teuer ist, in 20 Jahren redet niemand mehr darüber.
...welche Probleme oder gar "Kinderkrankheiten" hätten wir bitte beim Elektromotor, der übrigens bereits 1837 patentiert wurde, wärend der liebe Hr. Otto erst 1876 an der Reihe war.
Versorgung bzw. Akkukapazität ja...aber am ElektroMOTOR wird sich nix grundlegendes mehr ändern, das zu großartigen Verbesserungen führen könnte...
PV z.B. ist seit 1958 im Einsatz, kommerziell seit Mitte der 1980er.
Das die Anlagen unrentabel sind und bleiben werden liegt an der niedrigen Energiedichte der Sonne (Durchschnittlich ~130w/m² bei uns) und den damit bedingten grossen Flächen die man benötigt.
>Per Gesetz beschließen
Sorry, aber die Physik lässt sich nicht per Gesetz oder Parteitagsbeschluss ändern, so gerne das die Ökos auch möchten.
Vor 20 Jahren hat alles mit dem 1000 Dächerprogramm in Deutschland begonnen. Ohne diesem Programm wäre PV unbezahlbar. Heute kann man sagen, dass die Technik ausgereift und bezahlbar ist.
Übrigens sind Elektromotoren x-Mal zuverlässiger, billiger und effizienter als Ottomotoren.
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