Gesundheitsminister bremst

Stöger: Spitalsreform erst in zwei Jahren möglich

27. Jänner 2012, 09:09

"Das wird ein bisschen Zeit dauern, aber diese Zeit geben wir uns"

Während die Regierung im Geheimen hinter den Kulissen eilig an einem Sparpaket bastelt, kommt von Seiten des Gesundheitsministers eine entschleunigende Ansage. Alois Stöger meint im Ö1 Morgenjournal, dass eine Spitalsreform erst frühestens in zwei Jahren möglich sei.

Derzeit werde mit vielen Seiten diskutiert, denn an einer großen Reform müssten auch viele Menschen mitwirken. "Das wird ein bisschen Zeit dauern, aber diese Zeit geben wir uns", so Stöger.

Die Abstimmung des Angebots zwischen den Krankenhäusern und den niedergelassenen Ärzten nehme so viel Zeit in Anspruch. Dadurch sollen langfristig 1,8 Milliarden Euro eingespart werden. Dabei soll auch der Anstieg der Gesundheitsausgaben mit der Höhe des Wirtschaftswachstums begrenzt werden.

ÖVP "warnt" Stöger

Hannes Rauch, Generalsekretär der Volkspartei, warnte den Ressortchef davor, "auf der Reformbremse zu stehen"; Hauptverbands-Vorsitzender Hans Jörg Schelling will nicht, dass es zu einer "Verschleppung" der Spitalsreform kommt.

Schelling vermeinte aus Stögers Ausführungen herauszuhören, dass die Neuregelung der Spitalsfinanzierung um zwei Jahre verzögert werden könnte. Dies sei in der politischen Steuerungsgruppe aus Sozialversicherung, Bund und Ländern "nicht akkordiert". Auch Rauch verstand Stögers Bekräftigung des ursprünglichen Zeitplans dahingehend, dass "mit Fortschritten bei der Gesundheitsreform erst ab 2014 gerechnet werden darf". Dabei sei der Minister in Zeiten der fieberhaften Arbeit am Sparpaket doch vielmehr gefordert, "endlich Tempo zu machen", so der Generalsekretär.

Nach Ansicht von BZÖ-Gesundheitssprecher Wolfgang Spadiut wiederum ist Stöger "vor den Ländern in die Knie gegangen". Er forderte in einer Aussendung "endlich eine Zusammenlegung der 22 Sozialversicherungen".

Gesundheitsminister Stöger wehrt sich gegen Vorwürfe. "An mir scheitert es nicht, wenn es schnell gehen soll. Er strebe eine umfassende Reform "so schnell wie möglich" an. Stöger erklärte, er habe "ganz sicher nicht gebremst". (red, derStandard.at, 27.1.2012/APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 34
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tablespace65
00
28.1.2012, 14:36
Erst in zwei Jahren? Vermutlich ist A. STÖGER dann nicht mehr Gesundheitsminister...

thatslife
00
28.1.2012, 08:24
"die zeit geben wir uns"

wen meint er mit uns? da die nächsten wahlen sowieso schon 2013 stattfindet ist die chance hoch dass uns ohne ihn stattfindet...

Die grausame Realität 2012
00
27.1.2012, 21:17

Falls neben der ständigen Kläfferei noch Zeit bleibt: Der politische Ziehsohn von Ernst Strasser könnte sich als erstes um seinen Parteikameraden Pröll kümmern, der in Niederösterreich weiterhin Spitäler großzügig errichtet, um- und ausbaut.

Wenn jedes Bundesland so wie Wien Spitäler zusammenlegen würde, könnte die Reform noch heute losgehen.

Bitte keine Fakten, habe schon meine Meinung
01
28.1.2012, 08:23
und wann beginnt in Wien

die Reform?

dr. satanas
00
28.1.2012, 15:35
welche reform?

gehaltskürzungen?
personalreduktion?
untersuchungen/operationen/therapien einsparen?
oder was sonst

pipifax
00
27.1.2012, 16:09

Minister Stöger hat wahrlich ein denkbar unglückliches Händchen für seine medialen Kundtaten - sei es inhaltlich, sei es das Timing.

Mario Gonzales
00
27.1.2012, 15:59
Was

du heute kannst besorgen, das verschiebe stets auf morgen ...

Fraho
01
27.1.2012, 14:07
wozu wird der bezahlt..

...wenn er zu feige ist und vor den Landeskaisern kuscht?
Schafft endlich die Landesgesetzgebungen und den Bundesrat ab, der unnütz viel Geld kostet und völlig für die Katz ist!

Sunnseitna
10
27.1.2012, 13:25
Schlosser bleib bei deinen Leisten

Ich hab mir von einem Schlosser ehrlich gesagt auch nicht mehr Kompetenz für das Gesundheitswesen erwartet

inge77
02
27.1.2012, 16:14

schon mal was von fortbildung gehört?
nachdem er jahrelang der chef der oögkk war, wird er sich wohl ein wenig auskennen. schlosserlehre hin oder her. oder sind lehrlinge für sie das dumme Volk?

Walter Bimini
10
27.1.2012, 13:22
das wird der bondmarkt entscheiden und nicht stöger

didi111
01
27.1.2012, 12:01
Es ist alt nur zu befürchten,

daß das jetzt "feiwerdende" Zeitfenster wahrscheinlich dahingehend ganz gezielt missbraucht wird, daß jetzt fest mit den Neu - und Zubauten in den Kliniken begonnen wird (bevor 2014 Schluss damit ist).

In Niederösterreich wird derzeit dem Vernehmen nach in JEDEM Krankenhaus noch fest gebaut.

Dieses Schieben der Reform hat nur dann EINEN Sinn, wenn gleichzeitig bis dorthin KEINE Bauvorhaben angegangen werden.

Ansonsten haben die Leute in NÖ zukünftig (!!) in Steinwurfweite Krankenhäuser, daß einem dabei nur so die Augen übergehen ...

Man MUSS Bundelsänder wie Niederösterreich an die Leine nehmen, ansonsten werden sie zum unberrschbaen Monster.

NÖ hat jetzt schon die grössten PROKopfschulden aller Länder.. Zufall?

nt com
13
27.1.2012, 11:29

dann sollte man dem guten hrn. minister bis zur umsetzung der reform in 2 jahren kein gehalt bezahlen. WIR haben zeit!

savoir-vivre
14
27.1.2012, 11:02

Dann ist nämlich nicht mehr dafür zuständig

savoir-vivre
10
27.1.2012, 11:45
Korrektur

Dann ist er nämlich nicht mehr dafür zuständig

Erika Rothen
26
27.1.2012, 10:50
"...aber diese Zeit geben wir uns"

Irrtum, Herr Minister: Niemand GIBT Ihnen diese Zeit, Sie NEHMEN sie sich einfach, und zwar schon seit Ihremn Amtsantritt vor 3 Jahren.

Aber sich Zeit zu nehmen, wenn für die Folgen ohnehin das blöde Steuervolk geradestehen muss, ist ja bequem, genütlich und risikolos für Sie.
Lassen Sie sich nur ja nicht in Ihrer biedermeierlichen Beschaulichkeit und in Ihrem beamtlichen Dauerschlaf stören!

TrifterSepp
 
00
27.1.2012, 10:32

Nach der Steiermarkwhal habens gesagt dass ab nun ca 2 Jahre Zeit bis zur nächsten Wahl ist, um in Ruhe Reformen durchzubringen.

tramezzino
04
27.1.2012, 10:25
jo, so sans unsere politiker:

reformen erst in 2 jahren möglich - dafür steuererhöhungen sofort !

gratulieren, wir haben genau die wappler, die wir verdienen.

nie wieder
01
27.1.2012, 10:25
ned so tragisch, Herr Stöger......

...seid 1945 warten wir auf Reformen und nicht auf ein "Durchwurschteln mit geringstem Widerstand", also was sollen da zwei Jahrl ausmachen.

PS.: Ich hoffe sie sind dann noch Gesundheitsminister :-)

Himalaya Ferdl
00
27.1.2012, 10:18

kein problem, herr stöger, wir warten eh erst seit 20 jahren... da machen die zwei jährchen auch nichts mehr aus. bitte stressts euch nicht...

schetzgo
01
27.1.2012, 10:14
"Das wird ein bisschen Zeit dauern, aber diese Zeit geben wir uns", so Stöger.

ist eh erst seit jahrzehnten notwendig,warum sollten wir jetzt gas geben...?zuerst kommt der arbeitskreis..

Gesunder Menschenverstand
 
02
27.1.2012, 09:55
Lustig,

dass in Zeiten älter werdender Menschen, steigender Lebenserwartung und neuer Technologien und Medikamente die Ausgaben im GW mit dem (ev. soger sinkenden) Wirtschaftswachstum begrenzt werden sollen...

Respekt vor diesen Politikern!
Mut, Weisheit und Weitblick!

Der Neugierige
00
27.1.2012, 10:14

Bei diesen Kapitänen vom Schiff Austria braucht man sich als Passagier keine Sorgen machen.

Auch kleine Blackouts haben die locker im Griff...

Haben Sie ein Rettungsboot? Ich such grad eines ;-(

Thom Reithofer
00
27.1.2012, 10:49

Der Kapitän sitzt sicher schon im Rettungsboot.
Vermutlich ist er zufällig reingefallen, als sich das Schiff zur Seite neigte.

Smart Drive
00
27.1.2012, 09:53
Bei den Lohnsteuerzahlenden gehts absofort

RÜCKTRITT, HERR minister, und zwar sofort!!!!!!!!

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