Angst vor Aufständen

Nordkorea: Handynutzer als Kriegsverbrecher?

27. Jänner 2012, 09:08

Mobiltelefonie wird als Verstoß gegen hunderttägige Trauer um Kim Jong-il gewertet

Während sich Nordkorea weiterhin offiziell in der auf 100 Tage anberaumten Trauer um den am 17. Dezember verstorbenen Diktator Kim Jong-il befindet, scheinen sich im Land selbst die Verhältnisse zu verschärfen. Aufgrund einer aktuellen Hungerwelle versuchen sich offenbar immer häufiger Nordkoreaner über die Grenze nach China abzusetzen.

Mobiltelefon

Wie der britische "Telegraph" nun berichtet, reagiert das Regime in Pjöngjang mit drastischen Drohungen auf diese Situation: Nicht nur wer versucht, das Land zu verlassen, sondern auch alle, die in der Trauerphase ein Mobiltelefon benutzen, sollen als Kriegsverbrecher eingestuft werden, berichtet der "Telegraph".

Wirtschaftliche Lage verschlechtert

Offenbar ist das nordkoreanische Regime besorgt, dass es im Gefolge des Tods von Kim Jong-il zu Aufständen kommen könnte, hat sich die wirtschaftliche Lage in den letzten Jahren doch kontinuierlich verschlechtert. Mit dem Handyverbot will man wohl nicht zuletzt Berichte über die Situation außerhalb des Landes von der Bevölkerung fernhalten, gerade jene über die Aufstände im arabischen Raum, denen immerhin so manch anderer Langzeitdiktator weichen musste. (red)

Kommentar posten
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Allmächtiger Satan
02
28.1.2012, 13:40

Ruft Heinzi den neuen Chef dort jetzt nur noch am Festnetz an?

Multatuali
00
Handy-Verbot in Nordkorea?

Gruß aus Pyongyang: hier wurde und wird weiter überall unbehindert und auch öffentlich telefoniert. Es gibt kein Handyverbot. Gestern traf hier der Chef der Orascom (des Ägyptischen Investors und Partners der hiesigen Telecom) mit einem Sonderflugzeug ein, wohl um zu besprechen, wie man mit dieser Medienente umgeht. Der künstliche Bezug zu einer Todesstrafe, Kriegsverbrechen und 100tägiger Trauer ist - aus meiner Sicht - pervers, das geht schlimm über den Rahmen einer Medienente hinaus. Der Ausgangspunkt ist einfach nicht gegeben.

LL MM
02
28.1.2012, 10:16

Beim ersten Blick las ich was von einer hundertjährigen Trauer. Man würde denen wohl auch das zutrauen.

Da ließe sich das Handy lang verbieten.

Artus King
00
28.1.2012, 06:35
Uiiii

Da werden die Märkte aber nervös werden.
Sparpaket und Schuldenbremse in die Verfassung und alles wird gut. ;-)

dieDritteGeneration
08
27.1.2012, 16:52

Laut Luise Rinser gibt es in Nordkorea keine Gewalt, kein Verbrechen, keine politischen Gefangenen. Die KZ dort sind freiwillige Erziehungshäuser. Kim&Söhne sind deswegen an der Macht, weil das Volk sie liebt, und weil sie die fähigsten Führer überhaupt sind. Kim Senior wäre sowieso ein besonders weiser, bescheidener, gütiger und väterlicher Staatsmann und Nordkorea ein völlig konfliktfreies und harmonisches Paradies.

Naja, bald darauf haben die deutschen Grünen die Dame zur Bundespräsidentenwahl aufgestellt (ihre Lobgedichte auf Hitler und ihre Diffamierung von Juden stand dem auch nicht im Wege). Die Wahl gewann dann aber doch Richard von Weizsäcker.

gutartiger Bösmensch
00
28.1.2012, 11:05
Und die Meinung einer Bayrern, die vor 10 Jahren gestorben ist

ist relevant weil?

DD1981
00
27.1.2012, 13:48

Festnetz ist erlaubt? Oder gibt es das dort nicht? Bzw. abgedreht oder wie?

SeeTheLight
121
27.1.2012, 13:21
alles

Handynutzer als Kriegsverbrecher: Da sieht man wieder einmal dass man mit dem Gesetz alles begründen kann. Wie bei uns momentan bei dem ACTA – Gesetz, einer gesetzlich legitimierten Internet Zensur.

wieso auch nicht
10
28.1.2012, 00:46

Klar. ACTA und Nordkorea sind ja das selbe.

herois
01
29.1.2012, 16:15

wehret den anfaengen

§126c Verfechter K.ing Leissner
00
27.1.2012, 13:11
"sollen als Kriegsverbrecher eingestuft werden"

Nun ja, Kriegsverbrechen ist es trotzdem keines :) Herumdeuterei aendert nicht die Fakten, auch wenn es manche gerne haetten..

Joachim Jemsengeyer
12
27.1.2012, 10:46
Die "österreichisch-nordkoreanische Gesellschaft"...

.. sollte endlich mal eingreifen ;-)

h 90
00
28.1.2012, 10:24

Heinzi mach was

Hans Vogel
00
28.1.2012, 10:24
Da sollte

unser Herr Bundepräsident mahnende Worte ergreifen. Kein Handy mehr, das ist doch gegen die Menschenrechte.

Mann40
411
27.1.2012, 10:09

dort ist eine internationale Militäraktion einmal wirklich wichtig, befreit die armen Menschen endlich von diesem Wahnsinn.

Froschschenkel
00
28.1.2012, 22:12

die "internationale Militäraktion" würde wahrscheinlich zum Weltkrieg ausaten...

h 90
03
28.1.2012, 10:25

die meisten Voelker....Afghanistan, Irak, Libyen koennen sich vor lauter Begeisterung ueber die Demokratisierung gar nicht helfen.

uriminzokkiri
00
28.1.2012, 15:32

Das koreanische Volk hat seine Begeisterung für Demokratie bereits bewiesen.

http://www.youtube.com/watch?v=jUbuykLagps

RevX
01
27.1.2012, 13:20

Ich glaube die meisten Menschen dort sind zu stark indoktriniert als dass sie eine fremde Macht im Land dulden würden.

uriminzokkiri
00
28.1.2012, 15:08

Sie dürfen davon ausgehen, dass in einem solchen Fall südKOREANISCHE Soldaten eine große Rolle spielen werden.

Mann40
00
27.1.2012, 13:45

naja, offenbar haben dort doch ein paar Genossen nicht "geweint" bzw. flüchten, da regt sich bereits der Widerstand.

Some_Guy
01
27.1.2012, 14:49

Naja Fluchtversuche, wie schon zu DDR Zeiten, sind auch dort normal. Das allein sagt leider noch nichts über die gesamtgesellschaftliche Situation aus.

geilhuber
01
27.1.2012, 20:30

Die DDR war ein echtes Paradies gegen NK! Das meine ich ohne Ironie!

Captain Smoker
52
27.1.2012, 12:02

Dort gibt es aber keine Bodenschätze die man befreien müsste...

h 90
00
28.1.2012, 10:25

Doch gibt es

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