TV-Debatte der Republikaner

Romney: "Bin nicht gegen Einwanderer"

27. Jänner 2012, 07:30

Vor den Vorwahlen in Florida drehte sich die Debatte um das Thema Migration - Kandidaten buhlen um Stimmen der Hispanics

Jacksonville - Wenige Tage vor der nächsten Etappe im Vorwahlkampf der US-Republikaner haben sich die beiden aussichtsreichsten Bewerber auf die Präsidentschaftskandidatur, Mitt Romney und Newt Gingrich, einen heftigen Schlagabtausch geliefert. Romney verteidigte sich am Donnerstag in einer TV-Debatte gegen den Vorwurf seines Rivalen, er lehne Einwanderer ab. "Ich bin nicht gegen Einwanderer", sagte er. "Mein Großvater kam in Mexiko zur Welt, der Vater meiner Frau in Wales. Sie kamen in dieses Land. Zu sagen, ich sei gegen Einwanderer, ist abscheulich." Gingrich verwehrte sich derweil dagegen, Spanisch als "die Sprache des Ghettos" bezeichnet zu haben.

Das habe er nicht gesagt. Er halte es nur allgemein für besser, wenn Kinder Englisch lernten.

Kopf an Kopf in Florida

Einwanderungsthemen rückten nicht zufällig ins Zentrum der jüngsten Debatte. Die nächste Vorwahl findet am Dienstag in Florida statt, wo viele Hispanics leben, also Wähler hispanoamerikanischer oder spanischer Abstammung. Umfragen deuten auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Romney und Gingrich in Florida hin. Bei den bisherigen drei Vorwahlen konnten sie je einen Sieg einfahren.

Bei den Vorwahlen ermitteln die Republikaner den Herausforderer von US-Präsident Barack Obama. Die eigentliche Präsidentenwahl findet Anfang November statt. (APA)

Kommentar posten
24 Postings
Odo
00
27.1.2012, 16:39
Präsident Obama ist und bleibt der größte Spalter aller US-Präsidenten seit Beginn der Meinungsumfragen.

Das war in seinem 1. Amtsjahr so

http://www.gallup.com/poll/1253... ident.aspx

genauso im 2. Amtsjahr

http://www.gallup.com/poll/1459... -Year.aspx

und nun auch im 3. Amtsjahr

http://www.gallup.com/poll/1522... rized.aspx

Es war nur Präsident George W. Bush, der in einigen seiner Amtsjahre noch mehr polasierte als Obama, das war aber erst in den Amtsjahren 4, 5 und 6.
Was die ersten drei Amtsjahre anbelangt ist Obama aber derjenige Präsident, der die USA so sehr spaltet wie keiner seiner Vorgänger.

peter schmidt
 
11
28.1.2012, 12:12
Sie interpretieren da eine Umfrage.

Vielleicht ergibt sich diese Spaltung aus einer historisch in der USA noch nie dagewesenen Aggressivität von Teilen der republikanischen Basis und Partei.

Ich erinnere nur an die Landkarten auf denen die SItze von als besonders liberal geltenden Abgeordneten mit Fadenkreuzen gekennzeichnet wurden.

Was die letzten Jahre an wirklich radikal dummen und fanatischen Leuten da aufgetaucht ist (coulter, bachmann, perry, palin....) ist halt schon krass.

byron sully
10
27.1.2012, 14:32

wie die ihre meinungen immer um 180 grad drehen - je nachdem, welche klientel sie ansprechen wollen.
dort, wo keine hispanics leben, vertreten sie dann das genaue gegenteil...

Walter KURTZ
 
00
27.1.2012, 14:00

Zu den aus Mexiko eingewanderten Vorfahren (u.a. Romneys Vater): die waren dort nur, weil sie in den USA nicht mehrere Frauen heiraten durften, haben dort eine mormonische Mission betrieben, waren de facto nie mexikanische Staatsbürger und sind während der mexikanischen Revolution wieder in die USA zurück geflohen.
Pikanterweise wäre gerade bei Romneys Vater - der 1968 Präsident werden wollte - die Frage nach dem "Birth Certificate" recht lustig geworden...

Halbmond
20
27.1.2012, 12:59
Was wahren die vorfahren des hern Gringich?

Etwa indianer,die eigentlichen Ureinwohner des heutigen USA & Canada.

Satzende
00
28.1.2012, 23:49

wir können ja sar-kozy fragen ob das auch als genozid durchgeht

Johannes Benn
00
27.1.2012, 12:46
.

die republikaner sind genau die gleichen politisch korrekten antirassistischen hascherln wie dei demokraten, mit dem unterschied dass es bei den republikaern auch noch verlorene liebesmueh ist, denn gewahlt werden sie von den minderheiten eh nie

ChilliPalmer
00
27.1.2012, 12:25
Freu mich schon auf den Daily Show Beitrag dazu :)

Rumo von Zamonien
00
27.1.2012, 14:28

Aber sowas von. :-)

Cookie^^
01
27.1.2012, 13:26
wollt ich auch grad sagen...

Jon Stewart FTW!

(.) (.)
01
27.1.2012, 10:20
Es gab Vorwahlen in drei sehr kleinen Bundesstaaten

mit drei verschiedenen Siegern.

Aber man tut so, als ob Romney die Kandidatur schon in der tasche hätte.

Irgendwie wirkt das ganze schon sehr unseriös.

Eisherz
00
27.1.2012, 12:50
?

Ich weiß ja nicht, wo Sie die letzten Tage waren, aber es schreiben doch die meisten, dass Romney, der zunächst (wegen einer Falschauszählung) favorisiert wurde, diese Favoritenrolle längst wieder los ist.

Und in dem Artikel ist doch auch alles auf das Duell Ginrich - Romney ausgerichtet.

ChilliPalmer
10
27.1.2012, 12:27
"Irgendwie wirkt das ganze schon sehr unseriös."

Dann passts ja zu dem Haufen.

Bin mittlerweile zur Erkenntnis gelangt, dass kein einziger Republikaner wählbar ist. Als hätte man hier zwischen vier HC Strache die Wahl…

Walter KURTZ
 
00
27.1.2012, 09:32

Zur Mondidee von Gingrich fällt mir nur ein Spruch über ihn ein: Newt has 100 ideas befor lunch and one of them is good...

Rumo von Zamonien
09
27.1.2012, 09:09
Was er eigentlich meinte:

"Bin HEUTE UND HIER nicht gegen Einwanderer und werde in Arizona genau das Gegenteil verkünden. Whatever, f*** you."

sainty1
20
27.1.2012, 08:42
Bei den bisherigen drei Vorwahlen konnten sie je einen Sieg einfahren.

Was stimmt an dem Satz nicht liebe Redaktion?

sainty1
00
27.1.2012, 14:27
PAH ist das in dem Artikel ersichtlich..

immer auf die kleinen dicken mit Brille!! Habts scho recht

philipp zucker
00
27.1.2012, 12:54

eine der drei vorwahlen hat dann schlussendlich doch knapp rick santorum gewonnen …

lucky man
01
27.1.2012, 11:51

da stimmt eh alles! das problem mit derlogik liegt in diesem fall bei Ihnen ;-)

wurm83
 
00
27.1.2012, 09:52
haben sie auch bedacht, dass es noch andere kandidaten gab die eventuell einen sieg errungen haben, jetzt aber nicht mehr im rennen sind?

peter schmidt
 
20
27.1.2012, 08:34
Es gibt neue Umfragen.

Romney hat in Florida die Führung wieder recht deutlich zurückerobern können.

Allerdings ist bundesweit noch Gingrich vorne.

Im Vergleich mit Präsident Obama sind die Wähjler offenbar nachdem sie Gingrich jetzt besser kennen noch etwas sicherer als vorher und bevorzugen Obama mit einem Vorsprung von etwa 15 % gegenüber Gingrich.

Neu ist, dass Obama auch gegen Romney jetzt offenbar etwa 5-7 Prozent vorne ist.

Odo
00
27.1.2012, 16:06
"Neu ist, dass Obama auch gegen Romney jetzt offenbar etwa 5-7 Prozent vorne ist."

Sie machen es schon genauso wie "Glasperlenspieler": Sie picken sich die für Präsident Obama günstigsten Umfragen heraus und erklären die dann zum Maß aller Dinge.

Mal abgesehen davon, dass die Umfragen derzeit noch wenig Aussagekraft haben, da - ich wiederhole mich da - die Republikaner noch keinen Präsidentschaftskandidaten haben und die meisten Umfragen außerdem unter allen oder unter registrierten Wählern durchgeführt werden, wo die Demokraten einen wesentlich deutlicheren Vorteil haben als dies am Wahltag der Fall sein wird.

OssiP
 
00
28.1.2012, 23:23
"Neu ist, dass Obama auch gegen Romney jetzt offenbar etwa 5-7 Prozent vorne ist."

Ginge es nach Odo hätten nur jene Umfragen Aussagekraft, die Obama ungünstig aussehen lassen.

peter schmidt
 
00
28.1.2012, 16:42
Ich beziehe mich auf die letzten 4 Umfragen. Die sind einheitlich.

Und teilweise sogar von reps. freundlichen Instituten.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.