Vor den Vorwahlen in Florida drehte sich die Debatte um das Thema Migration - Kandidaten buhlen um Stimmen der Hispanics
Jacksonville - Wenige Tage vor der nächsten Etappe im Vorwahlkampf der US-Republikaner haben sich die beiden aussichtsreichsten Bewerber auf die Präsidentschaftskandidatur, Mitt Romney und Newt Gingrich, einen heftigen Schlagabtausch geliefert. Romney verteidigte sich am Donnerstag in einer TV-Debatte gegen den Vorwurf seines Rivalen, er lehne Einwanderer ab. "Ich bin nicht gegen Einwanderer", sagte er. "Mein Großvater kam in Mexiko zur Welt, der Vater meiner Frau in Wales. Sie kamen in dieses Land. Zu sagen, ich sei gegen Einwanderer, ist abscheulich." Gingrich verwehrte sich derweil dagegen, Spanisch als "die Sprache des Ghettos" bezeichnet zu haben.
Das habe er nicht gesagt. Er halte es nur allgemein für besser, wenn Kinder Englisch lernten.
Kopf an Kopf in Florida
Einwanderungsthemen rückten nicht zufällig ins Zentrum der jüngsten Debatte. Die nächste Vorwahl findet am Dienstag in Florida statt, wo viele Hispanics leben, also Wähler hispanoamerikanischer oder spanischer Abstammung. Umfragen deuten auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Romney und Gingrich in Florida hin. Bei den bisherigen drei Vorwahlen konnten sie je einen Sieg einfahren.
Bei den Vorwahlen ermitteln die Republikaner den Herausforderer von US-Präsident Barack Obama. Die eigentliche Präsidentenwahl findet Anfang November statt. (APA)