Stimmenfang bei Exil-Kubanern

Gingrich droht mit Angriff auf Kuba

26. Jänner 2012 20:11

Republikaner werben um Stimmen von Exil-Kubanern in Florida - Fidel: Republikaner-Wahlkampf "größter Wettstreit in Dummheit und Ahnungslosigkeit"

Miami - Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Newt Gingrich hat für den Fall seiner Wahl eine harte Haltung gegenüber Kuba angekündigt. In einem Interview mit dem spanischsprachigen Sender Univision im US-Staat Florida schloss er am Mittwoch einen Militäreinsatz gegen die kommunistische Regierung grundsätzlich nicht aus. "Wenn es einen echten legitimen Aufstand gäbe, würden wir natürlich auf der Seite des Volkes stehen", sagte Gingrich auf die Frage, ob die USA nach Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi auch Fidel und Raúl Castro angreifen sollten.

Die USA hätten das Volk in Libyen unterstützt und würden womöglich das Volk in Syrien unterstützen, er sehe darum nicht ein, warum sie nicht die Kubaner unterstützen sollten, sagte der frühere Sprecher des Repräsentantenhauses. Gingrich warb mit seiner Äußerung um die Stimmen der knapp eine Million Exil-Kubaner in Florida, wo am 31. Jänner wichtige Vorwahlen für die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner stattfinden.

"Größter Wettstreit in Dummheit und Ahnungslosigkeit"

Gingrichs Rivale Mitt Romney, der in den Umfragen knapp vorne liegt, bemühte sich am Mittwoch ebenfalls um die Stimmen der Exil-Kubaner. Als Präsident werde er Castro "keine Geschenke machen" und Firmen bestrafen, die Geschäfte in Kuba machten, sagte Romney bei einem Auftritt an einem Denkmal für die kubanische Immigration in den USA. Er hatte am Montag auf die Frage nach seiner Reaktion auf den möglichen Tod Fidel Castros gesagt, er werde "dem Himmel danken, dass er zu seinem Schöpfer zurückgekehrt ist".

Dem widersprach Gingrich im Fernsehen unter dem Applaus des Publikums: "Ich glaube nicht, dass Fidel seinen Schöpfer treffen wird. Ich glaube, er wird an den anderen Ort kommen", sagte Gingrich offenbar in Anspielung auf die Hölle. Castro erklärte daraufhin am Mittwoch in den Staatsmedien, der republikanische Kampf um die Präsidentschaftskandidatur sei der "größte Wettstreit in Dummheit und Ahnungslosigkeit, von dem ich jemals gehört habe". Da er andere Dinge zu tun habe, werde er sich nicht weiter damit befassen. (APA)

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zuckergoscherl
27.01.2012 13:26

man kann über fidel denken was man willl aber in diesem fall hat er recht... unglaublich diese republikaner und ich dachte unsere politiker führen die dummheits und verhetzungsweltrangliste an. btw... santiago de cuba 19/29° und sonnig >>> NEID

Bekka
 
27.01.2012 13:07
unter dem Applaus des Publikums

klar - was ein gstandener Republikaner ist, der blüht beim Thema "Hölle" richtiggehend auf.

gefürstete grafschaft tirol
27.01.2012 12:54
Gingrich der Vollkoffer. Wer ist denn einer der größten Handelspartner Cubas? Richtige Antwort: Die USA!

Michel de Nostredame
27.01.2012 12:50
Wir werden wohl bald alle zu unserem Schöpfer zurückkehren

... sollte Gingrich oder einer der anderen irren Republikaner Präsident werden.

Dilbert
27.01.2012 12:10

Fidel hat immer noch den Durchblick.

Herr und Frau Österreicher
 
27.01.2012 08:53

"Gingrich droht mit Angriff auf Kuba"

"Gingrich will Mondbasis bauen"
http://derstandard.at/132650376... asis-bauen

was kommt als Nächstes?

hier könnte ihr name stehen
27.01.2012 12:32

er lässt sich ein weiteres mal scheiden und heiratet Kim Jong-un

Alfred Almeder
27.01.2012 08:31
Atheistentalk

Wenn Reps meinen, dass Andere in die Hölle kommen, dann hängt dies wohl damit zusammen, dass sie selbst wohl die überzeugtesten Atheisten sind. Oder glauben Leute wie Gingrich wirklich, dass sie mit ihren eigenen Biographien nur ansatzweise eine Chance auf das Fegefeuer bekommen?

sumac trebla
 
27.01.2012 08:26

ich finde Fidel wirklich cool.

Herr und Frau Österreicher
 
27.01.2012 08:54

Die Cubaner weniger...

rothfront
28.01.2012 10:16
Herr und Frau Österreicher

"die Cubaner" gibt es nicht! Die Mehrheit der KubanerInnen steht jedenfalls grundsätzlich hinter dem System - auch wenn es in Detailfragen viel Kritik gibt. Fahren Sie mal nach Kuba und reden mit den Leuten!

Irma la Douce
27.01.2012 09:38
aber wo er recht hat hat er recht

Herr und Frau Österreicher
 
27.01.2012 09:48

Coller Diktator?

Herr und Frau Österreicher
 
27.01.2012 10:14

"cool", sorry...

sumac trebla
 
27.01.2012 08:56

Die Exilcubaner meinen Sie.

Herr und Frau Österreicher
 
27.01.2012 11:05

nein auch einige im land verbliebene!

momodeluxe
27.01.2012 07:22

nach 10 jahren kriegstraining mit 2 wunderbaren success stories wird endlich auch vor der haustüre gekehrt, nur um dann nach 60-70 jahren ein "Mission accomplished" zu verkünden. hurra!

Nur DIREKTE DEMOKRATIE ist Demokratie!
27.01.2012 07:07
NONE
27.01.2012 03:48

"Die USA hätten das Volk in Libyen unterstützt und würden womöglich das Volk in Syrien unterstützen"

Nur das das "Volk" hier primär Salafisten sind. Und die Mehrheit keinen gewaltsamen Umsturz will.

Aber das interessiert die USA nicht, das Imperium muss weitergehen.

Es wird endlich Zeit das die USA ihre Sanktionen gegen Kuba aufheben. Dies ist eine ständige Aggression durch die USA gegen Kuba.

Magic Washroom
27.01.2012 02:49

auch wenn ich den fidel nicht mag, recht hat er mit seiner einschätzung. :-)

stoiker
27.01.2012 01:59

amerikanische botschaft aus der boltzmanngasse entfernen.die terrorgefahr ist zu gross.

F S 4: The science channel
27.01.2012 11:01

Stimmt, die Demos stören die Vorlesungen.

Und jedem seine eigene Busspur
27.01.2012 00:33
Es gibt hier wirklich viele Castro Fans

in dieser erlauchten Runde. Und die Wahl zwischen Republikanern und Castraten ist ähnlich wie zwischen Ruhr und Cholera. Ob Cuba ohne den Druck der Exil-Kubaner wohl schon zur Demokratie gefunden hätte? Mitnichten. Die Tage als Freiluft Automobilmuseum sind jedenfalls gezählt....

Zaungast8
 
27.01.2012 03:38
die Reaktionen

deuten eher auf Gingrichs Jenseitigkeit hin.

Ich will ja wirklich nicht hoffen dass sich mit überdreht-patriotischem Säbelgerassel a la 1914 ( "Balkan zammhauen" u. "Serbien muss Sterbien" .. oder so ) heutzutage noch Wahlen gewinnen lassen.

ullrich stamperer
27.01.2012 00:32
DIE US SOLDATESKA ENTARTET IMMER MEHR

immer nur Krieg im Schädel und money, money.

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