Deutsche-Bahn-Chefs

Zufriedene Kunden bescheren mehr Gehalt

27. Jänner 2012 09:39
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    Foto: epa/hermann

    Die Kunden dürfen auch ein Wörtchen mitreden - sind sie zufrieden, kann es auch die Führung sein.

Ein Drittel der Vorstandsbezüge bei der Deutschen Bahn soll künftig von der Bewertung durch Kunden und Mitarbeiter abhängen

Der Kunde ist König: Damit der wunderschöne Spruch auch auf Beförderungsmittel zutrifft, lässt sich die Deutsche Bahn etwas Neues einfallen. Sowohl die Fahrgäste als auch die Beschäftigten der Deutschen Bahn (DB) AG bestimmen in Zukunft mit, wie viel die Vorstände des Konzerns jährlich verdienen. "Wir haben zum ersten Mal die Zufriedenheit der Kunden und der Mitarbeiter in den Vergütungssystemen unseres Unternehmens verankert", sagte Vorstandschef Rüdiger Grube laut deutschen Medienberichten in Berlin. Die Bezahlung orientiere sich dabei an "messbaren, nachvollziehbaren Werten", so der Bahnchef. "Das bedeutet, dass jedes Mitglied des Vorstandes ab sofort die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit im Portemonnaie spürt."

Der Chef der Deutschen Bahn ist mit der Idee kein Pionier. Bei den Nachbarn gibt es schon eine ganze Reihe von Unternehmen, denen die Einschätzung von Kunden oder Beschäftigten für die Festlegung der Vorstandsbezüge wichtig ist. Die AUA-Mutter Lufthansa gehört dazu. Die sieben Vorstände der DB AG soll es künftig aber ganz besonders treffen, wenn ihnen inner- und vor allem außerhalb des Unternehmens ein schlechtes Zeugnis ausgestellt wird.

Nur noch ein Drittel der Einkünfte der Konzernvorstände könnte künftig aus einem Fixgehalt bestehen. Für ein weiteres Drittel soll das Votum der Fahrgäste und Mitarbeiter entscheidend sein. Das letzte Drittel soll davon abhängen, in welchem Umfang der Konzern seine selbst gesteckten Ziele in Sachen Finanzen und Unternehmenserfolg erreicht. Damit gibt es kaum ein anderes Unternehmen bei den Nachbarn, in dem Kunden und Mitarbeitern so großer Einfluss auf die Gehälter der Unternehmensspitze zugestanden werden soll. (rb, derStandard.at, 27.1.2012)

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15 Postings
ibleiblieberanonym
27.01.2012 17:17
Wie wärs auch mit zufriedenen Angestellten?

O5
27.01.2012 16:20

Das ist IMHO dumm da die die zufrieden sind bei Umfragen fast nie teilnehmen sondern hauptsächlich radikale Unruhestifter und Spinner.

Caches Clay
27.01.2012 14:33

Wenn die beiden Optionen sind: "Ich bekomme wahnsinnig viel Geld" oder "Ich bekomme irrsinnig viel Geld" ist das Risiko gering.

abalada
27.01.2012 15:57

Vielleicht nochmals den letzten Absatz genau durchlesen. Fixgehalt soll ja nur noch 1/3 sein.

Juin
27.01.2012 12:57

Bei der Qualität der db wirds wohl ein paar nullrunden geben..

Zwischenzwazweigerl
27.01.2012 12:47
Sensationelles Bild !! :-)

Lieber Standard,
Das Bild ist ja schon eine Story wert. Kann man da irgendwie mehr dazu erfahren?
Ist das Umsteigen-NEU? Brücke von Zug zu Zug ? Bodenpersonal hält mit ausgestreckten Armen das Geländer hin??? Arbeitsplatzsicherung nach Hartz IV? Absturzsicherung lt. DIN 4426?

abalada
27.01.2012 15:54

Auf der Strecke ausgefallener ICE. Kommt vor.

Markus1975
27.01.2012 12:29
wäre interessant

ob das Voting der Mitarbeiter dann auch anonym durchgeführt wird ...
Gab es nicht mal Bespitzerlungsgerüchte im Dunstkreis der Deutschen Bahn ? Und zusätzlich interessant ist dann auch, wenn nicht anonym, haben die Mitarbeiter, die eine schlechte Bewertung abgeben, Repressalien zu erwarten ?
Wer legt fest, von wem und wie vielen Leuten die Vorstände bewertet werden ? Könnte mir vorstellen, dass sich diese auch gegenseitig bewerten ... Wenn alles wie erwähnt umgesetzt wird, dann ist das auf jeden Fall ein Schritt und zwar ein richtiger ...

des is mei extra
27.01.2012 12:10

Warum nicht auch für die Politik?

manniat
27.01.2012 11:58
ein guter Schritt..

.. in die richtige Richtung, zumindest für meinen Geschmack.
Der nächste Schritt solte sein:
Eine Firma ist nicht seinen Geldgebern verpflichtet, sondern nur sich selbst und seinen Mitarbeitern.

Andreas Prucha
27.01.2012 18:03

Njo, nur dann gibt halt keiner mehr Geld, weil der Geldgeber das aus Eigennutz tut.

manniat
27.01.2012 18:42

aber nur, wenn sie kurzfristig denken.
Das größte Kapital einer Firma sind noch immer treue und motivierte Mitarbeiter.

jassl11
27.01.2012 11:07

auch für die öbb bitte. für versicherungen hotlines. bankschalter. magistrate. generell überall?

Dragonette
27.01.2012 10:23
na dann

wird man halt das erste Drittel rasch noch ein bissl anheben, dann wird sichs schon ausgehen...

Michael ....
27.01.2012 11:10

... oder man macht es so wie bei der ÖBB, dort hat sicher schon vor langer Zeit eine Studie ergeben, dass die Kundengruppe "Nicht-ÖBB-Benutzer" die zufriedensten Kunden sind, da sie sich am wenigstens beschweren, aber brav das Unternehmen unterstützen.

Sonst ist es einfach nicht zu erklären, dass das Angebot ausgedünnt, verschlechtert (Zeitlich, Anschlüsse,...) und der Preis erhöht wird.

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