Experiment

Physiker zwingen Elektronen in feste Bahnen und erzeugen gigantische Atome

26. Jänner 2012, 19:41
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    foto: tu wien

    Das Bohrsche Atommodell geht von Elektronen aus, die ähnlich wie ein Planet um den Atomkern kreisen. Durch technische Tricks wird das Elektron (grün) über lange Zeit zusammengehalten, ohne sich über die ganze Kreisbahn zu verteilen.

Wiener Forscher übertragen Effekt aus astronomischem Maßstab in die Quantenwelt

Wien - Vor fast hundert Jahren ließ der dänische Physiker Niels Bohr in seinem Atommodell die Elektronen auf Bahnen um die Atomkerne kreisen, ähnlich wie Planeten um die Sonne. Diese Darstellung veranschaulicht zwar, was auf der Ebene der Materiebausteine vor sich gehen könnte, ist aber falsch und seit langem überholt. Schon 1925 - also 12 Jahre später - postulieren neuere Modelle für die Elektronen Aufenthaltswahrscheinlichkeiten statt feste Bahnen. Physikern der Technischen Universität (TU) Wien gelang es nun gemeinsam mit amerikanischen Kollegen erstmals doch, Elektronen lange Zeit stabil auf planetenartigen Bahnen kreisen zu lassen. Dafür orientierten sie sich an einem Effekt, der aus der Astronomie bekannt ist. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher kürzlich im Fachjournal "Physical Review Letters".

Die Wissenschafter vom Institut für Theoretische Physik der TU ließen sich bei ihren Überlegungen vom größten Planeten unseres Sonnensystems, dem Jupiter, inspirieren. Der hält mit seinem Gravitationsfeld tausende Asteroiden, genannt "Trojaner", in einer stabilen Bahn um die Sonne. Diese Himmelskörper folgen Jupiter auf seiner Umlaufbahn bzw. eilen ihm voraus.

Von der Quanten-Welle zur Umlaufbahn

Bei dem Experiment der TU-Forscher stand dieser Effekt Pate, der Maßstab verkleinerte sich aber drastisch, nämlich in die Welt der Quantenphysik. Dort laufen viele Dinge allerdings etwas anders als in der Astronomie ab, denn die tatsächlichen Bewegungen der Elektronen sind höchst komplex. Ein Elektron im niedrigsten energetischen Zustand befindet sich nämlich gleichzeitig in allen möglichen Richtungen um den Kern, es wird daher als Quanten-Welle oder "Wahrscheinlichkeitswolke" beschrieben. Erst durch das Anheben des Energieniveaus des Elektrons kann es in einer Art Umlaufbahn gehalten werden.

Doch das sprunghafte Teilchen folgt auch hier nicht lange den Wünschen der Wissenschafter. "Ohne zusätzliche Stabilisierung würde sich die Elektronen-Welle schon nach wenigen Umläufen wieder gleichmäßig entlang der Bahn verteilen und hätte keine feste Position mehr", so der Vorstand des Instituts für Theoretische Physik, Joachim Burgdörfer. Die Forscher nahmen sich deshalb die stabilisierende Wirkung des Jupiter zum Vorbild und simulierten sie quantenmechanisch.

Riesenhafte Atome

Dafür stellten sie die Frequenz eines elektromagnetischen Feldes genau auf die Umlaufdauer des Elektrons um den Kern ein. Auf diese Weise konnten sie die Quanten-Welle des Teilchens mehrere Umdrehungen lang in einem engen Bereich halten. Dabei erzeugten die Wissenschafter die wohl größten Atome der Erde, da sich durch die Manipulationen der Durchmesser der Elektronenbahnen auf einen Hundertstel Millimeter erweiterte, die Atome sind damit größer als rote Blutkörperchen. Das sei für atomare Verhältnisse eine "gewaltige Distanz", so der TU-Forscher Shuhei Yoshida.

Es sei damit gelungen, einen Effekt, der im astronomischen Maßstab funktioniert in die Welt der Quantenphysik zu übertragen und Atome so zu präparieren, dass sie sich tatsächlich ähnlich wie im Bohrschen Atommodell verhalten. Die Physiker erhoffen sich von zukünftigen Experimenten Erkenntnisse darüber, wie die Gesetzmäßigkeiten der Quantenwelt mit den klassischen physikalischen Gesetzen zusammenhängen. (APA, red)


Abstract
Physical Review Letters: Creating and Transporting Trojan Wave Packets

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 102
1 2 3
e_Neutrino
 
00
30.1.2012, 15:30
Kurzfristig stabile toroidale Elektronen - Cluster,...

.
zumindest hatte dies Ken Shoulders bei seinen zahlreichen Versuchen mit Elektronenstrahlen (wieder-) entdeckt,... der 1. Grundlagenforscher auf diesem Gebiet war vmtl. Nikola Tesla mit seinen Todesstrahl, dessen Elektronencluster (vmtl. als Kettenglieder) auch einige Meter ausserhalb eines Vakuums sich völlig geradlinig ausbreiteten,... ;)

CHARGE CLUSTERS IN ACTION, by Ken Shoulders and Steve Shoulders ©1999
http://www.svn.net/krscfs/Ch... Action.pdf

mehr Infos: http://tinyurl.com/7lol4n8

Arbi Trary
00
30.1.2012, 16:02
...

Zitat aus dem "Paper":
"Throughout much of this work on EV energetics it has been obvious that we get more energy out of certain
experiments than we put in."

Free Energy und so weiter, der übliche Bullshit.

e_Neutrino
 
00

... dies gilt dann ebenso für alle Arten von Solaranlagen und Wärmepumpen, die ebenfalls von einem offenen physikalischen System profitieren,... ist also alles nur Bullshit, nicht wahr!?

ein Erfinder plaudert (s)ein Geheimnis aus... ;-)
http://aufzurwahrheit.com/nachricht... #post68653

Herman Kragsvei
00
30.1.2012, 14:03
blumige Falschinformation

Die APA und der Redakteur hat doch rein gar nichts vom Experiment verstanden. Hättens doch wenigstens den Abstract übersetzt aber soviel unwissenschaftlichen falschen Mist schafft kaum einer in sowenig Worte zu kleiden wie der Artikel.

Nichtmal Bohr (und seine Theorie ist über 100 Jahre alt und wird längst nicht mehr verwendet da überholt/ersetzt durch Quantenmechanik) konnte der Redakteur richtig wiedergeben.

_Cube_
02
28.1.2012, 13:11
Auf zum Atem!

Schnapphahn
00
27.1.2012, 14:26
Fand der Versuch

eigendlich im absoluten Vakuum statt?
Dieses Riesenatom hätte doch mit allen anderen Atmen in der Umgebung kollidieren müssen.

Leonardo Basil
00
27.1.2012, 10:40

Müsste man ein Atom in dieser Größe nicht abbilden können?
Ich weiß schon, ein normales Atom besteht schon zu 99.9999999% aus nichts, bei diesem Spezialfall wäre das Verhältnis noch um einige 10er Potenzen größer, aber sollte die Aufentahltswahrscheinlichkeitswolke der e- nicht einen Effekt auf die durchdringenden Photonen haben?

t 3
 
00
27.1.2012, 14:01
da gibts ein berühmtes bild,

die lettern IBM mit einzelnen atomen "geschrieben". was die abbildung von atomen anbelangt, darf man sich halt dennoch nicht zuviel erwarten ;)
...
http://www-03.ibm.com/ibm/histo... V1003.html

Die kritische Stimme
00
27.1.2012, 11:19
Es bleibt trotzdem ein Atom

Eine Interaktion Atom - Photon folgt weiterhin dem Wahrscheinlichkeitsprinzip, vor Allem kann jedes Elektron nur mit einem Photon interagieren.

Dazu kommt, dass das Elektron ja von einem elektromagnetischen Feld, also von Photonen im Teilchenmodell, auf seiner Bahn gehalten wurde. Es interagiert also nur mit "Licht" genau dieser Frequenz.

Wie groß es auch immer werden sollte - es wird deswegen nicht sichtbar!

Dodelbert Engfuss
172
27.1.2012, 10:04
Subatomarer Flohzirkus, der zugesperrt gehört!

Eins von Gottes Ebenbildern
03
27.1.2012, 13:24

Die ersten zwei Silben ihres Nicks beschreiben Sie treffend!

lg mensch

Dodelbert Engfuss
20
27.1.2012, 13:40
Na, na, nicht gleich rappelköpfig werden.

Als sein Ebenbild müssten Sie doch wissen, dass Er verboten hat, vom Baum der Erkenntnis zu essen.

Nick Tameer
00

Er hat sie reingelegt - es war der falsche Baum.

Eins von Gottes Ebenbildern
03
27.1.2012, 14:52

Mir hat er nichts verboten...

Chemist88
02
27.1.2012, 12:55
schon mal was

von Grundlagenforschung gehört?

Dodelbert Engfuss
30
27.1.2012, 13:31
Ja Grundlagenforschung -

um der Menschheit den Garaus zu machen!

JosefGott
00
28.1.2012, 01:02

Und wie soll das den Menschen garaus machen? Es hat nichts mit Zauberei zu tun.

fauler Student
01
27.1.2012, 18:17

Das Problem hätten wir wohl nur bei Politikern mit deinen kognitiven Fähigkeiten.

Dodelbert Engfuss
40
27.1.2012, 19:59
Nicht gleich persönlich werden, mein Gutester!

Hat man das euch nicht beigebracht auf der verrotteten Uni?

Nick Tameer
00

Wer austeilen will, sollte auch einstecken können, Erleuchteter!

higgs - wozu?
61
27.1.2012, 09:52

ich finde der erklärt es recht gut:

http://www.youtube.com/watch?v=6K5fb4hA_fk

ausserdem spricht er sehr angenehm:-))

Dodelbert Engfuss
40
27.1.2012, 21:41
Fauler Student?

Von der Kinderbeihilfe nahtlos in die Frühpension?

burniman
00
31.1.2012, 16:58

he dodlbert verschone uns bitte mit deinen unqualifizierten kommentaren!!
Bitte!
Deine blödheit tut mir nämlich weh !

Karma Thrinley
00
27.1.2012, 12:11

Also ich finde diese Erklärung besser:
http://www.youtube.com/watch?v=eRr8cIffiPE

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